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Zwei mit Käse beladene Maultiere, das erste im Profil nach rechts stehend, das zweite hinter demselben abwärts grasend. Der Führer dem Beschauer den Rücken zuwendend liegt links auf der Erde. Im Mittelgrund kommen zwei weitere Maultiere mit Gepäck vor ihrem Treiber einen engen Saumpfad her, über welchem ein hoher Gebirgstock aufsteigt. Die Radierung zeigt eine Bergszene mit zwei Lasttieren im Vordergrund, die schwer beladen auf einem felsigen Pfad stehen. Die Tiere sind detailliert mit Zaumzeug und Gepäcktaschen dargestellt. Links ist ein Mann mit Zylinder und Umhang zu sehen, der in die Ferne blickt. Im Hintergrund erstrecken sich majestätische Berggipfel unter einem bewölkten Himmel. Die Komposition nutzt diagonale Linien, um Dynamik zu erzeugen, wobei die Bergkette in der Ferne perspektivische Tiefe hinzufügt. Die Lichtverhältnisse sind durch feine Schraffuren und scharfe Kontraste definiert, was die Textur der Felsen und die Details der Kleidung betont. Diese Szene fängt die Herausforderungen und die Schönheit des alpinen Transports ein.

Werkangaben

Werkbeschreibung und Zuschreibung: , Frankfurt am Main

Technik
Radierung
Ausführung
Radierung auf Papier
Jahr
1820
Epoche
Romantik
Darstellung
Tiere
Land
Schweiz
Signatur
Unterhalb der Darstellung in der Druckplatte bezeichnet, signiert und datiert: "Auf dem Furka=Gebirge in der Schweiz | J: A: Klein f. Romæ 1820"
Werkverzeichnis
Jahn 247, II/II

Maße

Werk
17,6 x 21,8 cm (Darstellung)

Weitere Angaben

Literatur
Jahn, C.: Das Werk von Johann Adam Klein. Maler und Kupferätzer zu München, Mitglied der kgl. Akademie der Künste zu Berli, Inhaber des Verdienstkreuzes vom herzogl. Sächs. Ernestinischen Hausorden; München 1863. Werkverzeichnis Nr.: 247, II/II.
Werkverzeichnis
, 247, II/II

Zustand

Sehr guter Zustand. Knapp außerhalb der Plattenkante beschnitten. Vereinzelt sind blasse Stockflecken erkennbar. Die rechte untere Blattecke leicht umgeknickt.

Zu sehen in Johann Adam Klein

Johann Adam Klein

1792 – 1875·Deutschland·19. Jahrhundert
Geboren in die Familie eines Nürnberger Weinhändlers, wurde Johann Adam Klein der Zugang zur Kunst nicht gerade in die Wiege gelegt. Der verständisvolle Vater jedoch förderte die schöngeistige Neigung seines Sohnes und ermöglichte ihm, den Weg des Künstlers zu beschreiten. Klein fühlte sich dem unmittelbaren Naturstudium hingezogen und verließ häufig die noch traditionellen Pfade der seinerzeit üblichen Kunstausbildung. Er unternahm Spaziergänge, Wanderungen und schließlich lange Reisen in Deutschland, Österreich, der Schweiz sowie Italien, bei denen er alle Eindrücke gewissenhaft auf Papier festhielt. Einen Großteil seines umfangreichen Œuvres machen Zeichnungen und Radierungen von Tieren aus, sowie genrehafte Darstellungen der Menschen in ihren typischen Trachten, denen er bei seinen Ausflügen begegnete. Nicht zuletzt schlug sich in Kleins Motiven auch die unstete Zeit der Napoleonischen Kriege nieder, indem er Feldlager und uniformierte Soldaten verschiedenster Herkunft zeichnete. Er verstarb 1875 in München.

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