Vom Studienblatt zum Bild
Ein fertiges Bild verrät nur selten, wie es entstanden ist. Was selbstverständlich und leicht wirkt, hat oft eine lange Vorgeschichte: Beobachtungen, verworfene Ideen, einzelne Figuren, ein Kopf, eine Hand, ein Baum oder eine Landschaft, die zunächst für sich allein auf einem Blatt festgehalten wurden.
Bei Hermann Seeger lässt sich dieser Weg ungewöhnlich gut verfolgen. Bekannt ist er vor allem für seine hellen, sommerlichen Bilder – für Strände und Dünen, Frauen und Kinder im Freien, für jene unbeschwert wirkenden Szenen, in denen Licht und Atmosphäre eine so große Rolle spielen. In den Zeichnungen begegnet uns dagegen zunächst der genaue Beobachter. Seeger zeichnet eine Haltung, probiert die Stellung einer Figur, studiert einen Kopf oder die Bewegung einer Hand. Ebenso aufmerksam hält er Bäume, Zäune, Mühlen, Gehöfte und Landschaften fest.
Unsere Online-Ausstellung versammelt 136 Arbeiten aus fast sechs Jahrzehnten. Den größten Teil bilden Bleistiftzeichnungen, ergänzt durch Aquarelle, Rötelzeichnungen und Ölbilder. Zusammen geben sie einen seltenen Einblick in Seegers Arbeitsweise.
Dabei wäre es zu einfach, in jeder Zeichnung die unmittelbare Vorstufe zu einem bestimmten Gemälde zu suchen. Solche Zusammenhänge lassen sich nur dort behaupten, wo sie tatsächlich nachweisbar sind. Interessanter ist ohnehin etwas anderes: In der Zusammenschau wird sichtbar, wie Seeger seine Bilder vorbereitet hat und wie aus der Beobachtung allmählich eine Bildidee werden konnte.
So stehen in dieser Ausstellung nicht nur die fertigen Bilder im Mittelpunkt, sondern gerade auch die Blätter davor – jene Studien, in denen man dem Künstler vielleicht näherkommt als im vollendeten Werk.
Aus der Ausstellung
Kunstwerke
angegebenen Zeit, keine Kopien oder
Reproduktionen!
spezielles Klapp-Passepartout aus Karton nach
Museumsstandard geschützt!
Monats kostenlos zurückgeben!