Mutter beim Häkeln mit spielenden Kindern
»Mutter beim Häkeln mit spielenden Kindern« ist ein Werk von Ferdinand Balzer, ausgeführt als Federzeichnung und Aquarell auf Papier und misst 16,4 x 20,8 cm (Darstellung).
Auf eine Raumecke begrenzt sehen wir Mutter und Kinder häkelnd mit gesenktem Kopf und Nadelarbeiten auf dem Schoß beieinandersitzen. In sich versunken widmet sich jedes Familienmitglied seiner Handarbeit. Es ist so still, dass wir eine Wand… weiterlesen ›
Auf eine Raumecke begrenzt sehen wir Mutter und Kinder häkelnd mit gesenktem Kopf und Nadelarbeiten auf dem Schoß beieinandersitzen. In sich versunken widmet sich jedes Familienmitglied seiner Handarbeit. Es ist so still, dass wir eine Wanduhr ticken oder das Feuer im Kamin knistern hören könnten. Eine friedliche Ruhe und familiäre Wärme strahlt diese Interieurszene aus, die auch farblich durch die warmen Ockertöne in der Patchworkdecke und dem Fußboden betont wird.
Ferdinand Balzer (1872 Frankfurt – 1916 ebd.) ist bekannt für seine figürlichen Szenen aus der Alltags- und Arbeitswelt sowie Landschaften aus dem Taunus und seiner hessischen Heimat. 1892 studierte er Malerei bei Anton Burger in Kronberg, 1893-97 an der Kunstschule Weimar und 1898/99 an der Städelschule bei Wilhelm Amadeus Beer. War er anfangs der Frankfurter Schule verbunden, so öffnete er sich später neuen Strömungen, wie der impressionistischen Stilistik Wilhelm Trübners. Um die Jahrhundertwende begann er formale Elemente aus dem Symbolismus und Jugendstil aufzugreifen.
Werkangaben
Werkbeschreibung und Zuschreibung: H. W. Fichter Kunsthandel, Frankfurt am Main
- Künstler
- Ferdinand Balzer
- Technik
- Aquarell
- Ausführung
- Federzeichnung und Aquarell auf Papier
- Signatur
- verso Nachlassstempel (nicht bei Lugt)
- Provenienz
- Nachlass des Künstlers
Maße
- Werk
- 16,4 x 20,8 cm (Darstellung)
Zustand
Sehr guter Zustand. Im Rand minimal wellig. Rückseitig in den beiden oberen Ecken Reste einer alten Montierung.
Ferdinand Balzer
Deutscher Maler und Zeichner, geboren am 31. Dezember 1872 in Frankfurt am Main, gestorben dort am 28. November 1916. Er studierte an den Kunstgewerbeschulen in Zürich und Frankfurt, 1892 bei Anton Burger in Kronberg, von 1893 bis 1897 an der Kunstschule Weimar bei Max Thedy und Frithjof Smith, danach an der Städelschule in Frankfurt. Ab 1900 war er bis zu seinem Tod in Frankfurt tätig, mit jährlich wechselnden Aufenthalten in den umliegenden Orten. In seinen meist kleinformatigen Gemälden, Aquarellen und Zeichnungen bevorzugte er Themen der ländlichen Kinderwelt, dazu Interieurs, Straßenszenen und zahlreiche Bildnisse. Anfangs der Frankfurter Schule verbunden, öffnete er sich später der impressionistischen Malweise Wilhelm Trübners.
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