Karl Friedrich Schinkel. Unter dem bestirnten Himmel

Christoph von Wolzogen

69,00 € **

inkl. Mwst. & inkl. Versandkosten in Deutschland
Art.-Nr.: 9783943856330

Sofort versandfertig, Lieferzeit 1-3 Werktage***

Merken
Christoph von Wolzogen  Die erste umfassende Schinkel-Biographie! 2 Bände, in... mehr
Karl Friedrich Schinkel. Unter dem bestirnten Himmel

Christoph von Wolzogen

  •  Die erste umfassende Schinkel-Biographie!
  • 2 Bände, in Leinen gebunden mit Schutzumschlag, im bedruckten Schuber.
  • Erleben Sie Karl Friedrich Schinkel, den wichtigsten Baumeister Preußens, und seine Zeit in vielschichtigen Facetten. Die erste vollumfängliche Biographie zu diesem wegweisenden Universalkünstler.
  • Die Biographie ist die besondere Empfehlung des Monats Oktober 2016 von Jens Bisky im Sachbücherbereich der Südeutschen Zeitung und des NDR!

 

Beschreibung

Glockengeläut machte ihn melancholisch. Als Kind erlebte er den Feuersturm seiner Heimatstadt. Sein ganzes Leben lang hat er dann das Motto seines Lehrers Friedrich Gilly befolgt: das verständige Einreißen und das behutsamere Wiederaufbauen.

Dem Staat Preußen gab er seine Physiognomie und der Welt neue Ideen von Architektur, Kunst und Design. Betrachtet man die schiere Menge der Entwürfe, Gutachten und Anfragen aus ganz Europa, so wundert man sich, wie er daneben auch noch Zeit für die Familie fand. Er starb am 1841 im 61. Jahr. Sein zweites Panorama-Bild, das die Architektur der Weltgeschichte darstellen sollte, hat er niemals ausgeführt.

Schinkels Werk gilt als gut erforscht. Aber zum Leben des universalen Künstlers stützt sich die Literatur bis heute auf einige wenige Publikationen aus dem 19. Jahrhundert. In internationalen Archiven fanden sich unbekannte Quellen, die Schinkels Biographie, aber auch sein Werk in einem ganz neuen Licht zeigen. Sie sind hier erstmals systematisch ausgewertet.

Christoph von Wolzogen legt zum 175. Todestag die erste umfassende und kritische Biographie Schinkels vor und stellt den großen Gestalter und Menschen in das Panorama seiner Zeit.  

 

Stimmen zum Buch:

„Ich sehe eine Folge von höchst eleganten Essays, in denen Sie sich der Person Schinkel nähern, ausgehend von Anlässen seiner Werke, aber auch abstrakten Fragen, [...] immer nach allen Seiten ausgreifend. Wie schon gesagt, liest sich das gut. Und es ist auch deswegen amüsant, weil im Einzelnen immer wieder feste alte Erkenntnisse fraglich werden. [...] Jedenfalls hat Schinkel nun, was ich eine philosophisch-persönliche Biographie nennen möchte, gekriegt, samt seinem Netzwerk ... und ich eine Ahnung von der Befindlichkeit 1/2 Generation nach mir.“

Goerd Peschken

 

„Obgleich die Literatur über den inzwischen weltweit geachteten Künstler unübersehbar geworden ist, fehlt bis heute eine zuverlässige, aus den reich fließenden Quellen geschöpfte Biographie, die uns das singuläre Phänomen Schinkel im Zusam­menspiel von Prägung und Entfaltung verstehen läßt. Sie zu verfassen hat sich Christoph von Wolzogen, ein rhetorisch hochbegabter Philosophiehistoriker, vorgenommen und in nur etwa fünf Jahren zum Abschluß gebracht dank einer aus Begeisterung entsprungenen gewaltigen Anstren­gung, freilich auch mit Hilfe der modernen Informationstechnik. [...] Als Gebrauchsanweisung ist dem Werk ein Ausspruch von Horst Janssen vorangestellt: „Nimm getrost das Pathos zu Hilfe. Dank seiner kannst du behaupten, der leere weiße Raum sei die hohle Hand Gottes, in der ansonsten nix ist außer diesem faulenden Apfel – das Universum“, ein frap­pierender Kontrast zu dem so schön gewählten Untertitel „Unter dem bestirnten Himmel“, der an Kant und an die berühmte Zauberflötendekoration mit der Königin der Nacht denken läßt. Solche munteren Sprünge aus der Schinkelzeit in eine am Absurden sich labende Gegenwart durchzie­hen das Buch, in dem das immense Wissen des Verfassers wie ein Neujahrsfeuerwerk abgebrannt wird und keine Langeweile aufkommen läßt. Wie kaum ein anderer Künstler hat Schinkel Berge von Texten hinterlassen, vor allem auch solche aus seinem Alltag als Baubeamter, die keineswegs vollständig veröffentlicht worden sind. Wolzogen hat viel Neues in Archiven aufgespürt, gelesen, manches abgedruckt und sinnentstellende Fehler früherer Autoren korrigiert. Die schönste Ent­deckung, die dem Autor gelungen ist, erklärt, warum bei den verlorenen Museums-Fresken der „Tanz der Gestirne um Uranus“ für die linke Schmalseite der Vorhalle dem Grabhügel auf der rech­ten entspricht. Schinkel wurde nämlich an dem gleichen Tag, dem 13. März 1781, geboren, an dem Wilhelm Herschel den ersten neuen Planeten nach den Babyloniern entdeckte. Er nannte ihn „Uranus“. Hervorzuheben sind ferner Erkenntnisse zur Biographie von Susanne Berger, darüber wie und wann Schinkel sie kennengelernt hat oder zu dessen Verhältnis zur Familie des Freiherrn von Eckardstein. Es wird auf viele bisher nicht ausgewertete Quellentexte hingewiesen, so Tagebuchnotizen Jakob Ignaz Hittorfs über einen Besuch Berlins im August 1821, bei dem er Schinkel nicht begegnet, weil er sich in Pommern aufhält, aber dessen Werke bewundert, oder das bisher ganz unbekannte Tagebuch der Italienreise des Schwagers Wilhelm Berger von 1823. Zu Recht betont Wolzogen die Wichtigkeit der hinterlassenen Texte Schinkels, die er fast vollständig neu transkribiert hat. [...] Das Ganze ist komponiert und inszeniert, ja es hat den Charakter eines Kunstwerkes.“

Helmut Börsch-Supan

 

Über den Autor

Christoph von Wolzogen

Außerplanmäßiger Professor für Philosophie an der Goethe Universität Frankfurt am Main, studierte Design an der HfG Offenbach, Kunstgeschichte (u. a. bei Gottfried Kiesow), Philosophie, Neuere Deutsche Literatur (u.a. bei Ralph Rainer Wuthenow) in Frankfurt. Schrieb für die Frankfurter Allgemeine Zeitung, Neue Zürcher Zeitung und Literarische Welt. Zahlreiche Veröffentlichungen, u. a. Vorwort zu Adrian Frutiger Der Mensch und seine Zeichen, Tagebücher des Architekten und späteren Weimarer Ministers Wilhelm von Wolzogen aus dessen Pariser Zeit 1788-1793, Monographie zur Bildungsgeschichte als Mediengeschichte.

In einem Privatarchiv fand er ein Tagebuch von Schinkels Schwager Wilhelm Berger, das dieser während einer offiziellen Reise schrieb, die er im Auftrag Schinkels 1823 in Italien unternahm, und dessen systematische Erschließung der Anlaß war für die vorliegende Biographie.

 

Facts

  • Edition Fichter, Frankfurt am Main 2016
  • 2 Bände, in Leinen gebunden mit Schutzumschlag, im bedruckten Schuber.
  • Ca. 880 Seiten, über 100 Abbildungen
  • 24 x 17 cm, 2,5 kg
  • ISBN: 978-3-943856-33-0

 

Schlagworte

Preußen; Berlin; Humboldt; Klassizismus; Romantik; Preussen; Architektur

Haben Sie weitere Fragen?

Zuletzt angesehen
Chat