Druckgraphik

Das Grabmal der Plautier bei Tivoli

Albert Christoph Dies

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Art.-Nr.: AlDies/D 14

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Dem Grabmal der Caecilia Metella an der Via Appia Antica in Rom verwandtes Rundgrab aus dem 1.... mehr
Das Grabmal der Plautier bei Tivoli
  • Technik: Radierung auf Papier
  • Unterhalb der Darstellung in der Druckplatte signiert, datiert und bezeichnet: "A. C. Dies f. Roma 1795 | Sepolcro di plauzio vicin' a Tivoli"
  • Zustand: Sehr guter Zustand. Mittig geringfügig wellig. Auf dem Blattrand schwach verschmutzt. Oben links deutliche Flecken. Entlang der Kanten stellenweise schwach bestoßen. Unten mit diversen Bezeichnung in Bleistift von fremder Hand.
  • Werksverzeichnis: Andresen III, Nr. 26; Fichter Nr. 70
  • Serie: Mahlerisch radirte Prospecte von Italien, von Johann Christian Reinhart, Jakob Wilhelm Mechau und Albert Christoph Dies
  • Größe: 33,6 x 25,3 cm (Darstellung)
  • Weitere Größen: 49,2 x 39,3 cm (Papier). 37,5 x 27,8 cm (Plattenmaß)
  • Epoche: Klassizismus
  • Jahr: 1795

Dem Grabmal der Caecilia Metella an der Via Appia Antica in Rom verwandtes Rundgrab aus dem 1. Jahrhundert. Es liegt südwestlich von Tivoli an der Via Tiburtina, die hier über den Ponte Lucano, eine Anio-Brücke, führt. Schinkel nennt das "Monument des Plautius" ein "schönes rundes Gebäude aus Travertinstein", das durch seinen mittelalterlichen Zinnenkranz und den "dicken Bewuchs von Efeu […] noch malerischer" wirkt (Schinkel 1979, S. 217).

Zu Serie "Mahlerisch radirte Prospecte von Italien"

Diese Radierung ist im Rahmen der Serie "Mahlerisch radirte Prospecte von Italien" entstanden, die durch den Nürnberger Verleger Johann Friedrich Fraunholz und den Künstler Johann Christian Reinhart (1761-1847) initiiert wurde. Mit dem Ansatz, eine Serie "[...] von den schönsten römischen Prospecten und Ruinen[...]" (Schmid 1998, S.161) als Sammlung herauszugeben, beauftragte Fraunholz neben Reinhart auch Albert Christoph Dies (1755-1822) und Jakob Wilhelm Mechau (1745-1808). Die drei Künstler hatten nur geringe Erfahrung in der Herstellung von Druckgraphiken und wurden als Maler vor allem ihrer Fähigkeit wegen ausgesucht, Landschaften und Architekturen feinfühlend und eben "mahlerisch" abzubilden. Von Beginn an war das Ziel der Serie die kunstvolle Darstellung der italienischen Landschaft, abseits der bis dato vorherrschenden Veduten und Ansichten der berühmtesten Sehenswürdigkeiten und touristischen Ziele. Im Vordergrund sollte die Landschaft Italiens stehen, Orte bewundernswerter Naturschauspiele sowie Ruinen, die den Künstlern bekannt, jedoch noch nicht zum Anziehungspunkt aller Italienreisender geworden waren. Besonders den Kunstsammlern in Deutschland sollte somit eine neue Seite des Sehnsuchtslandes aufgezeigt werden. So wurden die Darstellungen schließlich auch in italienischer Sprache betitelt, nicht nur da viele der Örtlichkeiten schlicht nicht zu übersetzen wären, sondern auch um ihnen den gewissen Klang der Exotik nicht zu nehmen.

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