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Nach dem Studium an der klassisch geprägten Kunstakademie in Stuttgart übersiedelt Ebert 1846 nach München, um sich dort dem Kreis der Landschaftsmaler um Eduard Schleich anzuschließen. 1851 reist er zusammen mit Schleich und seinem Künstlerfreund Carl Spitzweg nach Paris. Der Aufenthalt dort und die Begegnung mit der Künstlergruppe von Barbizon sollte seine Sicht der Landschafts-malerei grundlegend verändern. Schleichs Malerei war von seinen großen Lehrern und Vorbildern Christian Morgenstern und Carl Rottmann geprägt, deren idealisierende Interpretation der Natur stark von der Romantik beeinflusst wurde. Seine Landschaften scheinen zum Teil unter den stimmungsvollen Lichtverhältnissen und den zurechtgeschnittenen Naturkomponenten zu erstarren. In seiner kleinen Skizze befreit sich Ebert vollkommen von dieser Auffassung der Landschaft. Er entdeckt den Reiz des unscheinbaren Motivs und baut zu ihm eine fast intime Beziehung auf. Es ist eine Landschaft bei Pähl zwischen dem Ammersee und dem Starnberger See, ein häufiges Ausflugsziel der Münchner Künstler. Es könnte aber überall sein, Ebert gibt hier keine gestalterische Definition des Ortes. Die Linien sind frei, dem Licht wird kein fester Platz zugewiesen. Die Natur ist in Bewegung, sie lebt. Es ist sein Loblied auf die Freilichtmalerei, die das klassische System der Akademieausbildung bald revolutionieren wird.

Werkangaben

Werkbeschreibung und Zuschreibung: , Frankfurt am Main

Technik
Bleistift
Ausführung
Weiß gehöhter Bleistift auf Papier
Jahr
19. Jahrhundert
Epoche
Moderne
Darstellung
Landschaft
Land
Deutschland
Signatur
Unten links signiert: "C. Ebert". Unten bezeichnet: "bei Pähl".

Maße

Werk
7,9 x 11,6 cm (Darstellung)

Zustand

Guter Zustand. Mit kleinen Flecken am Rand, die den Bildeindruck aber nicht stören.

Zu sehen in München leuchtete

Carl Ebert

1821 – 1885·Deutschland·19. Jahrhundert

Studium an der Akademie in Stuttgart unter Johann Friedrich Dieterich und Gottlob Friedrich Steinkopf, ab 1846 Bekanntschaft mit Eduard Schleich d.Ä. und Carl Spitzweg in München, Zuwendung zur Landschaftsmalerei, 1851 Studienreise nach Paris, 1857 Studienreise nach Rom, bekannt für ein innovatives Verständnis der modernen Kunstströmungen seiner Zeit

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