Die russische Feldschmiede
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Art.-Nr. 17173
Über dieses Werk
»Die russische Feldschmiede« ist ein Werk von Johann Christoph Erhard aus dem Jahr 1815, ausgeführt als Radierung auf Papier und misst 13,9 x 18,3 cm (Darstellung).
Keine Beschreibung hinterlegt.
Werkangaben
Werkbeschreibung und Zuschreibung: H. W. Fichter Kunsthandel, Frankfurt am Main
Maße
- Werk
- 13,9 x 18,3 cm (Darstellung)
- Angabe
- Weitere Größen: 22,8 x 30,9 cm (Papier). 15,5 x 19,9 cm (Plattenmaß)
Weitere Angaben
- Literatur
- Apell, Aloys: Handbuch für Kupferstichsammler oder Lexicon der vorzüglichsten Kupferstecher des XIX. Jahrhunderts.; Leipzig 1880. Werkverzeichnis Nr.: 101 II/II.
- Werkverzeichnis
- , 101 II/II
Zustand
Guter Zustand. Insbesondere auf dem Blattrand schwach verschmutzt und fleckig. Entlang der Kanten stellenweise leicht bestoßen. Die Ecken teils geknickt.
Johann Christoph Erhard
In den "Club 27", einer Liste von Rockmusikern, die nach exzessivem Lebenswandel jung verstarben, wird Johann Christoph Erhard wohl nie aufgenommen werden, obgleich er noch kurz vor seinem 27. Geburtstag verschied. Denn obwohl dem Künstler die Rockmusik natürlich völlig unbekannt war, hätte er aus heutiger Sicht diese Anerkennung verdient. Denn auch er durchlebte ein kurzes, von psychischer Aufruhr bewegtes Leben und hinterließ ein relenavtes Werk für die Nachwelt. Durch die kunstsinnige Familie gefördert, erhielt er Zeichenunterricht in der Werkstatt des Ambrosius Gabler, wo er Johann Adam Klein kennenlernte, der ihn als Freund fortan begleitete. Beide verband die Leidenschaft für ausgedehnte Studienausflüge und genaue Naturstudien. Trachtentragende Einheimische, häufig in Begleitung von Tieren, sowie die allgegenwärtigen Soldaten der Napoleonischen Kriege, sind stetig wiederkehrende Protagonisten. Italien zog Erhard immer wieder in seinen Bann, wo er die Nähe der deutschen Künstler in Rom suchte. Hier machte sich spätestens der melancholische Zustand seiner Psyche bemerkbar. Halluzinationen führten zu einem ersten Suizidversuch um Weihnachten 1820, dem weitere folgten. Im Januar 1822 verstarb er in Rom an den Verletzungen eines selbst zugefügten Pistolenschusses.
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