Ferdinand Balzer

Balzer, Ferdinand, dt. Maler, Zeichner, *31.12.1872 Frankfurt/Main, †28.11.1916 ebd. (nicht Wilhelmsbad). Stud.: Kunstgew.-Schulen Zürich (zunächst Bildhauerei) und 1890/91 Frankfurt, 1892 in Kronberg bei Anton Burger, 1893-97 Kunstschule Weimar bei Max Thedy und Frithjof Smith, 1898/99 Städelschule Frankfurt bei Wilhelm Amadeus Beer. Ab 1900 bis zum Tod in Frankfurt tätig, dazu jährl. wechselnde Aufenthalte in umliegenden Orten. Verheiratet mit Lotti Pero, Tochter des Malers Wilhelm P. – In seinen meist kleinformat. Gemälden, Aqu., Zchngn und Skizzen bevorzugte er seit der Studienzeit Themen der ländl. Kinderwelt, hinzu kamen Interieurs und Straßenszenen und zahlr. Bildnisse (Selbstbildnisse). Anfangs der Frankfurter Schule verbunden, öffnete B. sich neuen Strömungen, wie der impressionist. Stilistik W.Trübners, zunächst in Portr., später in Landschaften. Parallel dazu pflegte er v.a. in Zchngn mit weichem Stift das von Leibl und Menzel rezipierte Hell-Dunkel. Um die Jh.-Wende übernahm er formale Elemente von Symbolismus und Jugendstil. Eigenwillig sind ganz in Farbflächen gebaute Gouachen und Aqu. von Orten um Frankfurt. Ohne Beispiel in seiner Umgebung sind Bild-im-Bild-Gem., die ein Thema von zwei Seiten (Drinnen und Draußen) betrachten. WERKE FRANKFURT, Städel: 6 Gem. (Landschaften und Frauen-Darst.). Hist. Mus.: 4 Gem., 26 Zchngn/Aqu. AUSSTELLUNGEN E: 1901 Wiesbaden, Bangers Kunstsalon (mit W.Leibl und M.Liebermann) / 1951 Frankfurt, Gal. Wengatz / Gedächtnis-Ausst.: 1917 (Kat.),'26,'41 Frankfurt, Kunst-Ver.; 1918 Weimar, Donndorf-Mus.; 1942 Frankfurt, Kunsthandlung Schumann; 1973 ebd., Gal. Fach (Kat.). – G: mehrfach ab 1899, u.a. 1900-13 Frankfurt, Kunstverein. BIBLIOGRAPHIE ThB2, 1908; Vo1, 1953. – J.B., Gedächtnis-Ausst., Gal. Fach, Ffm. 1973 (Kat. mit 370 Werk-Nrn, Ausst.-Verz. und Lit.). – Mitt. Hist. Mus. und Städel, Frankfurt. Dankmar Trier