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Druckgraphik

Die obere Kaskade in Tivoli

Albert Christoph Dies

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Art.-Nr.: AlDies/D 2

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Rahmen, handgefertigt, 39 x 49
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Blick auf die obere Fallstufe der Großen Kaskade unterhalb Tivolis. Das Motiv tritt in der... mehr
Die obere Kaskade in Tivoli
  • Technik: Radierung auf Papier
  • in der Platte signiert, datiert und bezeichnet: "A. C. Dies incise Roma 1796" und bezeichnet: "Cascatella Superiore a Tivoli"
  • Zustand: Sehr guter Zustand. Auf dem Rand schwach verfärbt und berieben. Mittig etwas wellig. Die Blattecken sind geringfügig bestoßen.
  • Werksverzeichnis: Andresen III, Nr. 28, Fichter Nr. 69
  • Serie: Mahlerisch radirte Prospecte von Italien, von Johann Christian Reinhart, Jakob Wilhelm Mechau und Albert Christoph Dies
  • Größe: 24,3 x 37,4 cm (Darstellung)
  • Weitere Größen: 39,2 x 49,3 cm (Papier). 28 x 37,4 cm (Plattenmaß)
  • Epoche: Klassizismus
  • Jahr: 1796

Blick auf die obere Fallstufe der Großen Kaskade unterhalb Tivolis. Das Motiv tritt in der bildenden Kunst schon im 17. Jahrhundert (u. a. bei Gaspard Dughet) auf, meist in einer panoramaartig weiten Landschaft. Bei Dies, Mechau und Reinhart fällt eine Neigung zum Ausschnitt auf.

 

Zu Serie "Mahlerisch radirte Prospecte von Italien"

 

Diese Radierung ist im Rahmen der Serie "Mahlerisch radirte Prospecte von Italien" entstanden, die durch den Nürnberger Verleger Johann Friedrich Fraunholz und den Künstler Johann Christian Reinhart (1761-1847) initiiert wurde. Mit dem Ansatz, eine Serie "[...] von den schönsten römischen Prospecten und Ruinen[...]" (Schmid 1998, S.161) als Sammlung herauszugeben, beauftragte Fraunholz neben Reinhart auch Albert Christoph Dies (1755-1822) und Jakob Wilhelm Mechau (1745-1808). Die drei Künstler hatten nur geringe Erfahrung in der Herstellung von Druckgraphiken und wurden als Maler vor allem ihrer Fähigkeit wegen ausgesucht, Landschaften und Architekturen feinfühlend und eben "mahlerisch" abzubilden. Von Beginn an war das Ziel der Serie die kunstvolle Darstellung der italienischen Landschaft, abseits der bis dato vorherrschenden Veduten und Ansichten der berühmtesten Sehenswürdigkeiten und touristischen Ziele. Im Vordergrund sollte die Landschaft Italiens stehen, Orte bewundernswerter Naturschauspiele sowie Ruinen, die den Künstlern bekannt, jedoch noch nicht zum Anziehungspunkt aller Italienreisender geworden waren. Besonders den Kunstsammlern in Deutschland sollte somit eine neue Seite des Sehnsuchtslandes aufgezeigt werden. So wurden die Darstellungen schließlich auch in italienischer Sprache betitelt, nicht nur da viele der Örtlichkeiten schlicht nicht zu übersetzen wären, sondern auch um ihnen den gewissen Klang der Exotik nicht zu nehmen.

 

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