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Werkangaben

Werkbeschreibung und Zuschreibung: , Frankfurt am Main

Technik
Radierung
Ausführung
Radierung auf Papier
Jahr
1819
Epoche
Romantik
Darstellung
Architektur
Land
Deutschland
Signatur
Unten links in der Druckplatte signiert und datiert: "JC Erhard fec 1819"
Werkverzeichnis
Apell 76 II/II

Maße

Werk
15,4 x 12,8 cm (Darstellung)
Angabe
Weitere Größen: 17,9 x 14,9 cm (Papier). 16 x 13,3 cm (Plattenmaß)

Weitere Angaben

Literatur
Apell, Aloys: Handbuch für Kupferstichsammler oder Lexicon der vorzüglichsten Kupferstecher des XIX. Jahrhunderts.; Leipzig 1880. Werkverzeichnis Nr.: 76 II/II.
Werkverzeichnis
, 76 II/II

Zustand

Guter Zustand. Auf dem gesamten Blatt sind Stockflecken sichtbar. Rechts mittig und unten schwach geknickt. Minimales Loch auf dem Blattrand oben links.

Johann Christoph Erhard

1795 – 1822·Deutschland·19. Jahrhundert
In den "Club 27", einer Liste von Rockmusikern, die nach exzessivem Lebenswandel jung verstarben, wird Johann Christoph Erhard wohl nie aufgenommen werden, obgleich er noch kurz vor seinem 27. Geburtstag verschied. Denn obwohl dem Künstler die Rockmusik natürlich völlig unbekannt war, hätte er aus heutiger Sicht diese Anerkennung verdient. Denn auch er durchlebte ein kurzes, von psychischer Aufruhr bewegtes Leben und hinterließ ein relenavtes Werk für die Nachwelt. Durch die kunstsinnige Familie gefördert, erhielt er Zeichenunterricht in der Werkstatt des Ambrosius Gabler, wo er Johann Adam Klein kennenlernte, der ihn als Freund fortan begleitete. Beide verband die Leidenschaft für ausgedehnte Studienausflüge und genaue Naturstudien. Trachtentragende Einheimische, häufig in Begleitung von Tieren, sowie die allgegenwärtigen Soldaten der Napoleonischen Kriege, sind stetig wiederkehrende Protagonisten. Italien zog Erhard immer wieder in seinen Bann, wo er die Nähe der deutschen Künstler in Rom suchte. Hier machte sich spätestens der melancholische Zustand seiner Psyche bemerkbar. Halluzinationen führten zu einem ersten Suizidversuch um Weihnachten 1820, dem weitere folgten. Im Januar 1822 verstarb er in Rom an den Verletzungen eines selbst zugefügten Pistolenschusses.
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