Porträt der Malerin Angelika Kauffmann (1741-1807)
»Porträt der Malerin Angelika Kauffmann (1741-1807)« ist ein Werk von Mira Vigneron, ausgeführt als Lithographie auf aufgewalztem Chinapapier und misst 28,5 x 24,8 cm (Darstellung).
Wer interessiert sich nicht für den Kopf, der hinter einer geistigen Schöpfung steht? Man möchte den Augen begegnen, mit denen der Künstler die Welt betrachtet und seine Erfahrungen in Malerei übersetzt hat. Die Frau im vorliegenden Bild is… weiterlesen ›
Wer interessiert sich nicht für den Kopf, der hinter einer geistigen Schöpfung steht? Man möchte den Augen begegnen, mit denen der Künstler die Welt betrachtet und seine Erfahrungen in Malerei übersetzt hat. Die Frau im vorliegenden Bild ist gleichzeitig eine Frau, die selbst Bilder schuf: Angelika Kauffmann. Eine Frau die durchsetzungsfähig, erfolgreich war und eine beispiellose Karriere durchlebt hat. In Rom und London lebte sie und war eine von zwei weiblichen Gründungsmitgliedern der "Royal Academy of Arts". 1763 kam sie nach Rom, wo sie Aufnahme in den Kreis um Johann Joachim Winckelmann und Anton Raphael Mengs fand und besonders die italienischen Meister des 16. Jahrhunderts studierte. Selbstbildnisse waren für sie Zeit ihres Lebens immer auch Medium der forschenden Selbstreflexion. Etwa wenn es galt schwere Entscheidungen zu treffen wie jene biographisch bedeutsame zwischen den "Musen" der Musik und der Malerei, was sie in dem allegorischen Gemälde "Angelika Kauffmann zwischen Malerei und Musik" (1792) verarbeitete. Unsere Lithographie ähnelt Kauffmanns "Selbstbildnis als die Muse der Malerei", 1787 in Rom gemalt. Mit diesem Selbstbildnis war es ihr gelungen, in der Galerie in den Uffizien in Florenz aufgenommen zu werden. Unter den über tausend Werken in dem gewöhnlich verschlossenen Vasari-Korridor finden sich weniger als einhundert von Malerinnen. In der Kostümdarstellung griff die Künstlerin auf die römischen Vorbilder zurück, die sie mehrfach studiert und umgesetzt hatte. Die Gestalt - dem Betrachter zugewandt - strahlt Ruhe aus. Ihr Blick ist sinnend und entzieht sich einem direkten Blickwechsel. Als Pionierin und Identifikationsfigur für nachfolgende Generationen von Künstlerinnen wirkte Angelika Kauffmann weit über ihre Epoche hinaus. |tw
Werkangaben
Werkbeschreibung und Zuschreibung: H. W. Fichter Kunsthandel, Frankfurt am Main
- Künstler
- Mira Vigneron
- Technik
- Lithographie
- Ausführung
- Lithographie auf aufgewalztem Chinapapier
- Epoche
- Romantik
- Darstellung
- Künstler
- Signatur
- unten rechts im Stein signiert: "Vigneron", unten bezeichnet: "Angelica Kaufmann | Impr.lith. de Chabert, rue Cassette, No. 20."
Maße
- Werk
- 28,5 x 24,8 cm (Darstellung)
- Angabe
- Weitere Größen: Papier: 49 x 32 cm
Zustand
Sehr guter Zustand. Vereinzelt sind blasse Stockflecken erkennbar.
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