Der Zauber der Antike

H. W. Fichter Kunsthandel

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Art.-Nr.: 9783943856682

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H. W. Fichter Kunsthandel Beschreibung Sammlung Prof. Dr. Klaus Parlasca Wir... mehr
Der Zauber der Antike

H. W. Fichter Kunsthandel

Beschreibung

Sammlung Prof. Dr. Klaus Parlasca

Wir freuen euen uns sehr, Ihnen hier den Katalog zur Sammlung des Frankfurter Altertumswissenschaftlers Prof. Dr. Klaus Parlasca präsentieren zu dürfen. Die Gelegenheiten, solch geschlossene und qualitätsvolle Sammlungen zur Zeichenkunst des 18. und 19. Jahrhunderts präsentieren zu können, sind selten geworden. Umso mehr ist es uns eine Ehre, diese von uns jahrzehntelang betreute Sammlung wieder anderen Sammlern und Kunstliebhabern zugänglich machen zu dürfen. Wir laden Sie ein, sich von den Zeichnungen
und Aquarellen dieser außergewöhnlichen Sammlung mit ihrem Schwerpunkt auf der Kunst des Klassizismus und der Romantik, meist mit Bezug auf Italien und die Antike, bezaubern zu lassen.

Wenn ein leidenschaftlicher Kunstsammler die Werke seiner Sammlung publizieren lässt, so gibt er fast zwangsläufig auch einen Einblick in sein Leben – ist er doch jedem einzelnen Objekt der Sammlung eng verbunden, sodass alle Stücke in ihrer Gesamtheit eine Art Bilder-Biographie ergeben.
So erzählt auch die hier präsentierte Sammlung von Prof. Dr. Klaus Parlasca von den vielen Lebensstationen dieses Altertumswissenschaftlers, dessen Vorliebe für die Zeichenkunst und die Grafik des Klassizismus und der Romantik sich in diesem Katalog widerspiegelt.
Erinnerungen an bedeutende Künstler wie Carl Gotthard Langhans oder Karl Friedrich Schinkel als Gestalter der klassizistischen Phasen Potsdams und Berlins, der früheren Heimat des Sammlers, sowie Motive der klassischen Antike lassen sich daher in der Sammlung ebenso entdecken wie Zeugnisse des frühen Antikenstudiums selbst. So zeigen sich Ansichten und Ruinen nicht bloß in Form eines sentimentalen oder verträumten Rückblickes, sondern verdeutlichen zugleich das Bild klassizistischer Antikenrezeption. Die Sammlung eröffnet somit auch einen Blick auf die Gelehrtentätigkeit des 18. Jahrhunderts, indem sie anhand zeichnerischer Aufnahmen über das Kunstempfinden gleichermaßen wie über die Entwicklung der archäologischen und kunsthistorischen Wissenschaften berichtet. Sie dokumentiert die ungezählten Reisen nach Italien, wo die pittoresken Ruinen des alten Römischen Reichs sowie die Landschaften dieses irdischen Arkadiens den Künstlern zur Muse wurden und den Gelehrten zum Studienort der vermeintlich ältesten und vorbildhaftesten Kultur.
Die Sammlung Parlasca umfasst dabei gleichermaßen phantasievolle Skizzen mit mythologischen Themen sowie mit hoher Präzision gezeichnete Architekturzeichnungen und Entwürfe im antikisierenden Stil, die während der Epoche des Klassizismus in ganz Europa eine Blütezeit erlebten.
Klaus Parlasca wurde am 23. September 1925 in Potsdam geboren. Nach dem Abitur am humanistischen Viktoria-Gymnasium studierte er ab 1943 Klassische Archäologie, Alte Geschichte und Kunstgeschichte an der Universität Berlin. Nach dem Wehrdienst und kurzer Kriegsgefangenschaft setzte er sein Studium – erweitert um das Fach Ägyptologie – in Göttingen und Basel (1945-1949) fort. 1950 promovierte er in Göttingen mit dem Werk Die Mosaiken des römischen Germanien. Seine Arbeit wurde mit dem Reisestipendium des Deutschen Archäologischen Instituts ausgezeichnet. Mit dieser Unterstützung konnte er 1952/53 viele antike Stätten im Mittelmeerraum besuchen.
In den Jahren von 1951 bis 1954 widmete der junge Doktor der Archäologie sich dem von der DFG geförderten Projekt Römische Wandmalereien in Deutschland. Von 1954 bis 1971 lebte er in Frankfurt am Main und war zunächst als Assistent am Archäologischen Institut der Goethe Universität tätig. 1960 wurde er mit einer Arbeit über römische Wandmalereien in Ägypten habilitiert, die bislang nicht publiziert wurde. Ab 1966 wirkte er als außerplanmäßiger Professor in Frankfurt.
Im Jahr 1971 wurde er als ordentlicher Professor für Klassische Archäologie an die Friedrich-Alexander-Universität nach Erlangen berufen und dort als Leiter des Instituts für Klassische Archäologie und dessen Antikensammlung eingesetzt. 1990 wurde ihm eine Festschrift von der Universität Erlangen-Nürnberg gewidmet, an der er bis zu seiner Emeritierung im gleichen Jahr lehrte. Zahlreiche Forschungsaufenthalte führten ihn nach Rom, in den Mittelmeerraum und die USA (Brooklyn-Museum/NY, J. Paul Getty-Museum in Malibu/CA). Seine Forschungsschwerpunkte sind Mumienporträts, das griechisch-römische Ägypten, kaiserzeitliche Kunst in Syrien (Palmyra), klassizistische Kunst sowie Landschafts-und Gartenarchitektur.
Er heiratete 1956 die Archäologin Dr. Ingemarie Urbanek. Ihren 3 gemeinsamen Kindern verdanken sie acht Enkelkinder und eine Urenkelin. Seit seiner Emeritierung lebt Klaus Parlasca in Frankfurt, gemeinsam mit seiner Frau bis zu deren Tode im Sommer 2017.
Bereits in den frühen 1960er Jahren begann Klaus Parlasca mit dem Aufbau seiner Sammlung von klassizistischen Zeichnungen und Druckgraphiken. Wir freuen uns sehr, dass wir Ihnen diese außergewöhnliche und in dieser Form selten gewordene Sammlung hier präsentieren können.

Künstlerliste:

  • Domenico Cardelli
  • Franz Ludwig Catel
  • Salomon Corrodi
  • Thomas Ender
  • John Flaxman
  • Johann Gottfried Adam Frenzel
  • Carl Graeb
  • Bonaventura Genelli
  • Anton Graff
  • Christoph Heinrich Kniep
  • Joseph Anton Koch
  • Franz Krüger
  • Carl Gotthard Langhans
  • Peter Ludwig Lütke
  • Adolph Menzel
  • Friedrich Paul Nerly
  • Jean Henry Pernet
  • Jean-Baptiste Pigalle
  • Adolphe Rouargue
  • Johann Gott ied Schadow
  • Johann Eleazar Schenau
  • Karl Friedrich Schinkel
  • Heinrich Stiehler
  • Johann Heinrich Wilhelm Tischbein
  • Johann Heinrich Tischbein d. Ä.
  • Ernst Weidenbach
  • Carl Fr. Heinrich Werner

 

Facts

  • H. W. Fichter Kunsthandel, Frankfurt am Main 2018
  • Leinen gebunden
  • 96 Seiten mit über 45 Abbildungen
  • 24 x 20 cm; 590 Gramm

 

Schlagworte

Antikenrezeption; Zeichnungssammlung; Romantik; Klassizismus; Privatsammlung; Potsdam; Berlin

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