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Die Zeichnung zeigt eine felsige Landschaft mit markanten, übereinanderliegenden Gesteinsformationen, die von dünnen, hoch aufragenden Bäumen umgeben sind. Die Felsen sind detailliert schraffiert, was ihre raue Textur betont und ihnen eine dreidimensionale Wirkung verleiht. Im Hintergrund sind weitere Felsformationen und Bäume angedeutet, wobei die Linienführung eine harmonische Balance zwischen Natur und Stein vermittelt. Die Komposition ist horizontal ausgerichtet, mit einem klaren Fokus auf die linke Seite, wo die Bäume sanft nach oben streben. Das Licht fällt von links ein und erzeugt subtile Schatten, die die Tiefe der Szenerie verstärken. Der Skizzierstil deutet auf eine Studie hin, bei der die Natürlichkeit und Ruhe der Landschaft im Vordergrund stehen.

Werkangaben

Werkbeschreibung und Zuschreibung: , Frankfurt am Main

Technik
Bleistift
Ausführung
Bleistift auf Papier
Jahr
1800
Epoche
Romantik
Darstellung
Landschaft
Land
Italien
Verso
oben links bezeichnet: "Z 180"
Werkverzeichnis
Wild Z 180
Provenienz
Aus dem Nachlass des Künstlers

Maße

Werk
38,5 x 53,8 cm (Darstellung)

Weitere Angaben

Rückseite
oben links bezeichnet: Z 180\"\"
Wasserzeichen
Buchstaben/Ziffern: Bracciano (in einer Kartusche) | Datierung: 19. Jahrhundert
Provenienz
Aus dem Nachlass des Künstlers.
Literatur
Wild, Monika von: George Augustus Wallis (1761-1847). Englischer Landschaftsmaler : Monographie und Œuvrekatalog; Frankfurt am Main; New York 1996. Werkverzeichnis Nr.: Z 180.
Werkverzeichnis
, Z 180

Zustand

Sehr guter Zustand. Altersgemäßer Originalzustand. Die Ecken leicht angeschnitten, am Rand minimal fleckig. Die linke obere Ecke mit leichter Quetschung, vertikale Quetschfalte in der Mitte. Kleiner Fleck in der Mitte.

George Augustus Wallis

1761 – 1847·Großbritannien·18. Jahrhundert, 19. Jahrhundert
Das Werk des 1761 bei London geborenen George August Wallis steht am Wendepunkt von klassizistischer Landschaftsauffassung zur romantischen Sehnsucht nach Einheit von Kunst und Natur. Wie viele seiner Künstlerkollegen faszinierte ihn Italien, das, bis auf wenige Jahre der Reisen, zeitlebens seine Heimat werden sollte. Dort hielt er die Vergänglichkeit antiker Ruinen und der Natur in Form von verfallenen Bauwerken und maroden Bäumen fest. Die Vielschichtigkeit innerhalb seines künstlerischen Ausdrucks lässt sich nicht zuletzt auf den intensiven Austausch mit Künstlern und Schriftstellern unterschiedlichster Geistesströmungen zurückführen, denen er, zumeist in Rom, begegnete. Doch auch Wallis wirkte seinerseits auf seine Zeitgenossen ein. Gerade in Heidelberg, wo er von 1812 bis 1817 weilte, regte er durch seinen eigenen Zugang zur Landschaft in der Kunst eine ganze Generation junger Romantiker an, das traditionelle Verständnis von Kunst im Lichte der romantischen Entwicklungen neu zu denken. Er starb 1847 in Florenz.
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