Künstler

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  • Edmund Steppes
    Edmund Steppes wurde 1873 in Burghausen geboren und besuchte von 1893 bis 1895 die Münchner Akademie. Bald erlangte er Berühmtheit und stellte seine Werke im In- und Ausland aus. Als Landschaftsmaler wurde er für einen innovativen Stil aus impressionistischen Impulsen mit konservativen Tendenzen bekannt. Die Weltkriege prägten das Schaffen des Malers: 1914 vom Wehrdienst befreit, war er in den 1930er und 1940er Jahren auf der „Großen Deutschen Kunstausstellung“ vertreten. Er stellte zwar die politische Akzeptanz seiner Kunst unter Beweis, durch die Absenz ideologisch überhöhender Szenen und Figuren lässt sich in den Landschaften allerdings keine Instrumentalisierung für Propagandazwecke erkennen. 1945 wurden Atelier und ein Großteil seiner Werke zerbombt und Steppes siedelte nach Ulrichsberg. Nach Kriegsende wurde er als Mitläufer zu einer Geldstrafe verurteilt, jedoch von der Anklage befreit. 1948 zog er nach Tuttlingen und er erfuhr diverse Ehrungen, darunter das Bundesverdienstkreuz am Bande. Drei Jahre vor seinem Tod ging Steppes zurück nach Ulrichsberg und verstarb dort 1968.
    Moritz von Schwind
    Moritz von Schwind zählt zu den profiliertesten Zeichnern der deutschen Romantik. Ausgebildet an der Wiener Akademie und geprägt von seinem künstlerischen Umfeld – darunter Franz Schubert und Ludwig Richter – entwickelte er eine unverwechselbare Handschrift, die literarische Stoffe und bildnerische Erzählkunst in enger Verbindung zeigt. <p data-start="563" data-end="1125">Seine Zeichnungen sind nicht bloß illustrative Begleiter von Texten, sondern eigenständige Bildwelten, in denen Figuren, Räume und Gesten eine erzählerische Einheit bilden. Schwind interessierte sich besonders für historische, literarische und volkstümliche Themen – darunter der „Sängerkrieg“, die „Melusine“-Legende oder Szenen aus Goethes Werk. Mit feiner Linie, sensibler Komposition und einem ausgeprägten Sinn für Atmosphäre schuf er Blätter, die sowohl kompositorisch durchdacht als auch inhaltlich vielschichtig sind.</p> <p data-start="1127" data-end="1562">In der zeichnerischen Umsetzung vereint er Klarheit und Detailfreude, wobei Bleistift und Feder seine bevorzugten Mittel sind. Seine Werke laden ein zum genauen Hinschauen – sie sind keine flüchtigen Skizzen, sondern visuelle Erzählungen, die zwischen Bild und Poesie vermitteln. Die vorliegende Sammlung dokumentiert Schwinds bemerkenswerte Fähigkeit, komplexe Inhalte grafisch zu verdichten und zugleich lebendig erfahrbar zu machen.</p>
    August von Bayer
    Der 1803 in Rorschach bei St. Gallen geborene August von Bayer war Schüler des berühmten Karlsruher Stadtplaners Friedrich Weinbrenner. Diesem einflussreichen Baumeister des Klassizismus folgte er nach seinem Architekturstudium in Zürich nach Karlsruhe. Doch war es nie das Handwerk des Architekten, dem August von Bayers Aufmerksamkeit galt, sondern das genaue Beobachten und Aufnehmen der Architektur. Nicht zuletzt bei der Tätigkeit als erster Konservator der Kunstdenkmale im Großherzogtum Baden und bei der Inventarisierung der badischen Bauwerke zeigte sich diese Neigung. Von 1828 bis 1839 war der Künstler in München als Architekturmaler tätig, wurde später gar als Hofmaler geführt. In seinen Bildern spiegelt sich die lebenslange Passion für konservatorische Aufgaben wider. Von Bayers Motive sind stimmungsvolle Architekturbilder, bei denen er besonders die Lichteffekte betonte. Das Verständnis für die Baukunde, das Tragen und Lasten, macht seine Bilder zu authentischen Abbildern der gebauten Wirklichkeit und lässt selbst seine erfundenen Architekturen real und standsicher wirken.