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Die Zeichnung zeigt eine weitläufige Berglandschaft mit einem einzelnen Wanderer im Vordergrund, der einen schmalen Pfad entlanggeht. Der Wanderer ist mit einem Hut und einem Gehstock ausgestattet, was auf eine Reise oder Erkundung hindeutet. Der Pfad verläuft entlang eines felsigen Abhangs, der mit Gräsern und kleinen Pflanzen bewachsen ist. Im Hintergrund erhebt sich eine imposante Bergkette, detailliert mit feinen Linien gezeichnet, die die Struktur und die Schatten der Gebirgszüge betonen. Ein stiller See liegt in der Tiefe des Tals und reflektiert die umliegenden Berge. Die Komposition betont die Erhabenheit und Ruhe der Natur, mit einer klaren räumlichen Tiefe und einer harmonischen Balance zwischen Vorder- und Hintergrund.

Werkangaben

Werkbeschreibung und Zuschreibung: , Frankfurt am Main

Technik
Radierung
Ausführung
Radierung auf Papier
Jahr
um 1815
Epoche
Romantik
Darstellung
Landschaft
Land
Deutschland
Werkverzeichnis
Apell 18
Serie
Ansichten aus Ober-Oestreich, Salzburg und Tyrol, Blatt 1 von 8

Maße

Werk
18,2 x 26,9 cm (Darstellung)
Angabe
Weitere Größen: 24 x 34,6 cm (Papier). 20,1 x 28,6 cm (Plattenmaß)

Weitere Angaben

Literatur
Apell, Aloys: Handbuch für Kupferstichsammler oder Lexicon der vorzüglichsten Kupferstecher des XIX. Jahrhunderts.; Leipzig 1880. Werkverzeichnis Nr.: 18.
Werkverzeichnis
, 18
Quelle
Ansichten aus Ober-Oestreich, Salzburg und Tyrol , Nr. Blatt 1 von 8 | Graphikfolge, Landschaft

Zustand

Sehr guter Zustand. Die Blattkanten sind unbeschnitten sowie stellenweise schwach verschmutzt und bestoßen.

Johann Christoph Erhard

1795 – 1822·Deutschland·19. Jahrhundert
In den "Club 27", einer Liste von Rockmusikern, die nach exzessivem Lebenswandel jung verstarben, wird Johann Christoph Erhard wohl nie aufgenommen werden, obgleich er noch kurz vor seinem 27. Geburtstag verschied. Denn obwohl dem Künstler die Rockmusik natürlich völlig unbekannt war, hätte er aus heutiger Sicht diese Anerkennung verdient. Denn auch er durchlebte ein kurzes, von psychischer Aufruhr bewegtes Leben und hinterließ ein relenavtes Werk für die Nachwelt. Durch die kunstsinnige Familie gefördert, erhielt er Zeichenunterricht in der Werkstatt des Ambrosius Gabler, wo er Johann Adam Klein kennenlernte, der ihn als Freund fortan begleitete. Beide verband die Leidenschaft für ausgedehnte Studienausflüge und genaue Naturstudien. Trachtentragende Einheimische, häufig in Begleitung von Tieren, sowie die allgegenwärtigen Soldaten der Napoleonischen Kriege, sind stetig wiederkehrende Protagonisten. Italien zog Erhard immer wieder in seinen Bann, wo er die Nähe der deutschen Künstler in Rom suchte. Hier machte sich spätestens der melancholische Zustand seiner Psyche bemerkbar. Halluzinationen führten zu einem ersten Suizidversuch um Weihnachten 1820, dem weitere folgten. Im Januar 1822 verstarb er in Rom an den Verletzungen eines selbst zugefügten Pistolenschusses.
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