Künstler

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  • Johann Kenckel
    Deutscher Kupferstecher des Barock, der vor allem für seine fein ausgeführten Porträts und Reproduktionsstiche nach zeitgenössischen Vorlagen bekannt ist.
    Johann Adam Klein
    Geboren in die Familie eines Nürnberger Weinhändlers, wurde Johann Adam Klein der Zugang zur Kunst nicht gerade in die Wiege gelegt. Der verständisvolle Vater jedoch förderte die schöngeistige Neigung seines Sohnes und ermöglichte ihm, den Weg des Künstlers zu beschreiten. Klein fühlte sich dem unmittelbaren Naturstudium hingezogen und verließ häufig die noch traditionellen Pfade der seinerzeit üblichen Kunstausbildung. Er unternahm Spaziergänge, Wanderungen und schließlich lange Reisen in Deutschland, Österreich, der Schweiz sowie Italien, bei denen er alle Eindrücke gewissenhaft auf Papier festhielt. Einen Großteil seines umfangreichen Œuvres machen Zeichnungen und Radierungen von Tieren aus, sowie genrehafte Darstellungen der Menschen in ihren typischen Trachten, denen er bei seinen Ausflügen begegnete. Nicht zuletzt schlug sich in Kleins Motiven auch die unstete Zeit der Napoleonischen Kriege nieder, indem er Feldlager und uniformierte Soldaten verschiedenster Herkunft zeichnete. Er verstarb 1875 in München. <br><br><div class="product-detail-manufacturer-link"><a href="/Biografie/Klein/" target="_self">zur Biografie</a></div>
    Max Klinger
    Deutscher Symbolist und Grafiker, der mit seinen tiefgründigen, oft philosophischen Bildzyklen in Radierung und Skulptur zu den einflussreichsten Künstlern der Jahrhundertwende um 1900 zählt.
    Christoph Heinrich Kniep
    Christoph Heinrich Kniep (1755 – 1825) war ein deutscher Zeichner und Landschaftsmaler, der vor allem durch seine Italienreisen bekannt wurde. Er wurde in Hildesheim geboren und erhielt zunächst eine Ausbildung als Dekorationsmaler. Sein Leben änderte sich entscheidend, als er 1789 den Dichter Johann Wolfgang von Goethe begleitete, der sich auf seiner berühmten Italienreise befand. Kniep fertigte während dieser Reise zahlreiche detailreiche Ansichten von Landschaften, antiken Ruinen und Stadtansichten an, besonders in Neapel, Sizilien und Kampanien.</p> Seine präzisen, topografisch genauen Zeichnungen dienten nicht nur als künstlerische Werke, sondern auch als wichtige Dokumentation antiker Stätten und Landschaften Italiens. Sie beeinflussten das Italienbild der deutschen Romantik und waren für Goethe selbst eine wertvolle Erinnerungshilfe. Nach der gemeinsamen Reise blieb Kniep in Italien, vor allem in Neapel, wo er bis zu seinem Tod 1825 lebte und arbeitete.</p> Knieps Arbeiten zeichnen sich durch Klarheit, Detailtreue und ein feines Gespür für Licht und Atmosphäre aus. Sie verbinden den dokumentarischen Blick des Reisenden mit künstlerischer Empfindsamkeit und machen ihn zu einem wichtigen Vertreter der deutschen Italiensehnsucht des späten 18. und frühen 19. Jahrhunderts.</p>
    Franz Kobell
    Besonders seine freien, getuschten Landschaften sind in ihrem Impressionismus ihrer Zeit voraus.
    Christian Kruck
    Christian Kruck wurde 1925 in Hamburg geboren. Auf die Lehre zum Steindrucker in den Jahren 1939 bis 1942 in Nürnberg folgte das Studium an der dortigen Akademie der Bildenden Künste bei Otto Michael Schmitt. Durch den Zweiten Weltkrieg jäh unterbrochen, setzte Kruck nach der Freilassung aus der Kriegsgefangenschaft das Studium 1946 fort. In Freiburg wuchs unter Emil Bizer die Liebe zur Landschaftsmalerei und das erstes Atelier entstand in Badenweiler. Er machte Bekanntschaft mit Otto Dix und ehelichte die Künstlerin Linde Körner. Als Lithograph beim Hamburger Vermessungsamt experimentierte er mit der Drucktechnik und machte sich 1951 selbstständig bis er 1953 dem Ruf der Städelschule als Leiter der neu gegründeten Druckwerkstatt folgte. 1954 gründete er eine eigene, international erfolgreiche Druckwerkstatt. 1962 erhielt er den Lehrauftrag am Pratt Graphic Art Center in New York. Im Lauf der Jahre reiste Kruck vielfach durch Europa und die USA, zeitgleich wuchs das Interesse an der Kunst der Plastik. 1970 erfolgte die Ernennung zum Dozenten für Druckgraphik an der Städelschule. 1985 widmete ihm die Stadt Frankfurt einen umfangreichen rückschauenden Katalog, im gleichen Jahr starb Christian Kruck.
    Christoph Nathe
    Geboren am 3. Januar 1753 in Nieder-Bielau (heute Bielawa Dolna) nördlich von Piensk im Kreis Görlitz, 1765-1775 Zeichenunterricht durch Johann Gottfried Schultz, ab 1774 Studium bei Adam Friedrich Oeser an der Leipziger Kunstakademie, 1776 Wechsel nach Dresden zu Johann Christian Klengel, in den nächsten Jahren entstehen hauptsächlich Landschaftszeichnungen und –aquarelle, Reise in die Schweiz 1783-1784, 1787 Stelle als Zeichenmeister am Görlitzer Gymnasium, 1798 Mitglied der Oberlausitzischen Gesellschaft der Wissenschaften, Nathe erbt von seiner verstorbenen Frau, was es ihm ermöglicht als freiberuflicher Künstler zu arbeiten, 1800 arbeitet Nathe im Riesengebirge und fertigt eine Folge von Ansichten für die Königin Louise von Preußen, 1801 vermehrt wissenschaftliche Experimente und „elektrische Gemälde“, 1803 Umzug nach Lauban, verstorben am 10. Dezember 1806 in Schadewalde.
    Carlo Naya
    Um die Mitte des 19. Jahrhunderts reisten immer mehr Touristen aus bürgerlichen Kreisen nach Italien. Fotografien konnten damals nur mit hohem zeitlichem Aufwand und einer teuren, unhandlichen Apparatur entstehen. Umso dankbarer griffen viele Touristen auf die Arbeiten der professionellen Fotografenateliers vor Ort zurück, um den Zuhausegebliebenen ein Souvenir aus der Ferne mitzubringen oder sie als Erinnerungsstücke zu sammeln. Berühmt gewordene Fotografen wie Carlo Naya, Giorgio Sommer oder die Gebrüder Alinari lichteten die bekanntesten Sehenswürdigkeiten ihrer Heimatstädte ab und begaben sich selbst auf Reisen, um die beliebtesten Ziele ihrer Kunden zu fotografieren und als Albuminabzug anzubieten. Auch antike Kunstschätze wurden fotografisch aufgenommen und den Reisenden angeboten. Die hochwertigen Fotografien der Skulpturen und Fresken leisteten weiterhin einen wichtigen Beitrag zur Dokumentation der Kunstschätze und der Zugänglichkeit für Wissenschaftler aus ganz Europa, die zuvor auf Nachzeichnungen oder Stiche angewiesen waren, wenn sie nicht das Original selbst betrachten konnten.
    Raffaello Sanzio da Urbino
    Einer der bedeutendsten Meister der Hochrenaissance, berühmt für die vollkommene Harmonie, Klarheit und Ausgewogenheit seiner Kompositionen. Sein Werk, geprägt von idealer Schönheit und humanistischem Geist, beeinflusste die europäische Kunst nachhaltig bis weit über seine Zeit hinaus.
    Heinrich Friedrich Tank
    Als einen „der vorzüglichsten jetzt lebenden Maler“ bezeichnet Georg Caspar Nagler den aus Altona stammenden Maler Heinrich Friedrich Tank, der von Hamburg über Kopenhagen nach München zog, wo er bis zu seinem Tod 1872 lebte. Naglers Einschätzung mag Erstaunen hervorrufen, denn heute ist Tank wie so viele Maler des 19. Jahrhunderts weitgehend vergessen, doch ist seine Wiederentdeckung nicht ohne Reiz. Aus Altona gebürtig, das damals noch dem dänischen Königreich angehörte, ging Tank nach Kopenhagen, wo die dortige Akademie, an der bereits die großen aus Norddeutschland stammenden Romantiker Philipp Otto Runge und Caspar David Friedrich Ende des 18. Jahrhunderts ihre Karriere gestartet hatten, in den späten 1820er Jahren nichts von ihrer Attraktivität als Ausbildungsstätte eingebüßt hatte. Über Tanks Tätigkeit dort ist allerdings wenig bekannt, doch muss er seine Studien zügig vorangetrieben haben, denn 1827 erhielt er eine Silbermedaille und 1828 bewarb er sich erfolglos um ein Reisestipendium. Offensichtlich etablierte er sich aber in der Folge in Kopenhagen als Maler von Seestücken und auch als Porträtist und beteiligte sich wiederholt in den frühen 1830er Jahren an den Frühjahrsausstellungen auf Schloss Charlottenborg 3, bevor er 1835 nach einem längeren Zwischenstopp in Hamburg nach München ging.
    Richard Teschner
    Österreichischer Künstler und Puppenspieler, der als Erneuerer des Figurentheaters mit seinen symbolistisch geprägten Stabpuppen, kunstvoll gestalteten Bühnenbildern und dem „Goldenen Schrein“ eine einzigartige Verbindung von bildender Kunst, Theater und Musik schuf.
    Hans Thoma
    Deutscher Maler und Grafiker, der als zentrale Figur des deutschen Spätromantizismus und Symbolismus gilt. Seine Werke verbinden idealisierte Naturdarstellungen und mythologische Motive mit einer schlichten, zeitlos wirkenden Formensprache.
    Adolph Thomas
    Der Zittauer Künstler gehört zum Kreis der spannenden und noch zu entdeckenden Schüler Ludwig Richters.
    Charles Turner
    Englischer Grafiker und einer der bedeutendsten Mezzotintostecher seiner Zeit, bekannt vor allem für Reproduktionsgrafik nach Gemälden führender Maler. Seine Drucke trugen wesentlich zur Verbreitung zeitgenössischer Porträt- und Historienmalerei im frühen 19. Jahrhundert bei.
    Johann Georg Wagner
    Geboren am 26. Oktober 1744 in Meißen, erste Unterweisung des früh talentierten Knaben durch die Eltern Maria Dorothea und Johann Jakob Wagner, seit 1758 Unterricht bei dem Onkel Christian Wilhelm Ernst Dietrich, später Unterricht durch den Hofmaler Joseph Roos, der allerdings ob des großen Talentes und des Könnens Wagners diesen mit Aufträgen versorgte, 1765 bestellt Johann Georg Wille aus Paris sechs Aquarelle, zwei Gemälde und zwei Zeichnungen des jungen Künstlers, Wille sorgte auch nach dem Tod Wagners dafür, dass seine Werke bekannt blieben und weit verbreitet wurden, Wagners Gouachen wurde so berühmt, dass in Paris hierfür der Begriff „coloriés d’après Wagner“ bzw. „dans la manière de Wagner“ gebräuchlich wurde, seit 1765 Pensionär und Unterlehrer an der Akademie in Meißen, verstorben am 14. Juni 1767 in Meißen.
    George Augustus Wallis
    Das Werk des 1761 bei London geborenen George August Wallis steht am Wendepunkt von klassizistischer Landschaftsauffassung zur romantischen Sehnsucht nach Einheit von Kunst und Natur. Wie viele seiner Künstlerkollegen faszinierte ihn Italien, das, bis auf wenige Jahre der Reisen, zeitlebens seine Heimat werden sollte. Dort hielt er die Vergänglichkeit antiker Ruinen und der Natur in Form von verfallenen Bauwerken und maroden Bäumen fest. Die Vielschichtigkeit innerhalb seines künstlerischen Ausdrucks lässt sich nicht zuletzt auf den intensiven Austausch mit Künstlern und Schriftstellern unterschiedlichster Geistesströmungen zurückführen, denen er, zumeist in Rom, begegnete. Doch auch Wallis wirkte seinerseits auf seine Zeitgenossen ein. Gerade in Heidelberg, wo er von 1812 bis 1817 weilte, regte er durch seinen eigenen Zugang zur Landschaft in der Kunst eine ganze Generation junger Romantiker an, das traditionelle Verständnis von Kunst im Lichte der romantischen Entwicklungen neu zu denken. Er starb 1847 in Florenz.
    Trajan Wallis
    Als Sohn des vielgerühmten Landschaftsmalers George Augustus Wallis, kam Trajan Raymond Wallis am 28. August 1794 in Rom zur Welt. Von Kindesbeinen an war er von Kunst umgeben, der Vater erteilte ihm den ersten Zeichenunterricht. Beim renommierten Stuttgarter Maler Eberhard von Wächter trat Wallis schließlich 1807 die Ausbildung an. In der Folge entstanden unzählige akademisch anmutende Studien und Zeichnungen, darunter Akt-, Hand- und Gewandstudien. Darin erforschte der Künstler minutiös die Faltenwürfe im Stoff sowie die menschliche Physis und bannte sie mit äußerster Fingerfertigkeit auf Papier. Dass Trajan Wallis sich jedoch nicht einzig auf sein künstlerisches Schaffen konzentrieren konnte, machen biographische Berichte ersichtlich, nach denen er immer wieder zwischen Deutschland und Italien hin und her reiste, um gemeinsam mit dem Vater als Kunstsachverständiger und Agent im Dienst verschiedener Auftraggeber zu arbeiten. Er starb 1892.
    Carl August Walther
    Carl August Walther, geboren 1880 in Leipzig, begann seine Laufbahn als Maler, Zeichner und Grafiker an der Dresdner Akademie. Unter Oskar Zwintscher und Richard Müller entwickelte er zusehends seinen eigenen Stil und beteiligte sich 1909 an der „3. Ausstellung des Deutschen Künstlerbundes Weimar“ und in der Folge an zahlreichen Schauen in seiner Wahlheimat. Walther blieb Dresden stets treu und durchlebte das Kaiserreich, die Weltkriege, die Weimarer Republik, den NS-Staat und die Gründung der DDR. Von einem technisch überzeugenden, gegenstandsbetonten Realismus, der sich auch in Zeichnungen von einer Italienreise manifestiert, führte sein künstlerischer Weg zu symbolistischen und expressiven Tendenzen und wieder zurück. Nicht zuletzt lässt auch die Gestaltung von Exlibris mit provokanten, erotisierten Darstellungen, tief in das Wesen des Künstlers blicken. Doch weder die Avantgarden und programmatischen ‚Ismen‘ der Moderne, noch die Ernennung Dresdens als nationalsozialistische Gauhauptstadt und die Bombennacht des 14. Februar 1945 hinterließen Spuren im vielgestaltigen Œuvre Carl Walthers, das mit seinem Tod 1956 seinen Abschluss fand.