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Das Kunstwerk zeigt eine idyllische Landschaftsszene, in der eine schmale Brücke einen kleinen Fluss überquert. Im Vordergrund führt ein Mann, gekleidet in einfacher Landkleidung, eine Gruppe von Ziegen über felsiges Gelände. Die Komposition erstreckt sich in die Tiefe und zeigt eine üppige Vegetation mit dichten Bäumen und Sträuchern. In der Ferne erheben sich beeindruckende Bergformationen, die den Hintergrund dominieren. Ein Wasserfall stürzt von einer Klippe herab, während ein weiteres Gebäude, möglicherweise eine Hütte, am Berghang sichtbar ist. Die Linienführung ist detailliert, mit feinen Schraffuren, die Tiefe und Textur erzeugen. Die Lichtverhältnisse suggerieren einen klaren, sonnigen Tag.

Werkangaben

Werkbeschreibung und Zuschreibung: , Frankfurt am Main

Technik
Radierung
Ausführung
Radierung auf Papier
Jahr
1818
Epoche
Romantik
Darstellung
Landschaft
Land
Deutschland
Signatur
Unten in der Druckplatte signiert und datiert: "JC Erhard fec 1818"
Werkverzeichnis
Apell 74 II/II
Provenienz
Sammlung Dr. E. Hanfstaengl (*1886)

Maße

Werk
10,6 x 18,6 cm (Darstellung)
Angabe
Weitere Größen: 22,3 x 27,2 cm (Papier)

Weitere Angaben

Stempel
Verso Sammlerstempel, Lugt Nr.: 1286. Dr. Eberhard Hanfstaengl (1886 Saargemünd - 1973 München) . München. 20. Jahrhundert
Provenienz
Sammlung Dr. E. Hanfstaengl (*1886)
Literatur
Apell, Aloys: Handbuch für Kupferstichsammler oder Lexicon der vorzüglichsten Kupferstecher des XIX. Jahrhunderts.; Leipzig 1880. Werkverzeichnis Nr.: 74 II/II.
Werkverzeichnis
, 74 II/II

Zustand

Sehr guter Zustand. Das Blatt ist altersbedingt minimal verfärbt. Vereinzelt sind blasse Stockflecken erkennbar. Die Blattkanten sind teils unbeschnitten. Die Blattecken sind geringfügig bestoßen. Die linke obere Blattecke ist diagonal geknickt.

Johann Christoph Erhard

1795 – 1822·Deutschland·19. Jahrhundert
In den "Club 27", einer Liste von Rockmusikern, die nach exzessivem Lebenswandel jung verstarben, wird Johann Christoph Erhard wohl nie aufgenommen werden, obgleich er noch kurz vor seinem 27. Geburtstag verschied. Denn obwohl dem Künstler die Rockmusik natürlich völlig unbekannt war, hätte er aus heutiger Sicht diese Anerkennung verdient. Denn auch er durchlebte ein kurzes, von psychischer Aufruhr bewegtes Leben und hinterließ ein relenavtes Werk für die Nachwelt. Durch die kunstsinnige Familie gefördert, erhielt er Zeichenunterricht in der Werkstatt des Ambrosius Gabler, wo er Johann Adam Klein kennenlernte, der ihn als Freund fortan begleitete. Beide verband die Leidenschaft für ausgedehnte Studienausflüge und genaue Naturstudien. Trachtentragende Einheimische, häufig in Begleitung von Tieren, sowie die allgegenwärtigen Soldaten der Napoleonischen Kriege, sind stetig wiederkehrende Protagonisten. Italien zog Erhard immer wieder in seinen Bann, wo er die Nähe der deutschen Künstler in Rom suchte. Hier machte sich spätestens der melancholische Zustand seiner Psyche bemerkbar. Halluzinationen führten zu einem ersten Suizidversuch um Weihnachten 1820, dem weitere folgten. Im Januar 1822 verstarb er in Rom an den Verletzungen eines selbst zugefügten Pistolenschusses.
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