Druckgraphik

Der Metallwarenfabrikant Joseph Feil

Johann Adam Klein

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Art.-Nr.: JoKle/D 65

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In seiner Wiener Zeit in den frühen 1810er Jahren fertigte Johann Adam Klein 1814 die beiden... mehr
Der Metallwarenfabrikant Joseph Feil
  • Technik: Radierung auf Papier
  • Unterhalb der Darstellung in Bleistift von fremder Hand bezeichnet: "J. Feil"
  • Zustand: Sehr guter Zustand. Etwas fleckig, schwach gebräunt, leichter vertikaler Knick in der linken Blatthälfte. Die Darstellung erscheint sehr frisch.
  • Werksverzeichnis: Jahn 151 II/II
  • Größe: 13,5 x 10,6 cm (Darstellung)
  • Weitere Größen: Papier: 25 x 35,9 cm . 17,5 x 13,2 cm (Plattenmaß)
  • Epoche: Romantik
  • Jahr: 1814

In seiner Wiener Zeit in den frühen 1810er Jahren fertigte Johann Adam Klein 1814 die beiden Brustporträts des Metallwarenfabrikanten Joseph und dessen Frau Antonia Feil (geb. Kammerhuber) an. Die Familie des künstlerisch und wissenschaftlich gebildeten Feil war freundschaftlich mit dem Künstler verbunden, zählte doch der Bruder Franz Feil, der mit ihm die Metallwarenfabrik leitete, ebenfalls zu Kleins Wiener Freundeskreis. Klein, der sich in den Jahren um 1813/14 in seinen Zeichnungen immer wieder intimen Darstellungen von Häuslichkeit widmete, wie etwa Mädchen bei der Handarbeit oder Lesende und Porträts seiner Freunde, porträtierte auch einige Mitglieder der Familie Feil zu verschiedenen Gelegenheiten: so den Jungen Maxl Feil,das Ehepaar Feil in familiärer Atmosphäre zusammen auf einem Sofa, er eine lange Pfeife rauchend, sie vertieft in ihre Handarbeit. Auf der Rückseite jenes Blattes bildete der Zeichner Antonia erneut ab, in gleicher Kleidung, jedoch diesmal auf dem Sofa liegend, während links neben ihr die Umrisse eines stehenden Knaben sichtbar werden. Dass Joseph Feil den Künstler sogar auf einigen seiner Reisen begleitete, wie jene Reise zu Fuß im September 1812 durch die Steiermark, ins Salzkammergut und nach Oberösterreich sowie eine weitere im Frühsommer bis in den September 1814 hinein nach Ungarn, spricht für die große Sympathie, die die Männer einander entgegenbrachten. Der Tod des Fabrikanten im Dezember 1814 beendete jäh jene Freundschaft, deren inniger Charakter aus den beiden Brustbildnissen der Eheleute Feil spricht. Mit aufmerksamem, offenem Blick schauen die beiden geradeaus, die Züge umspielt der Ausdruck milden Wohlwollens. Der Künstler legte ähnlich große Sorgfalt sowohl in den Ausdruck und die Gesichtszüge des Paares als auch in die Beschreibung der modischen Haartracht der Frau: den am Hinterkopf zusammengedrehten und mit einem Kamm hoch aufgesteckten Zopf sowie das um den Kopf gewundene Haarband mit Schleife, die Details und die stoffliche Beschaffenheit der Kleidung. Es scheint, als wollte er in den beiden Brustporträts jedes Detail der liebgewonnenen Menschen fassen und auf diese Weise auch einen Teil jener Vertrautheit und Freundschaft über den Tod hinaus bewahren. |sfs

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