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Das Kunstwerk zeigt eine ländliche Szene mit einem Kind und einer Ziege, die auf einem schmalen Pfad entlang eines Flusses gehen. Im Vordergrund steht ein großer Baum mit üppigem Laubwerk, das die rechte Bildseite dominiert. Das Kind, in einfacher Kleidung, hält einen Stock in der Hand und geht neben der Ziege her, die an einem Zaun geschnallt ist. Im Hintergrund erhebt sich eine steile Felswand, die dem Bild eine natürliche Rahmung gibt. Die Komposition ist sorgfältig ausgewogen, mit einem klaren Fokus auf den zentralen Figuren. Die Lichtverhältnisse sind gleichmäßig, und die gesamte Szene ist in feinen Linien detailliert ausgearbeitet, was dem Bild eine ruhige, idyllische Atmosphäre verleiht.

Werkangaben

Werkbeschreibung und Zuschreibung: , Frankfurt am Main

Technik
Radierung
Ausführung
Radierung auf Papier
Jahr
1815
Epoche
Romantik
Darstellung
Landschaft
Land
Deutschland
Signatur
Rechts unten in der Druckplatte signiert und datiert: "J.C. Erhard inv. et fec. 1815"
Werkverzeichnis
Apell 77, III/III
Serie
"Die Landschaften im Geschmack des Molitor". Folge von vier Blatt.

Maße

Werk
12,9 x 16,3 cm (Darstellung)
Angabe
Weitere Größen: 14,8 x 17,8 cm (Papier)

Weitere Angaben

Literatur
Apell, Aloys: Handbuch für Kupferstichsammler oder Lexicon der vorzüglichsten Kupferstecher des XIX. Jahrhunderts.; Leipzig 1880. Werkverzeichnis Nr.: 77, III/III.
Werkverzeichnis
, 77, III/III
Quelle
Die Landschaften im Geschmack des Molitor. Folge von vier Blatt | Graphikfolge, Landschaft

Zustand

Guter Zustand. Entlang der Kanten sind vereinzelte, minimale Beschädigungen festzustellen. Die Darstellung macht einen tadellosen Eindruck. Auf die Plattenkante beschnitten.

Johann Christoph Erhard

1795 – 1822·Deutschland·19. Jahrhundert
In den "Club 27", einer Liste von Rockmusikern, die nach exzessivem Lebenswandel jung verstarben, wird Johann Christoph Erhard wohl nie aufgenommen werden, obgleich er noch kurz vor seinem 27. Geburtstag verschied. Denn obwohl dem Künstler die Rockmusik natürlich völlig unbekannt war, hätte er aus heutiger Sicht diese Anerkennung verdient. Denn auch er durchlebte ein kurzes, von psychischer Aufruhr bewegtes Leben und hinterließ ein relenavtes Werk für die Nachwelt. Durch die kunstsinnige Familie gefördert, erhielt er Zeichenunterricht in der Werkstatt des Ambrosius Gabler, wo er Johann Adam Klein kennenlernte, der ihn als Freund fortan begleitete. Beide verband die Leidenschaft für ausgedehnte Studienausflüge und genaue Naturstudien. Trachtentragende Einheimische, häufig in Begleitung von Tieren, sowie die allgegenwärtigen Soldaten der Napoleonischen Kriege, sind stetig wiederkehrende Protagonisten. Italien zog Erhard immer wieder in seinen Bann, wo er die Nähe der deutschen Künstler in Rom suchte. Hier machte sich spätestens der melancholische Zustand seiner Psyche bemerkbar. Halluzinationen führten zu einem ersten Suizidversuch um Weihnachten 1820, dem weitere folgten. Im Januar 1822 verstarb er in Rom an den Verletzungen eines selbst zugefügten Pistolenschusses.
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