Skulptur

Cestius-Pyramide in Rom

Dieter Cöllen

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Art.-Nr.: DiCoel/S 1

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Das Grabmal des Prätors und hochrangigen Priesters Caius Cestius (+ vor 12 v. Chr.) an der Via... mehr
Cestius-Pyramide in Rom
  • Technik: Korkmodell, Maßstab 1:200
  • auf der Unterseite signiert, bezeichnet und datiert
  • Zustand: Sehr guter Zustand, in originaler Holzkiste
  • Größe: 18,5 x 27 x 27 cm (Darstellung)
  • Jahr: 2017

Das Grabmal des Prätors und hochrangigen Priesters Caius Cestius (+ vor 12 v. Chr.) an der Via Ostiense von Rom nach Ostia ruft beim Betrachter Verwunderung hervor. Den ägyptischen Pyramiden auf der Hochebene von Gizeh gleichend, erhebt sich ein monumentales Bauwerk neben der römischen Ausfallstraße. 36,4 m hoch und mit einer Seitenlänge von etwa 29,5 m wirkt sie leicht überhöht und lässt dennoch die Vorbilder am Nil deutlich erkennen. In der frühen ersten Hälfte des 1. Jahrhunderts errichtet, lässt sie sich als eines der frühesten Beispiele eines historisch inspirierten Bauens - um nicht den viel später geprägten Begriff des Historismus zu verwenden  verstehen, rekurriert sie doch eindeutig auf die ägyptischen Altertümer, die schon zu diesem Zeitpunkt über 2500 Jahre alt gewesen sind. Zwar nicht das einzige römische Grabmal dieser Art, jedoch das einzig erhaltene, verbildlicht die Ces
tius-Pyramide eine von Ägypten ausgehende Orientbegeisterung, die in Rom seit der Eroberung des Nillandes durch Kaiser Augustus zu verzeichnen war. Als Mitglied der Septemviri epulonum, gehörte Caius Cestius zu den einflussreichsten Priestern Roms. Offenbar beeindruckt von der altägyptischen Bestattungs- und Erinnerungskultur der ebenfalls mit göttlichen Weihen gesegneten Pharaonen, ließ er sich ein Grabdenkmal nach Vorbild der Cheops-Pyramide errichten. Die Cestius-Pyramide stellt demnach ein anschauliches Beispiel für die Tradition und Übernahme einer architektonischen Form dar, die im verkleinerten Korkmodell, wiederum etwa 1750 Jahre nach dem "gedanklichen Transport" von der Hochebene von Gizeh an die Ausfallstraße von Rom, abermals, in wieder verkleinertem Maßstabe, kopiert wurde.

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