Ölgemälde

Selbstbildnis eines Malers im Atelier

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Art.-Nr.: Unb/Oe 1

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Seit dem späten Mittelalter und der beginnenden Renaissance machte sich in der europäischen... mehr
Selbstbildnis eines Malers im Atelier
  • Technik: Öl auf Kupfer
  • Zustand: In den Randbereichen mit deutlichen Schwundrissen und feinem Craquelée. Die Farbigkeit ist frisch erhalten.
  • Größe: 18,2 x 13 cm (Darstellung)
  • 26 x 21 cm (Rahmengröße)
  • Epoche: Klassizismus

Seit dem späten Mittelalter und der beginnenden Renaissance machte sich in der europäischen Kunst ein Wandel des Künstlerverständnisses bemerkbar. Aus der noch im Mittelalter herrschenden Anonymität des Künstlers, der in der überwiegend religiösen Kunst kaum Anlass oder Berechtigung hatte, sich über sein Werk oder gar die gezeigten biblischen Szenen emporzuheben, entwickelte sich eine eigene Identität des Künstlers. Werke wurden signiert und Künstler waren stärker als zuvor über ihre Namen mit ihrem Talent verknüpft.
Durch die Verknüpfung eines Werkes mit einem begehrten Künstler wuchs auch das Interesse an dessen Biographie und infolgedessen am Bildnis des Meisters. So galten die frühen autonomen Künstlerselbstbildnisse, die seit dem 15. Jahrhundert entstanden, als Zeichen des Andenkens und des Ruhmes der Künstler und waren schon bald auch bei Sammlern begehrt. 1582 lobte Kardinal Paleotti das Sammeln von Künstlerbildnissen sogar in gleichem Maße wie das Sammeln von Porträts von Päpsten oder Fürsten. Es galt, das Ingenium, das den Werken des Künstlers innewohnte, auch im Porträt des Schaffenden zu verehren.1
Das hier gezeigte Selbstbildnis stellt einen jungen Künstler in seinem Atelier dar. Wie seit dem 17. Jahrhundert üblich, zeigt der Maler sich mit Pinseln und Palette vor der Leinwand sitzend, als blicke er nur kurz von seiner Arbeit auf. Die Kleidung in elegantem Schwarz mit kostbar anmutendem Kragen erinnert hingegen nur entfernt an einen tatsächlichen Malkittel. Sie dient vielmehr der repräsentativen Darstellung des Künstlers, der so auch auf seine Stellung aufmerksam macht. Die Malwerkzeuge, ebenso wie die Kunstwerke im ausschnitthaft dargestellten Atelier, sind hier als Attribute seiner Profession zu verstehen und ordnen sich der würdevollen Erscheinung des Malers unter.

 

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1 Ausst.-Kat. Braunschweig 1980, S. 8-11.

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