Hans Thoma

  • 1839 Am 2. Oktober wird Hans Thoma in Bernau als Sohn des Vaters Franz Joseph (1794–1855) und der Mutter Rosa (1804–1897) als zweites Kind nach Hilarius (1830–1852) geboren.
  • 1848 Am 13. November wird die Schwester Agathe geboren, von der Thoma sein Leben lang begleitet wird und die nach dem Tod Cellas den Haushalt führte.
  • 1853 bis 1854. Erste kurze Ausbildung durch einen Lithographen und einen Anstreicher in Basel.
  • 1855 Weitere Lehren bei Ferd. Ruska und dem Uhrenschildmaler Laule in Furtwangen.
  • 1855 bis 1859. Rückkehr nach Bernau und autodidaktische Weiterbildung.
  • 1859 bis 1866. Vermittelt durch den Oberamtmann Sachs aus St. Blasien und Wilhelm Schirmer erhält Thoma ein Stipendium des Großherzogs Friedrich I. von Baden und kann so an der Karlsruher Kunstschule studieren. Seine Lehrer sind Wilhelm Schirmer, Ludwig des Coudres und Hans Canon.
  • 1867 Nach wiederholten Ablehnungen und Unverständnis seiner Kunst gegenüber geht Thoma nach Düsseldorf, wo er Otto Scholderer trifft, der sein erster Förderer wird.
  • 1868 Im April/Mai Reise nach Paris mit Scholderer. Thoma lernt Courbet und seine Kunst kennen.
  • 1870 Nach finanziell und persönlich schwierigen Zeiten in Bernau, Säckingen und Karlsruhe, zieht Thoma nach München. Hier lernt er Victor Müller und Wilhelm Leibl kennen, Böcklin, Eysen, Haider, Lang, Schuch, Stäbli, Trübner uva. Erste Verkäufe an den Engländer Thomas Tee aus Manchester und Charles Minoprio aus Liverpool.
  • 1873 Im Sommer lernt Thoma den Arzt Dr. Otto Eiser kennen, bei dem er die Wintermonate 1873/74 in Frankfurt verbringt.
  • 1874 Von Februar bis Juni reist Thoma zusammen mit Albert Lang nach Italien und lernt Emil Lugo, Hans von Marées und Adolf von Hildebrand kennen.
  • 1875 Im März verlässt Thoma Frankfurt und kehrt nach München zurück. Hier trifft er seine Schülerin und zukünftige Frau, die als Malermodell arbeitende Bonicella Berteneder (1858–1901).
  • 1876 Thoma ist in Schaffhausen und Säckingen und seit Oktober des Jahres wieder in Frankfurt, wo er mit Wilhelm Steinhausen ein gemeinsames Atelier mietet.
  • 1877 Thoma heiratet Cella Berteneder in Säckingen am 18. Juni.
  • 1877 Im Dezember endgültiger Umzug nach Frankfurt, wo er bis 1899 bleiben wird.
  • 1879 Im August/September erste Reise nach England auf Einladung von Charles Minoprio, der zuvor ein Gemälde Thomas erworben hatte.
  • 1880 Zweiter Aufenthalt in Italien (März-Juni) im Auftrag Minoprios, für den er italienische Landschaften malen soll.
  • 1884 Erste Ausstellung in England (Liverpooler Art Club), vermittelt durch Minoprio. Bekanntschaft mit Conrad Fiedler.
  • 1887 Im Frühjahr dritte Italienreise.
  • 1889 Auf Wunsch seiner Schwiegermutter Cosima Wagner besucht Henry Thode Thoma in dessen Atelier. Thode ist von 1889 bis 1891 Direktor des Städel Museums in Frankfurt. Es beginnt eine lebenslange Freundschaft und eine intensive Parteinahme Thodes für Thoma und seine Kunst.
  • 1890 Toni Stadler organisiert im Münchner Kunstverein eine Ausstellung für Thoma, die für ihn den Durchbruch markiert. Von hier an steigt seine Bekanntheit schnell und stetig. Nahezu alle der 36 ausgestellten Gemälde Thomas können verkauft werden. Es folgen zahlreiche Ehrungen.
  • 1892 In Venedig mit Cella und Familie Thode.
  • 1894 Vermehrt Aufenthalte in Oberursel.
  • 1897 Anfang des Jahres stirbt Thomas Mutter. Später erneute Reise nach Italien.
  • 1898 Thoma erwirbt ein Haus in Kronberg und besucht im September die Niederlande um hier besonders Rembrandt und Paulus Potter zu studieren.
  • 1899 Thoma wird von Großherzog Friedrich I. von Baden als Direktor der Kunsthalle und Professor der Kunstschule nach Karlsruhe berufen. Umzug nach Karlsruhe.
  • 1901 Tod seiner Frau Cella.
  • 1904 bis 1905. Reisen in die Schweiz: Berner Oberland und Engadin.
  • 1905 Am 19. Mai Verlobung mit der Schriftstellerin Frances Grun. Wenig später wird die Verlobung wieder aufgelöst, zwischen Maler und Dichterin bleibt jedoch eine lebenslange Freundschaft.
  • 1905 bis 1908. Ausführung der Thoma-Kapelle in der Karlsruher Kunsthalle.
  • 1909 Eröffnung des Thoma-Museums in der Karlsruher Kunsthalle am 2. Oktober.
  • 1912 Thoma reist zum letzten Mal nach Bernau.
  • 1922 Die letzte und gleichzeitig größte Ehrung erhält Thoma mit der großen Gemäldeausstellung in der Nationalgalerie Berlin, die Ludwig Justi ausrichtete.
  • 1924 Am 7. November stirbt Hans Thoma in Karlsruhe.
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