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Paul Graeb, einziger Sohn und Schüler seines berühmten Vaters, des Malers Carl Graeb, unternahm während seines Künstlerlebens einige Reisen, darunter auch ins südliche Europa. Von einer solchen Reise, vielleicht aus einem italienischen Kloster mag unsere Szene aus dem Klostergarten rühren. Dort, im von den dunklen Bögen der Arkaden des Kreuzganges gesäumten Garten, schöpft ein Mönch in weißer Ordenstracht Wasser aus einem Brunnen. Gewissenhaft beschreibt der Künstler jedes Detail: die Kannen am Brunnen, die Kürbisse und den umgefallenen Korb, dessen Inhalt sich über die unterste Stufe verstreut hat, die verschiedenen Pflanzenarten, die architektonischen Charakteristika des Gebäudes und auch das bröckelige Ziegelgebilde des großen Schornsteins auf dem Dach. Graebs Schilderung des mediterranen Ortes wirkt dabei, vielleicht auch gerade wegen dieser besonderen Sorgfalt, die er in die Einzelheiten legt, weniger sentimental als nahezu sachlich.1

 

 

 


1??Wirth 1990.

Werkangaben

Werkbeschreibung und Zuschreibung: , Frankfurt am Main

Künstler
Paul Graeb
Technik
Gouache
Ausführung
Gouache auf Pappe
Darstellung
Religion
Signatur
Rechts unten signiert: "Paul Graeb Berlin"
Provenienz
Auktion Gerd Rosen Nr. 38 (1962), Los Nr. 667 (45 DM)

Maße

Werk
17,6 x 15,1 cm (Darstellung)

Zustand

Tadelloser Zustand. Die leuchtende Farbigkeit ist frisch erhalten. Entlang der Kanten einzelne Strichproben und Einstiche.

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