Künstler

Entdecken Sie unsere Künstler von A bis Z

  • A
  • B
  • C
  • D
  • E
  • F
  • G
  • H
  • J
  • K
  • L
  • M
  • N
  • O
  • P
  • R
  • S
  • T
  • U
  • V
  • W
  • Z
  • P × N × S × E × B × V × W × O × R × Alle zurücksetzen

    Maria Maddalena Baldacci
    Italienische Malerin des Spätbarock/Rokoko, die vor allem für fein ausgeführte Porträts bekannt ist und im florentinischen Umfeld Anerkennung fand. Ihr Werk zeichnet sich durch elegante Auffassung, zarte Farbigkeit und eine intime, repräsentative Bildsprache aus.
    Albert Berg
    Geboren am 15. Juni 1825 Berlin, ab 1842 Jurastudium in Genf, nach einer Reise 1843 durch die Schweiz, Oberitalien und Südfrankreich verschreibt er sich ganz der Landschaftsmalerei, weitere Zeichenexkursionen nach Sizilien, Malta und Konstantinopel folgen, angeregt durch Alexander von Humboldts Reiseberichte über die Tropen reist er 1849/50 nach Südamerika, er veröffentlichte seine Reise-eindrücke, doch leider sind die vormals im Berliner Kupferstichkabinett aufbewahrten Arbeiten (57 Landschafts- und 96 Vegetations-Studien) von der Reise seit 1945 verschollen, auch wurde Friedrich Wilhelm IV. durch Humboldt auf ihn aufmerksam, 1853 Reise in offiziellem Auftrag nach Rhodos, 1860-62 offizieller Maler der preußischen Expedition unter Führung des Legationsrates Graf Friedrich zu Eulenburg nach Ostasien, ab 1878 Direktor des Provinzial-Museums in Breslau, verstorben am 20. August 1884 in Hallstadt/Salzkammergut.
    Eduard Bitterlich
    Österreichischer Maler und Bildhauer, dessen Werk der akademischen Historien- und Figurenkunst des 19. Jahrhunderts verpflichtet ist. Seine idealisierten, häufig antikisierenden Figuren zeigen eine enge Verbindung von malerischer Darstellung und plastischem Formdenken.
    Johann Joseph Endletsberger
    Mit dem Begriff des Kunstbillets wird vorallem der Name des Wiener Münzgraveurs Joseph Endletsberger, dessen Initialen viele der aufwendigsten Exemplare schmücken, in Verbindung gebracht. Geboren 1779 in St. Pölten in Niederösterreich, verdingte er sich anfangs als Graveur in Wien und Prag. Von ihm gingen vermutlich die ersten, anonymen Inserate für Kunstbillets aus. Bereits in dieser Zeit muss er erste Glückwunschbillets gestaltet haben. Ab 1820 gab sich „J. E.“ ausdrücklich als deren „Erfinder und Verfertiger“ zu erkennen. Dass er seine Kunstbillets signierte, zeigt nicht nur sein Selbstbewusstsein, sondern auch das seinerzeit hohe Ansehen dieser Kunstgattung, was sich auch in zahlreichen Fälschungen seiner Werke ausdrückte. Mit der Signatur reagierte er vermutlich nicht einzig auf Plagiate, sondern auch auf die Tatsache, dass mit den Initialen „J. R.“ für Joseph Riedl ein fast ebenbürtiger Konkurrent auf den Plan getreten war. Johann Joseph Endletsberger verstarb 1856 in Wien.
    Johann Christoph Erhard
    In den "Club 27", einer Liste von Rockmusikern, die nach exzessivem Lebenswandel jung verstarben, wird Johann Christoph Erhard wohl nie aufgenommen werden, obgleich er noch kurz vor seinem 27. Geburtstag verschied. Denn obwohl dem Künstler die Rockmusik natürlich völlig unbekannt war, hätte er aus heutiger Sicht diese Anerkennung verdient. Denn auch er durchlebte ein kurzes, von psychischer Aufruhr bewegtes Leben und hinterließ ein relenavtes Werk für die Nachwelt. Durch die kunstsinnige Familie gefördert, erhielt er Zeichenunterricht in der Werkstatt des Ambrosius Gabler, wo er Johann Adam Klein kennenlernte, der ihn als Freund fortan begleitete. Beide verband die Leidenschaft für ausgedehnte Studienausflüge und genaue Naturstudien. Trachtentragende Einheimische, häufig in Begleitung von Tieren, sowie die allgegenwärtigen Soldaten der Napoleonischen Kriege, sind stetig wiederkehrende Protagonisten. Italien zog Erhard immer wieder in seinen Bann, wo er die Nähe der deutschen Künstler in Rom suchte. Hier machte sich spätestens der melancholische Zustand seiner Psyche bemerkbar. Halluzinationen führten zu einem ersten Suizidversuch um Weihnachten 1820, dem weitere folgten. Im Januar 1822 verstarb er in Rom an den Verletzungen eines selbst zugefügten Pistolenschusses.
    Rolf Escher
    1936 in Hagen geboren, besuchte Rolf Escher die Kunstakademie Düsseldorf und gründete früh sein erstes Atelier. Die Eröffnung einer florierenden Radierwerkstatt 1968 in Essen-Stadtwald, machte ihn in der Folge zu einem Meister der Radierung. Die Vielzahl von nationalen und internationalen Auszeichnungen zeugen von seiner Anerkennung. Der Erfolg seiner Druck- und Zeichenkunst fand auch in etlichen Ausstellungen, beispielsweise in der Bibliothèque Royale Albert I. in Brüssel, dem Art Institute of Chicago und dem Museum Folkwang in Essen seinen Niederschlag. Bis ins Jahr 2000 gab der Künstler im Rahmen von Lehrtätigkeiten sein Wissen weiter, seither widmet er sich einzig der Kunstschöpfung. In Eschers Werken domnieren Orte und Gegenstände, die von menschlichem Einwirken berichten oder daran erinnern, jedoch zumeist ohne den Menschen physisch darszustellen. Die Räume und Requisiten erzählen selbst über die dortigen Geschehnisse und den Lauf der Geschichte.
    Christoph Nathe
    Geboren am 3. Januar 1753 in Nieder-Bielau (heute Bielawa Dolna) nördlich von Piensk im Kreis Görlitz, 1765-1775 Zeichenunterricht durch Johann Gottfried Schultz, ab 1774 Studium bei Adam Friedrich Oeser an der Leipziger Kunstakademie, 1776 Wechsel nach Dresden zu Johann Christian Klengel, in den nächsten Jahren entstehen hauptsächlich Landschaftszeichnungen und –aquarelle, Reise in die Schweiz 1783-1784, 1787 Stelle als Zeichenmeister am Görlitzer Gymnasium, 1798 Mitglied der Oberlausitzischen Gesellschaft der Wissenschaften, Nathe erbt von seiner verstorbenen Frau, was es ihm ermöglicht als freiberuflicher Künstler zu arbeiten, 1800 arbeitet Nathe im Riesengebirge und fertigt eine Folge von Ansichten für die Königin Louise von Preußen, 1801 vermehrt wissenschaftliche Experimente und „elektrische Gemälde“, 1803 Umzug nach Lauban, verstorben am 10. Dezember 1806 in Schadewalde.
    Carlo Naya
    Um die Mitte des 19. Jahrhunderts reisten immer mehr Touristen aus bürgerlichen Kreisen nach Italien. Fotografien konnten damals nur mit hohem zeitlichem Aufwand und einer teuren, unhandlichen Apparatur entstehen. Umso dankbarer griffen viele Touristen auf die Arbeiten der professionellen Fotografenateliers vor Ort zurück, um den Zuhausegebliebenen ein Souvenir aus der Ferne mitzubringen oder sie als Erinnerungsstücke zu sammeln. Berühmt gewordene Fotografen wie Carlo Naya, Giorgio Sommer oder die Gebrüder Alinari lichteten die bekanntesten Sehenswürdigkeiten ihrer Heimatstädte ab und begaben sich selbst auf Reisen, um die beliebtesten Ziele ihrer Kunden zu fotografieren und als Albuminabzug anzubieten. Auch antike Kunstschätze wurden fotografisch aufgenommen und den Reisenden angeboten. Die hochwertigen Fotografien der Skulpturen und Fresken leisteten weiterhin einen wichtigen Beitrag zur Dokumentation der Kunstschätze und der Zugänglichkeit für Wissenschaftler aus ganz Europa, die zuvor auf Nachzeichnungen oder Stiche angewiesen waren, wenn sie nicht das Original selbst betrachten konnten.
    Ernst Ferdinand Oehme
    Geboren am 23. April 1797 in Dresden, 1819 Studium an der Dresdener Kunstakademie als Landschaftsschüler bei Johan Christian Dahl, Reise in die Sächsische Schweiz mit Dahl im Oktober 1819, 1820 Schüler Caspar David Friedrichs, 1820 gemeinsame Studien in Tharandt und Reise nach Österreich mit dem befreundeten August Heinrich, 1821 zeigt Dom im Winter auf der Ausstellung der Dresdener Akademie, Bekanntschaft mit Johann Gottlob von Quandt und Carl Gustav Carus, 1822 Studienstipendium für Italien, besucht auf der Hinreise den kranken Freund August Heinrich in Innsbruck sechs Tage vor dessen Tod am 27. September und trifft Carl Wagner in Florenz, mit dem er Rom am 21. Oktober 1822 erreicht, zahlreiche Bekanntschaften in Rom, unter anderem mit Ludwig Richter, Carl Peschel und Julius Schnorr von Carolsfeld, am 14. Oktober 1825 zurück in Dresden, 1826 reist er im September mit Ludwig Richter ins Erzgebirge, am 6. Mai 1827 heiratet er Emma Auguste Wiedemann in Dresden, 1832 gemeinsame Diorama-Ausstellung mit Otto Wagner im Residenzschloss und am Altmarkt zu Dresden, 1833 Reise nach Oberbayern, 1836 Wanderung ins nördliche Böhmen, 1838 wohnt er mit Richter im selben Hause, im August 1839 Reise ins Muldetal und im September des gleichen Jahres mit Richter abermals ins Erzgebirge, 1841 zwei Wanderungen in Nordböhmen mit Richter und Peschel, 1842 Harzreise mit Richter und Peschel, Besuch in Ballenstedt bei Wilhelm von Kügelgen, wird Zeichenlehrer am Dresdener Blochmannschen Erziehungs-institut, 1846 wird er zum Königlich Sächsischen Hofmaler ernannt und erhält die Ehrenmitgliedschaft der Dresdener Kunstakademie, 1847-55 Hausgenosse Schnorr von Carolsfelds, 1849 Reise mit Peschel und Richter zur Oberlausitz über Nordböhmen, 1850 Reise nach Franken, 1852 reist er mit dem Sohn Erwin nach München, zweite Frankenreise im September 1853, Aufenthalt in Loschwitz im Sommer 1854, gestorben am 10. April 1855 in Dresden.
    Jakob Friedrich Peipers
    Der 1805 in Elbersfeld geborene Peipers musste bereits in jungen Jahren den Tod beider Eltern verkraften. 1821 verließ er die Heimat um bis 1825 an der privaten Architekturschule Friedrich Weinbrenners in Karlsruhe zu studieren. Kurz darauf folgte die praktische Ausbildung bei Franz Christian Gau in Paris. Bis 1829 verblieb er in Frankreich und reiste von dort aus mehrfach nach Italien, eine Destination die ihn auch im weiteren Leben immer wieder anziehen sollte. Ein Jahr später ließ er sich in Frankfurt als Architekt nieder. Von 1840 bis 1844 führte er die heute lediglich im Skulpturenschmuck erhaltene alte Börse am Paulsplatz in Frankfurt aus und wurde indessen in die Britische Architektenkammer (RIBA) aufgenommen. Angesichts der Tatsache, dass ein selbstständiges architektonisches Werk Peipers‘ heute nicht mehr greifbar ist, erscheinen die zahlreichen in Italien entstandenen Zeichnungen umso wertvoller, denn gleichwohl sie nicht die Architektur zum primären Inhalt haben, begriff sich Peipers stets als Architekt, der stolz mit "Peipers, Architekt" signierte. Anerkennung für sein Werk erhielt er durch den mehrfachen Vorsitz der Frankfurter Künstlergesellschaft. Er verstarb 1878 in seiner Wahlheimat Frankfurt am Main.
    Leo Primavesi
    Leo Primavesi wurde 1871 in Köln geboren. Darüber hinaus existieren nur wenige gesicherte biographische Angaben. Sicher verbrachte er viele Jahre in Italien, sein Name lässt die italienischen Wurzeln erahnen. Am Golf von Neapel und auf der Insel Capri schuf er Zeichnungen und Aquarellskizzen von Landschaften, Architekturen und vor allem Bildnisse von jungen Italienierinnen in der volkstümlichen Tracht. In seinen Zeichnungen, nicht zuletzt den Bildnissen nahestehender oder flüchtig bekannter Frauen, findet sich eine momenthafte, innige Schönheit. Während des 1. Weltkriegs wurde der Künstler von 1914 bis 1919 in ein Internierungslager auf der bretonischen Île Longue gebracht. Die Gefangenschaft hatte für Primavesi eine ambivalente Bedeutung, war er doch mit zahlreichen Intellektuellen und Künstlern gemeinsam eingesperrt. Zusammen arbeiteten diese an der Herausgabe einer Lagerzeitung und waren kulturell sowie künstlerisch tätig. Gleichwohl lässt seine Hinwendung zum Symbolismus die Sehnsucht nach Freiheit erahnen.
    Neo Rauch
    Deutscher Maler der Gegenwart, der als Hauptvertreter der Neuen Leipziger Schule mit rätselhaft-narrativen Bildwelten, figürlicher Malerei und Anspielungen auf Geschichte, Ideologie und kollektives Gedächtnis internationale Bekanntheit erlangte.
    Johann Christian Reinhart
    Johann Christian Reinhart wurde am 1761 im oberfränkischen Hof geboren und entstammte einfachen Verhältnissen. Wie der Vater studierte er Theologie, doch die Begegnung mit Adam Friedrich Oeser änderte die Laufbahn des jungen Mannes schlagartig. Reinhart nahm bei dem Künstler Unterricht und zog zu ihm. Dort traf er den berühmten Altertumsforscher und Antikenliebhaber Johann Joachim Winckelmann, der ihn nachhaltig beeindruckte. 1783 ging er nach Dresden. Ob in der Gemäldegalerie oder auf Naturspaziergängen, das Skizzenbuch wurde auch in den folgenden Wanderjahren zu seinem treuen Begleiter. Trotz des Eintritts in die höfische Gesellschaft zog es den rastlosen Geist 1789 nach Rom. Als Künstler interessierte ihn das alltägliche Leben, ebenso die mediterrane Natur und Architektur mit all ihren Eigenheiten. Die Auftragslage in Rom bedingte es, dass sich Reinhart von der Malerei ab und der Druckgraphik zuwandte. Bis zu seinem Tode im Jahr 1847 blieb er als angesehene Persönlichkeit seiner italienischen Heimat treu.
    Joshua Reynolds
    Einer der berühmtesten englischen Maler des 18. Jahrhunderts und der führende Porträtkünstler seiner Zeit. Als erster Präsident der Royal Academy und gefragter Porträtist von Adel, Politik und Kultur prägte er nachhaltig das Kunstverständnis in Großbritannien.
    Ludwig Richter
    Ludwig Richter (1803–1884) zählt zu den bedeutendsten deutschen Illustratoren und Landschaftsmalern des 19. Jahrhunderts. Als Professor an der Kunstakademie Dresden prägte er die romantische Landschaftsmalerei und förderte junge Künstler mit einer feinfühligen, naturverbundenen Sichtweise. Nach einer Studienreise nach Italien schloss er sich dem Kreis der Romantiker an und fand Inspiration in der Natur und der zeitgenössischen Literatur. Seine Werke sind von einem idealisierten Blick auf Landschaften und Alltagszenen geprägt, die oft eine friedliche, heimatliche Atmosphäre vermitteln. Durch seine Lehrtätigkeit in Dresden hinterließ er eine bleibende Spur in der Kunstwelt und beeinflusste Generationen von Schülern. Richters Liebe zur Natur und seine kritische, präzise Beobachtungsgabe machen ihn bis heute zu einer faszinierenden Figur der deutschen Romantik.
    Ottilie Wilhelmine Roederstein
    Deutsch-schweizerische Malerin und eine der erfolgreichsten Porträtkünstlerinnen ihrer Zeit. Sie war international ausgestellt und prägte das Kunstleben in Frankfurt am Main um 1900 maßgeblich.
    Alexander Rothaug
    Österreichischer Maler und Illustrator, der vor allem für seine symbolistischen und historisierenden Darstellungen sowie für dekorative Buchillustrationen um 1900 bekannt ist.
    Karl Ruß
    Österreichischer Maler und Kupferstecher des Biedermeier, der neben Tierstücken und ländlichen Genreszenen auch allegorische und mythologisch-historische Darstellungen schuf, oft geprägt von klassizistischer Figurenauffassung. Sein Werk verbindet genaue Naturbeobachtung mit erzählerischen, moralisch oder mythologisch aufgeladenen Bildthemen