Druckgraphik

nach Louis Hersent, Die Kinder des Herzogs von Berry

Hyacinthe-Louis-Victor-Jean-Baptiste Aubry-Lecomte

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Art.-Nr.: HyAub/D 1

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Rahmen, handgefertigt, 49 x 62 cm
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Louise Marie Thérèse steht auf einem kleinen Stuhl und hält die Hand ihres Bruders Henri... mehr
nach Louis Hersent, Die Kinder des Herzogs von Berry
  • Technik: Lithographie auf aufgewalztem Chinapapier
  • unten bezeichnet, signiert und datiert: "'Hersent pinx. - Bonnemaison direxit - Aubry-Lecomte delineavit 1822" unten bezeichnet: "S. A. R. Mgr le Duc de Bordeaux - S. A. R. Mademoiselle - Imp. lith. de Villain"
  • Zustand: Sehr guter Zustand.
  • Größe: 32,8 x 26,7 cm (Darstellung)
  • Weitere Größen: Papier: 43,1 x 31,7 cm
  • Jahr: 1822

Louise Marie Thérèse steht auf einem kleinen Stuhl und hält die Hand ihres Bruders Henri d'Artois, Herzog von Bordeaux. Das Bild erhält seine politische Bedeutung als Herrscherbild durch die Abwesenheit des eigentlichen Regenten. Der Vater der beiden Kinder, Charles-Ferdinand d'Artois, Herzog von Berry, wurde sieben Monate vor der Geburt Henris von Pierre Louis Louvel, einem Sattler in den königlichen Ställen, am 13. Februar 1820 vor der Pariser Oper ermordet. Louvel wollte mit diesem Mordanschlag die Herrschaft der Bourbonen in Frankreich beenden, erschuf aber einen Märtyrer, der nun als Symbol für die Restauration in Frankreich fungierte. Der posthum geborene Nachfolger Henri d'Artois, das enfant du miracle, wurde nach der in Folge der Julirevolution erfolgten Abdankung Karls X. zu dessen Nachfolger, ohne allerdings in Frankreich bleiben zu können. Nach dem Tode Karls X. wurde Henri von den Bourbonen-Treuen wieder als rechtmäßiger König Frankreichs ausgerufen und sowohl nach 1848 als auch nach 1870 sollte er als Heinrich V. wieder den Thron besteigen, was allerdings scheiterte. Die hier gezeigte, graphisch meisterhaft ausgeführte Darstellung es Infanten ist daher besonders interessant, weil sie das Fortbestehen der Herrschaft nach der Ermordung des Herzogs von Berry zelebriert. Der Vergleich mit dem Christuskind im Stall drängt sich auf und der fixierende Blick präfiguriert einen einzulösenden Herrschaftsanspruch.
Der Maler Louise Hersent (1777 Paris – 1860 ebd.) studierte bei Jean-Baptiste Regnault und wurde ein gefeierter Portrait- und Historienmaler. Er war Mitglied des Institut de France und folgte dem Ruf zum Professor an der École des Beaux-Arts.

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