Druckgraphik

Eingang zur Villa des Maecenas

Albert Christoph Dies

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Art.-Nr.: AlDies/D 10

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Eine Tagebucheintragung Schinkels vom 15. Oktober 1824 bezieht sich auf diesen Tunnel, der sich... mehr
Eingang zur Villa des Maecenas
  • Technik: Radierung auf Papier
  • Unterhalb der Darstellung in der Druckplatte signiert, datiert und bezeichnet: "A. C. Dies incise Roma 1794 | Porta scura, o. sia Entrata nella Villa Mecenate"
  • Zustand: Sehr guter Zustand. Mittig geringfügig wellig. Auf dem Blattrand schwach verschmutzt. Die Blattecken sind minimal bestoßen. Entlang der Kanten befinden sich vereinzelte restaurierte Randeinrisse. Unten mit diversen Bezeichnung in Bleistift von fremder
  • Werksverzeichnis: Andresen III, Nr. 21; Fichter Nr. 64
  • Serie: Mahlerisch radirte Prospecte von Italien, von Johann Christian Reinhart, Jakob Wilhelm Mechau und Albert Christoph Dies
  • Größe: 24,7 x 35,2 cm (Darstellung)
  • Weitere Größen: 39,3 x 48,9 cm (Papier). 28 x 37,3 cm (Plattenmaß)
  • Epoche: Klassizismus
  • Jahr: 1794

Eine Tagebucheintragung Schinkels vom 15. Oktober 1824 bezieht sich auf diesen Tunnel, der sich zum Ort hin öffnet: "Die alte Straße führte durch die Villa in einem langen, weiten, hoch gewölbten Gang hindurch, der noch ganz erhalten ist […] Auf der großen Plattform […] über den gewölbten Ruinen der Villa […] hat man die unbegrenzte Aussicht in die römischen Fernen." (Schinkel 1979, S. 221)

Zu Serie "Mahlerisch radirte Prospecte von Italien"

Diese Radierung ist im Rahmen der Serie "Mahlerisch radirte Prospecte von Italien" entstanden, die durch den Nürnberger Verleger Johann Friedrich Fraunholz und den Künstler Johann Christian Reinhart (1761-1847) initiiert wurde. Mit dem Ansatz, eine Serie "[...] von den schönsten römischen Prospecten und Ruinen[...]" (Schmid 1998, S.161) als Sammlung herauszugeben, beauftragte Fraunholz neben Reinhart auch Albert Christoph Dies (1755-1822) und Jakob Wilhelm Mechau (1745-1808). Die drei Künstler hatten nur geringe Erfahrung in der Herstellung von Druckgraphiken und wurden als Maler vor allem ihrer Fähigkeit wegen ausgesucht, Landschaften und Architekturen feinfühlend und eben "mahlerisch" abzubilden. Von Beginn an war das Ziel der Serie die kunstvolle Darstellung der italienischen Landschaft, abseits der bis dato vorherrschenden Veduten und Ansichten der berühmtesten Sehenswürdigkeiten und touristischen Ziele. Im Vordergrund sollte die Landschaft Italiens stehen, Orte bewundernswerter Naturschauspiele sowie Ruinen, die den Künstlern bekannt, jedoch noch nicht zum Anziehungspunkt aller Italienreisender geworden waren. Besonders den Kunstsammlern in Deutschland sollte somit eine neue Seite des Sehnsuchtslandes aufgezeigt werden. So wurden die Darstellungen schließlich auch in italienischer Sprache betitelt, nicht nur da viele der Örtlichkeiten schlicht nicht zu übersetzen wären, sondern auch um ihnen den gewissen Klang der Exotik nicht zu nehmen.

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