Druckgraphik

Vor der Porta S. Giovanni in Rom

Jakob Wilhelm Mechau

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Art.-Nr.: JaMec/D 2

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Im Auftrag von Papst Clemens XIII. 1733 errichtete Brunnenarchitektur an der antiken... mehr
Vor der Porta S. Giovanni in Rom
  • Technik: Radierung auf Papier
  • in der Platte signiert, datiert und bezeichnet: "J. Mechau fece Roma 1793" und bezeichnet: "Avanzi dell'aqua Marzia, Claudia e dell'Aniene vecchio fuori di Porta St. Giovanni"
  • Zustand: Guter Zustand. Entlang der Kanten schwach verschmutzt. Die Blattecken sind geringfügig bestoßen. In den Kanten befinden sich einzelne restaurierte Randeinrisse. Die Darstellung macht einen sehr guten Eindruck.
  • Werksverzeichnis: Nagler 8, Nr. 1, Fichter Nr. 26
  • Serie: Mahlerisch radirte Prospecte von Italien, von Johann Christian Reinhart, Jakob Wilhelm Mechau und Albert Christoph Dies
  • Größe: 24,9 x 35,7 cm (Darstellung)
  • Weitere Größen: 39 x 49,1 cm (Papier). 27,5 x 37,3 cm (Plattenmaß)
  • Epoche: Klassizismus
  • Jahr: 1793
Im Auftrag von Papst Clemens XIII. 1733 errichtete Brunnenarchitektur an der antiken Wasserleitung Aqua Claudia, die, vom Horizont her durch die Campagna kommend, hier auf die Stadtmauer Roms trifft.

Zu Serie "Mahlerisch radirte Prospecte von Italien"

Diese Radierung ist im Rahmen der Serie "Mahlerisch radirte Prospecte von Italien" entstanden, die durch den Nürnberger Verleger Johann Friedrich Fraunholz und den Künstler Johann Christian Reinhart (1761-1847) initiiert wurde. Mit dem Ansatz, eine Serie "[...] von den schönsten römischen Prospecten und Ruinen[...]" (Schmid 1998, S.161) als Sammlung herauszugeben, beauftragte Fraunholz neben Reinhart auch Albert Christoph Dies (1755-1822) und Jakob Wilhelm Mechau (1745-1808). Die drei Künstler hatten nur geringe Erfahrung in der Herstellung von Druckgraphiken und wurden als Maler vor allem ihrer Fähigkeit wegen ausgesucht, Landschaften und Architekturen feinfühlend und eben "mahlerisch" abzubilden. Von Beginn an war das Ziel der Serie die kunstvolle Darstellung der italienischen Landschaft, abseits der bis dato vorherrschenden Veduten und Ansichten der berühmtesten Sehenswürdigkeiten und touristischen Ziele. Im Vordergrund sollte die Landschaft Italiens stehen, Orte bewundernswerter Naturschauspiele sowie Ruinen, die den Künstlern bekannt, jedoch noch nicht zum Anziehungspunkt aller Italienreisender geworden waren. Besonders den Kunstsammlern in Deutschland sollte somit eine neue Seite des Sehnsuchtslandes aufgezeigt werden. So wurden die Darstellungen schließlich auch in italienischer Sprache betitelt, nicht nur da viele der Örtlichkeiten schlicht nicht zu übersetzen wären, sondern auch um ihnen den gewissen Klang der Exotik nicht zu nehmen.

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