Künstler

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    Christoffel Jegher
    Flämischer Holzschneider des Barock, der vor allem durch seine Zusammenarbeit mit Peter Paul Rubens und seine qualitätsvollen Holzschnitte nach dessen Entwürfen bekannt wurde.
    Ernst Ferdinand Oehme
    Geboren am 23. April 1797 in Dresden, 1819 Studium an der Dresdener Kunstakademie als Landschaftsschüler bei Johan Christian Dahl, Reise in die Sächsische Schweiz mit Dahl im Oktober 1819, 1820 Schüler Caspar David Friedrichs, 1820 gemeinsame Studien in Tharandt und Reise nach Österreich mit dem befreundeten August Heinrich, 1821 zeigt Dom im Winter auf der Ausstellung der Dresdener Akademie, Bekanntschaft mit Johann Gottlob von Quandt und Carl Gustav Carus, 1822 Studienstipendium für Italien, besucht auf der Hinreise den kranken Freund August Heinrich in Innsbruck sechs Tage vor dessen Tod am 27. September und trifft Carl Wagner in Florenz, mit dem er Rom am 21. Oktober 1822 erreicht, zahlreiche Bekanntschaften in Rom, unter anderem mit Ludwig Richter, Carl Peschel und Julius Schnorr von Carolsfeld, am 14. Oktober 1825 zurück in Dresden, 1826 reist er im September mit Ludwig Richter ins Erzgebirge, am 6. Mai 1827 heiratet er Emma Auguste Wiedemann in Dresden, 1832 gemeinsame Diorama-Ausstellung mit Otto Wagner im Residenzschloss und am Altmarkt zu Dresden, 1833 Reise nach Oberbayern, 1836 Wanderung ins nördliche Böhmen, 1838 wohnt er mit Richter im selben Hause, im August 1839 Reise ins Muldetal und im September des gleichen Jahres mit Richter abermals ins Erzgebirge, 1841 zwei Wanderungen in Nordböhmen mit Richter und Peschel, 1842 Harzreise mit Richter und Peschel, Besuch in Ballenstedt bei Wilhelm von Kügelgen, wird Zeichenlehrer am Dresdener Blochmannschen Erziehungs-institut, 1846 wird er zum Königlich Sächsischen Hofmaler ernannt und erhält die Ehrenmitgliedschaft der Dresdener Kunstakademie, 1847-55 Hausgenosse Schnorr von Carolsfelds, 1849 Reise mit Peschel und Richter zur Oberlausitz über Nordböhmen, 1850 Reise nach Franken, 1852 reist er mit dem Sohn Erwin nach München, zweite Frankenreise im September 1853, Aufenthalt in Loschwitz im Sommer 1854, gestorben am 10. April 1855 in Dresden.
    Jakob Friedrich Peipers
    Der 1805 in Elbersfeld geborene Peipers musste bereits in jungen Jahren den Tod beider Eltern verkraften. 1821 verließ er die Heimat um bis 1825 an der privaten Architekturschule Friedrich Weinbrenners in Karlsruhe zu studieren. Kurz darauf folgte die praktische Ausbildung bei Franz Christian Gau in Paris. Bis 1829 verblieb er in Frankreich und reiste von dort aus mehrfach nach Italien, eine Destination die ihn auch im weiteren Leben immer wieder anziehen sollte. Ein Jahr später ließ er sich in Frankfurt als Architekt nieder. Von 1840 bis 1844 führte er die heute lediglich im Skulpturenschmuck erhaltene alte Börse am Paulsplatz in Frankfurt aus und wurde indessen in die Britische Architektenkammer (RIBA) aufgenommen. Angesichts der Tatsache, dass ein selbstständiges architektonisches Werk Peipers‘ heute nicht mehr greifbar ist, erscheinen die zahlreichen in Italien entstandenen Zeichnungen umso wertvoller, denn gleichwohl sie nicht die Architektur zum primären Inhalt haben, begriff sich Peipers stets als Architekt, der stolz mit "Peipers, Architekt" signierte. Anerkennung für sein Werk erhielt er durch den mehrfachen Vorsitz der Frankfurter Künstlergesellschaft. Er verstarb 1878 in seiner Wahlheimat Frankfurt am Main.
    Friedrich Preller d. J.
    Geboren am 1. September 1838 in Weimar als Sohn des berühmten Malers und Radierers gleichen Namens, nahm er ab 1851 Unterricht bei seinem Vater. Im Alter von 17 Jahren begleitete er diesen 1855 zu einer ersten gemeinsamen Studienreise nach Norddeutschland, zwischen 1859 und 1862 reisten sie gemeinsam nach Rom. Von dort aus unternahm er zahlreiche Ausflüge entlang der italienischen Küste und bis nach Sizilien. Nur zwei Jahre nach seiner Rückkehr nach Deutschland, begab Preller sich von 1864 bis 1866 erneut nach Italien. Erst danach ließ er sich in Dresden nieder und richtete sich ein eigenes Atelier ein. 1879 entstanden zwölf Zeichnungen zur Illias, die unter dem Einfluß der landschaftlichen Eindrücke seiner Italienreisen standen. Im Jahr 1880 wurde Preller zum Professor an der Dresdner Akademie berufen. Erneut begab er sich zu Studienreisen nach Italien, 1887 bereiste er Rügen. Erst 1891 brach er zu einer Reise nach Griechenland auf, dem Entstehungsort der von ihm hoch geschätzten klassischen Epen von Homer. Bis zu seinem Lebensende arbeitete er in Dresden und verstarb am 21. Oktober 1901 in Blasewitz bei Dresden.
    Leo Primavesi
    Leo Primavesi wurde 1871 in Köln geboren. Darüber hinaus existieren nur wenige gesicherte biographische Angaben. Sicher verbrachte er viele Jahre in Italien, sein Name lässt die italienischen Wurzeln erahnen. Am Golf von Neapel und auf der Insel Capri schuf er Zeichnungen und Aquarellskizzen von Landschaften, Architekturen und vor allem Bildnisse von jungen Italienierinnen in der volkstümlichen Tracht. In seinen Zeichnungen, nicht zuletzt den Bildnissen nahestehender oder flüchtig bekannter Frauen, findet sich eine momenthafte, innige Schönheit. Während des 1. Weltkriegs wurde der Künstler von 1914 bis 1919 in ein Internierungslager auf der bretonischen Île Longue gebracht. Die Gefangenschaft hatte für Primavesi eine ambivalente Bedeutung, war er doch mit zahlreichen Intellektuellen und Künstlern gemeinsam eingesperrt. Zusammen arbeiteten diese an der Herausgabe einer Lagerzeitung und waren kulturell sowie künstlerisch tätig. Gleichwohl lässt seine Hinwendung zum Symbolismus die Sehnsucht nach Freiheit erahnen.
    Neo Rauch
    Deutscher Maler der Gegenwart, der als Hauptvertreter der Neuen Leipziger Schule mit rätselhaft-narrativen Bildwelten, figürlicher Malerei und Anspielungen auf Geschichte, Ideologie und kollektives Gedächtnis internationale Bekanntheit erlangte.
    Johann Christian Reinhart
    Johann Christian Reinhart wurde am 1761 im oberfränkischen Hof geboren und entstammte einfachen Verhältnissen. Wie der Vater studierte er Theologie, doch die Begegnung mit Adam Friedrich Oeser änderte die Laufbahn des jungen Mannes schlagartig. Reinhart nahm bei dem Künstler Unterricht und zog zu ihm. Dort traf er den berühmten Altertumsforscher und Antikenliebhaber Johann Joachim Winckelmann, der ihn nachhaltig beeindruckte. 1783 ging er nach Dresden. Ob in der Gemäldegalerie oder auf Naturspaziergängen, das Skizzenbuch wurde auch in den folgenden Wanderjahren zu seinem treuen Begleiter. Trotz des Eintritts in die höfische Gesellschaft zog es den rastlosen Geist 1789 nach Rom. Als Künstler interessierte ihn das alltägliche Leben, ebenso die mediterrane Natur und Architektur mit all ihren Eigenheiten. Die Auftragslage in Rom bedingte es, dass sich Reinhart von der Malerei ab und der Druckgraphik zuwandte. Bis zu seinem Tode im Jahr 1847 blieb er als angesehene Persönlichkeit seiner italienischen Heimat treu.
    Joshua Reynolds
    Einer der berühmtesten englischen Maler des 18. Jahrhunderts und der führende Porträtkünstler seiner Zeit. Als erster Präsident der Royal Academy und gefragter Porträtist von Adel, Politik und Kultur prägte er nachhaltig das Kunstverständnis in Großbritannien.
    Ludwig Richter
    Ludwig Richter (1803–1884) zählt zu den bedeutendsten deutschen Illustratoren und Landschaftsmalern des 19. Jahrhunderts. Als Professor an der Kunstakademie Dresden prägte er die romantische Landschaftsmalerei und förderte junge Künstler mit einer feinfühligen, naturverbundenen Sichtweise. Nach einer Studienreise nach Italien schloss er sich dem Kreis der Romantiker an und fand Inspiration in der Natur und der zeitgenössischen Literatur. Seine Werke sind von einem idealisierten Blick auf Landschaften und Alltagszenen geprägt, die oft eine friedliche, heimatliche Atmosphäre vermitteln. Durch seine Lehrtätigkeit in Dresden hinterließ er eine bleibende Spur in der Kunstwelt und beeinflusste Generationen von Schülern. Richters Liebe zur Natur und seine kritische, präzise Beobachtungsgabe machen ihn bis heute zu einer faszinierenden Figur der deutschen Romantik.
    Ottilie Wilhelmine Roederstein
    Deutsch-schweizerische Malerin und eine der erfolgreichsten Porträtkünstlerinnen ihrer Zeit. Sie war international ausgestellt und prägte das Kunstleben in Frankfurt am Main um 1900 maßgeblich.
    Alexander Rothaug
    Österreichischer Maler und Illustrator, der vor allem für seine symbolistischen und historisierenden Darstellungen sowie für dekorative Buchillustrationen um 1900 bekannt ist.
    Karl Ruß
    Österreichischer Maler und Kupferstecher des Biedermeier, der neben Tierstücken und ländlichen Genreszenen auch allegorische und mythologisch-historische Darstellungen schuf, oft geprägt von klassizistischer Figurenauffassung. Sein Werk verbindet genaue Naturbeobachtung mit erzählerischen, moralisch oder mythologisch aufgeladenen Bildthemen
    Raffaello Sanzio da Urbino
    Einer der bedeutendsten Meister der Hochrenaissance, berühmt für die vollkommene Harmonie, Klarheit und Ausgewogenheit seiner Kompositionen. Sein Werk, geprägt von idealer Schönheit und humanistischem Geist, beeinflusste die europäische Kunst nachhaltig bis weit über seine Zeit hinaus.
    Paul Schroeter
    Paul Schroeter wurde 1866 in Kempen (Provinz Posen) geboren und ging zum Malereistudium 1885 nach Düsseldorf, wo er bei Eugen Dücker, Eduard von Gebhardt und Peter Janssen lernte. 1892 bis 1896 reiste er mehrfach nach Belgien, Flandern und Holland. Während der Wintermonate lebte er in München und debütierte mit großem Erfolg 1893 auf der Ausstellung des Münchner Künstlerhauses. Anschließend beteiligte er sich an einer Ausstellung der Hamburger Kunsthalle und der Münchner Sezession. In diese Zeit fällt auch die Hinwendung zur Holländischen Malerei des 17. Jahrhunderts und die Orientierung an Rembrandt, dem er in den vielen, teils schonungslosen Selbstbildnissen huldigt. 1901 folgte der Umzug nach Worpswede und 1908 schließlich nach Berlin, wo er sich intensiv der Porträtmalerei widmete. Die Folgejahre wurden von steten Geldsorgen begleitet und er konnte nicht an die früheren Erfolge anknüpfen. 1943 wurde sein gesamter Besitz durch einen Bombenangriff zerstört. 1946 verstarb der Maler in Linow.
    Norbert Schwontkowski
    Deutscher zeitgenössischer Maler, dessen scheinbar einfache, oft melancholische Bilder mit lakonischem Humor existenzielle Fragen, Alltäglichkeit und menschliche Befindlichkeit thematisieren.
    Hermann Seeger
    Hermann Seeger (1857–1945) war ein deutscher Maler, der vor allem für seine lichtdurchfluteten Sommerlandschaften, Genreszenen und Porträts bekannt ist. Seegers Werke fangen die heitere Stimmung der wilhelminischen Ära ein und zeigen die Freizeitkultur des Bürgertums. Als Schüler der Berliner Kunstakademie bei Paul Thurmann und Carl Gussow malte er idyllische Refugien, die an das Wohlstandsempfinden und den Frieden der Belle Époque erinnern.
    August Seidel
    August Seidel wurde am 5. Oktober 1820 in München geboren. Wie zuvor sein älterer Bruder Franz Seidel (1818–1903) entschied er sich für eine Laufbahn als Landschaftsmaler. Auf das Studium an der königlichen Akademie der Künste in München folgte die Ausbildung bei Carl Rottmann. Anschließend avancierte er zu einem äußerst gefragten Münchner Maler. 1845 reiste er mit Friedrich Voltz nach Italien und malte dort, und später noch unter diesem bleibenden Eindruck, eine Vielzahl italienischer Landschaften. Nach der Rückkehr in seine Heimatstadt verbesserte sich nochmals die Auftragslage und das Ansehen des Malers zu seinen Gunsten. 1863 hielt er sich in Paris auf. Im Verlauf seines weiteren Schaffens lässt sich eine deutliche Hinwendung zu impressionistischen Bildern barbizonischer Prägung beoachten. August Seidel verstarb am 2. September 1904 in München.
    Joseph Selleny
    Joseph Selleny war ein Weltenbummler. In Wien geboren und dort Schüler des weit gereisten Landschaftsmalers Thomas Ender, erkundete er bald nach dem Studium an der Akademie das eigene Land sowie den Norden Italiens. 1854 ermöglichte ihm ein Stipendium der Wiener Akademie die Studienreise über Rom bis nach Neapel. Doch war dieser Reise-Radius schon lange nicht mehr aussergewöhnlich, gehörte beinahe pflichtmäßig zur Karriere des bildenden Künstlers im 19. Jahrhundert. Erst durch die Bekanntschaft mit dem Erzherzog Ferdinand Maximilian und dessen Vermittlung zu der von Kommodore Bernhard von Wüllerstorf geleiteten "Novara-Expedition", tat Selleny einen weiten Schritt, der ihn weit über den europäischen Kontinent hinaustrug. Die Fregatte SMS Novara sollte die gesamte Welt umsegeln und dabei wissenschaftliche Untersuchungen anstellen und ein Bild entfernter Weltregionen erstellen. Maler und Zeichner dieses Bildes, sowohl zur Illustration der wissenschaftlichen Entdeckungen als auch zur Veranschaulichung der Reise für Volk und Kaiser, war Joseph Selleny. Mit über 2.000 während der knapp 28 Monate dauernden Expedition entstandenen Werken, vermittelte Selleny ein lebendiges Bild der Reise, deren Ergebnis breites Interesse generierte. Nicht zuletzt der Erfolg dieser Arbeit führte dazu, dass der erwähnte Erzherzog Ferdinand Maximilian, Sellenys Begleitung auf einer eigenen Nordafrika-Expedition und bis nach Brasilien wünschte.<br><br>Durch unendliches Naturstudium und die Eindrücke der unterschiedlichsten Landschaftsformen, wurde Selleny zu einem der beliebtesten Landschaftsmaler seiner Zeit und erhielt sogar Aufträge vom Kaiserhof. Auch als er sich zu Beginn der 1870er Jahre nach Südtirol zurückzog, malte er noch Landschaften nach der dortigen gebirgigen Natur. Eine Nervenkrankheit traf den kaum 50 Jahre alten Maler und zwang ihn während seiner letzten Lebensmonate in eine Heilanstalt in Wien. Dort verschied er im Alter von 51 Jahren.