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Das Spiel des sommerlichen, mittäglichen Lichtes und die Farbnuancen des üppigen Baumlaubs sind die Protagonisten, die Eberts spontane, jedoch nur moderat skizzenhafte Malweise erfasst. Demgegenüber sind die Figuren, nicht untypisch für das spätere Schaffen des Malers, in Distanz gerückt und verschmelzen fast mit den Schattenflächen. Damit tritt die narrative Komponente der in der Kunst des 19. Jahrhunderts oftmals genrehaft aufgefassten Mittagsruhe in den Hintergrund. Bei Ebert erschließt sich die Thematik vielmehr zuerst über die spezifische sinnliche Erfahrung, welche die Malerei aufzurufen vermag. Nachhaltig von dem Stuttgarter Klassizisten Steinkopf geprägt 1, bezog Ebert seit seinem Umzug nach München 1846 aus den mit Zimmermann und Schleich unternommenen Reisen nach Dachau und ins Alpenvorland wesentliche Anregungen. Als Freiluftmaler suchte er häufig kleinräumige Idyllen mit Waldbächen oder Seen auf, die er mit badenden Kindern oder arbeitenden Bauern beleben konnte. Hier aber widmet er sich einer, wie der Schatten im Vordergrund anzeigt, in regelmäßigen Abständen von Reihen stattlicher Bäume gegliederten, dazwischen offenen Parklandschaft. Insofern weist unser Bild mehr Affinitäten zu Zeugnissen seiner Campagna-Reise von 1858 auf, als zu seinen Waldlandschaften, die von Zeitgenossen als Illustrationen deutscher Volkslieder verstanden wurden. 2 Auch dort überwiegt aber der heitere Charakter, der unserem Werk zu eigen ist. | up 1 ??Ausst.-Kat. Stuttgart 2001-2002, S. 43 und 107. 2 ?Bühler 1971, S. 31.

Werkangaben

Werkbeschreibung und Zuschreibung: , Frankfurt am Main

Technik
Öl
Ausführung
Öl auf PapierKarton
Jahr
um 1850
Epoche
Romantik
Darstellung
Landschaft
Land
Deutschland
Signatur
Verso signiert: "Ebert".

Maße

Werk
18,4 x 24,3 cm (Darstellung)
Angabe
25,5 x 31,4 cm (Rahmengröße)

Zustand

Sehr guter Zustand. Punktuelle Retuschen. Restauriert.

Carl Ebert

1821 – 1885·Deutschland·19. Jahrhundert

Studium an der Akademie in Stuttgart unter Johann Friedrich Dieterich und Gottlob Friedrich Steinkopf, ab 1846 Bekanntschaft mit Eduard Schleich d.Ä. und Carl Spitzweg in München, Zuwendung zur Landschaftsmalerei, 1851 Studienreise nach Paris, 1857 Studienreise nach Rom, bekannt für ein innovatives Verständnis der modernen Kunstströmungen seiner Zeit

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