Künstler

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    Johann Christoph Erhard
    In den "Club 27", einer Liste von Rockmusikern, die nach exzessivem Lebenswandel jung verstarben, wird Johann Christoph Erhard wohl nie aufgenommen werden, obgleich er noch kurz vor seinem 27. Geburtstag verschied. Denn obwohl dem Künstler die Rockmusik natürlich völlig unbekannt war, hätte er aus heutiger Sicht diese Anerkennung verdient. Denn auch er durchlebte ein kurzes, von psychischer Aufruhr bewegtes Leben und hinterließ ein relenavtes Werk für die Nachwelt. Durch die kunstsinnige Familie gefördert, erhielt er Zeichenunterricht in der Werkstatt des Ambrosius Gabler, wo er Johann Adam Klein kennenlernte, der ihn als Freund fortan begleitete. Beide verband die Leidenschaft für ausgedehnte Studienausflüge und genaue Naturstudien. Trachtentragende Einheimische, häufig in Begleitung von Tieren, sowie die allgegenwärtigen Soldaten der Napoleonischen Kriege, sind stetig wiederkehrende Protagonisten. Italien zog Erhard immer wieder in seinen Bann, wo er die Nähe der deutschen Künstler in Rom suchte. Hier machte sich spätestens der melancholische Zustand seiner Psyche bemerkbar. Halluzinationen führten zu einem ersten Suizidversuch um Weihnachten 1820, dem weitere folgten. Im Januar 1822 verstarb er in Rom an den Verletzungen eines selbst zugefügten Pistolenschusses.
    Rolf Escher
    1936 in Hagen geboren, besuchte Rolf Escher die Kunstakademie Düsseldorf und gründete früh sein erstes Atelier. Die Eröffnung einer florierenden Radierwerkstatt 1968 in Essen-Stadtwald, machte ihn in der Folge zu einem Meister der Radierung. Die Vielzahl von nationalen und internationalen Auszeichnungen zeugen von seiner Anerkennung. Der Erfolg seiner Druck- und Zeichenkunst fand auch in etlichen Ausstellungen, beispielsweise in der Bibliothèque Royale Albert I. in Brüssel, dem Art Institute of Chicago und dem Museum Folkwang in Essen seinen Niederschlag. Bis ins Jahr 2000 gab der Künstler im Rahmen von Lehrtätigkeiten sein Wissen weiter, seither widmet er sich einzig der Kunstschöpfung. In Eschers Werken domnieren Orte und Gegenstände, die von menschlichem Einwirken berichten oder daran erinnern, jedoch zumeist ohne den Menschen physisch darszustellen. Die Räume und Requisiten erzählen selbst über die dortigen Geschehnisse und den Lauf der Geschichte.
    Hanns Lautensack
    Deutscher Zeichner, Kupferstecher und Radierer der Renaissance, der vor allem für seine Landschaften, Porträts und ornamentalen Entwürfe bekannt ist und in Wien wirkte.
    Georg Emil Libert
    Georg Emil Libert war ein dänischer Landschaftsmaler des 19. Jahrhunderts, der für seine detailreichen Naturdarstellungen bekannt wurde. Nach seiner Ausbildung an der Königlich Dänischen Kunstakademie unternahm er zahlreiche Reisen, die ihn nach Deutschland, Italien und in die Schweiz führten, wo er seine Motive fand. Seine Werke, geprägt von einem feinen Gespür für Licht und Atmosphäre, machten ihn zu einem bedeutenden Vertreter der romantischen Landschaftsmalerei in Dänemark.
    Friedrich Loos
    Friedrich Loos wurde 1797 in Graz geboren. Obgleich aus einer wenig wohlhabenden Handwerkerfamilie stammend, erkannte bereits zu Schulzeiten ein Lehrer das Talent und erteilte ihm kostenfrei den ersten Zeichenunterricht. 1816 bis 1821 besuchte er die Wiener Akademie der bildenden Künste und wurde von Joseph Mössmer und Josef Fischer in der Landschaftsmalerei unterwiesen. Johann Friedrich Leybold brachte ihm die Technik der Radierung bei, der er sich in den Folgejahren widmete. Auf Anregung Johann Nepomuk Schödlbergers hin schuf Loos schließlich vermehrt Arbeiten in Öl. Zwischen 1825 und 1826 lebte er in Leipzig bei der Familie Speck von Sternburg, um deren Kunstsammlung graphisch zu katalogisieren. Währenddessen entstanden zahlreiche Werke nach der sächsischen Natur. Mit der Rückkehr nach Wien konnte er große Erfolge als Landschaftsmaler verbuchen und stellte regelmäßig in den Akademieausstellungen aus. Einen weiteren Karrierehöhepunkt bildete der Aufenthalt in Rom 1846 bis 1852, in dem vielbeachtete Panoramen und Einzelwerke entstanden. Nach zwei Jahren in Bremen lebte er bis zu seinem Tod 1890 in Kiel.
    Christoph Nathe
    Geboren am 3. Januar 1753 in Nieder-Bielau (heute Bielawa Dolna) nördlich von Piensk im Kreis Görlitz, 1765-1775 Zeichenunterricht durch Johann Gottfried Schultz, ab 1774 Studium bei Adam Friedrich Oeser an der Leipziger Kunstakademie, 1776 Wechsel nach Dresden zu Johann Christian Klengel, in den nächsten Jahren entstehen hauptsächlich Landschaftszeichnungen und –aquarelle, Reise in die Schweiz 1783-1784, 1787 Stelle als Zeichenmeister am Görlitzer Gymnasium, 1798 Mitglied der Oberlausitzischen Gesellschaft der Wissenschaften, Nathe erbt von seiner verstorbenen Frau, was es ihm ermöglicht als freiberuflicher Künstler zu arbeiten, 1800 arbeitet Nathe im Riesengebirge und fertigt eine Folge von Ansichten für die Königin Louise von Preußen, 1801 vermehrt wissenschaftliche Experimente und „elektrische Gemälde“, 1803 Umzug nach Lauban, verstorben am 10. Dezember 1806 in Schadewalde.
    Carlo Naya
    Um die Mitte des 19. Jahrhunderts reisten immer mehr Touristen aus bürgerlichen Kreisen nach Italien. Fotografien konnten damals nur mit hohem zeitlichem Aufwand und einer teuren, unhandlichen Apparatur entstehen. Umso dankbarer griffen viele Touristen auf die Arbeiten der professionellen Fotografenateliers vor Ort zurück, um den Zuhausegebliebenen ein Souvenir aus der Ferne mitzubringen oder sie als Erinnerungsstücke zu sammeln. Berühmt gewordene Fotografen wie Carlo Naya, Giorgio Sommer oder die Gebrüder Alinari lichteten die bekanntesten Sehenswürdigkeiten ihrer Heimatstädte ab und begaben sich selbst auf Reisen, um die beliebtesten Ziele ihrer Kunden zu fotografieren und als Albuminabzug anzubieten. Auch antike Kunstschätze wurden fotografisch aufgenommen und den Reisenden angeboten. Die hochwertigen Fotografien der Skulpturen und Fresken leisteten weiterhin einen wichtigen Beitrag zur Dokumentation der Kunstschätze und der Zugänglichkeit für Wissenschaftler aus ganz Europa, die zuvor auf Nachzeichnungen oder Stiche angewiesen waren, wenn sie nicht das Original selbst betrachten konnten.
    Raffaello Sanzio da Urbino
    Einer der bedeutendsten Meister der Hochrenaissance, berühmt für die vollkommene Harmonie, Klarheit und Ausgewogenheit seiner Kompositionen. Sein Werk, geprägt von idealer Schönheit und humanistischem Geist, beeinflusste die europäische Kunst nachhaltig bis weit über seine Zeit hinaus.
    Heinrich Friedrich Tank
    Als einen „der vorzüglichsten jetzt lebenden Maler“ bezeichnet Georg Caspar Nagler den aus Altona stammenden Maler Heinrich Friedrich Tank, der von Hamburg über Kopenhagen nach München zog, wo er bis zu seinem Tod 1872 lebte. Naglers Einschätzung mag Erstaunen hervorrufen, denn heute ist Tank wie so viele Maler des 19. Jahrhunderts weitgehend vergessen, doch ist seine Wiederentdeckung nicht ohne Reiz. Aus Altona gebürtig, das damals noch dem dänischen Königreich angehörte, ging Tank nach Kopenhagen, wo die dortige Akademie, an der bereits die großen aus Norddeutschland stammenden Romantiker Philipp Otto Runge und Caspar David Friedrich Ende des 18. Jahrhunderts ihre Karriere gestartet hatten, in den späten 1820er Jahren nichts von ihrer Attraktivität als Ausbildungsstätte eingebüßt hatte. Über Tanks Tätigkeit dort ist allerdings wenig bekannt, doch muss er seine Studien zügig vorangetrieben haben, denn 1827 erhielt er eine Silbermedaille und 1828 bewarb er sich erfolglos um ein Reisestipendium. Offensichtlich etablierte er sich aber in der Folge in Kopenhagen als Maler von Seestücken und auch als Porträtist und beteiligte sich wiederholt in den frühen 1830er Jahren an den Frühjahrsausstellungen auf Schloss Charlottenborg 3, bevor er 1835 nach einem längeren Zwischenstopp in Hamburg nach München ging.
    Richard Teschner
    Österreichischer Künstler und Puppenspieler, der als Erneuerer des Figurentheaters mit seinen symbolistisch geprägten Stabpuppen, kunstvoll gestalteten Bühnenbildern und dem „Goldenen Schrein“ eine einzigartige Verbindung von bildender Kunst, Theater und Musik schuf.
    Hans Thoma
    Deutscher Maler und Grafiker, der als zentrale Figur des deutschen Spätromantizismus und Symbolismus gilt. Seine Werke verbinden idealisierte Naturdarstellungen und mythologische Motive mit einer schlichten, zeitlos wirkenden Formensprache.
    Adolph Thomas
    Der Zittauer Künstler gehört zum Kreis der spannenden und noch zu entdeckenden Schüler Ludwig Richters.
    Charles Turner
    Englischer Grafiker und einer der bedeutendsten Mezzotintostecher seiner Zeit, bekannt vor allem für Reproduktionsgrafik nach Gemälden führender Maler. Seine Drucke trugen wesentlich zur Verbreitung zeitgenössischer Porträt- und Historienmalerei im frühen 19. Jahrhundert bei.
    Anthonis van Dyck
    Flämischer Maler des Barock, der als einer der bedeutendsten Porträtisten des 17. Jahrhunderts mit eleganter Bildsprache und psychologischer Feinfühligkeit insbesondere den englischen Hof nachhaltig prägte.
    Albert Venus
    Das kurze Leben des Dresdner Spätromantikers Albert Venus ist besonders durch seine Reisen und die auf den Exkursionen gewonnenen Erkenntnisse und Eindrücke geprägt. Während seiner Studienzeit in Dresden bei Ludwig Richter in den Jahren 1860-66 unternimmt er einige Fahrten mit seinen Malerfreunden Viktor Paul Mohn, Carl Wilhelm Müller und Adolf Thomas nach Nordböhmen. In den Landschaftsdarstellungen seines ersten, durch finanzielle Unterstützung der Prinzessin Amalie von Sachsen ermöglichten Aufenthalts in Italien 1866-67 äußert sich der Wandel bereits deutlich, von der Linie und Gegenstandfarbe hin zum Nachspüren des atmosphärischen Gepräges. Diese Entwicklungen setzen sich in seinen Reisebilder der zweiten Italienreise, die er 1868-69 mit Mohn unternimmt fort. Seine Naturauffassung nähert sich jener dem Atmosphärischen, Stimmungshaften verpflichteten Oswald und Andreas Achenbachs in Rom an. Vor allem seine Arbeiten in Öl besitzen eine freie, nahezu impressionistische Malweise.
    Friedrich Voltz
    Friedrich Voltz wurde am 31. Oktober 1817 in Nördlingen als Sohn des Malers Johann Michael Voltz geboren. 1834 trat er in die Münchner Akademie ein und reiste noch im selben Jahr nach Italien. 1836 folgten weitere Reisen in die Niederlande und nach Belgien, wo ihn die niederländische Stimmungsmalerei stark prägte. Im Anschluss erwarb er sich als Landschafts- und Tiermaler einen Namen. 1852 erhielt er den Auftrag der Königlichen Württembergischen Zentralstelle für Landwirtschaft in Cannstadt Radierungen sämtlicher mitteleuropäischer Rinderrassen anzufertigen. Bereits zuvor hatte Voltz Freundschaft mit Carl Spitzweg und Eduard Schleich d.Ä. geschlossen, die in gemeinsamen Arbeiten und Reisen ihren Ausdruck fand. 1867 erklärte ihn Ludwig II. zum königlichen Professor. Zwei Jahre später fand die Ernennung zum wirklichen Mitglied der Akademie in Berlin und kurz darauf auch in Wien statt. Mit seinem Kollegen Schleich fuhr er 1871 letztmalig nach Oberitalien. Friedrich Voltz starb am 25. Juni 1886 in München.
    August von Bayer
    Der 1803 in Rorschach bei St. Gallen geborene August von Bayer war Schüler des berühmten Karlsruher Stadtplaners Friedrich Weinbrenner. Diesem einflussreichen Baumeister des Klassizismus folgte er nach seinem Architekturstudium in Zürich nach Karlsruhe. Doch war es nie das Handwerk des Architekten, dem August von Bayers Aufmerksamkeit galt, sondern das genaue Beobachten und Aufnehmen der Architektur. Nicht zuletzt bei der Tätigkeit als erster Konservator der Kunstdenkmale im Großherzogtum Baden und bei der Inventarisierung der badischen Bauwerke zeigte sich diese Neigung. Von 1828 bis 1839 war der Künstler in München als Architekturmaler tätig, wurde später gar als Hofmaler geführt. In seinen Bildern spiegelt sich die lebenslange Passion für konservatorische Aufgaben wider. Von Bayers Motive sind stimmungsvolle Architekturbilder, bei denen er besonders die Lichteffekte betonte. Das Verständnis für die Baukunde, das Tragen und Lasten, macht seine Bilder zu authentischen Abbildern der gebauten Wirklichkeit und lässt selbst seine erfundenen Architekturen real und standsicher wirken.