nach einem Selbstporträt des Malers Josef Grassi (1755-1838)
»nach einem Selbstporträt des Malers Josef Grassi (1755-1838)« ist ein Werk von Carl Hermann Pfeiffer aus dem Jahr vor 1800, ausgeführt als Kupferstich auf Papier auf Karton aufgezogen und misst 24 x 20,3 cm (Darstellung).
Carl Hermann Pfeiffer fertigte den hier gezeigten Kupferstich nach einem Selbstbildnis des Malers Josef Mathias Grassi. Er gehörte zu den wichtigen Porträtmalern gegen Ende des 18. Jahrhunderts, der sich meist an englischen Vorbildern orien… weiterlesen ›
Carl Hermann Pfeiffer fertigte den hier gezeigten Kupferstich nach einem Selbstbildnis des Malers Josef Mathias Grassi. Er gehörte zu den wichtigen Porträtmalern gegen Ende des 18. Jahrhunderts, der sich meist an englischen Vorbildern orientierte. Der junge Künstler, den rechten Arm lässig auf eine Stuhllehne gelegt, schaut den Betrachter unverwandt an. Er hat sich mit Palette und Pinseln, den Attributen seiner Profession, sowie Entwurfsskizze einer Lyra spielenden Dame auf einer hinter ihm aufgebauten Leinwand dargestellt. Als glänzender Porträtist erlangte der ab 1795 in Dresden, Gotha und Rom tätige Maler schnell hohes Ansehen beim Wiener Adel. Als Professor für Porträtmalerei an der Dresdner Akademie ab 1799 stellte er weibliche Adelige häufig, besonders wiederum für russische und polnische Auftraggeber, in mythologischen Rollen dar. Das Bildnis auf der Staffelei ist somit zum einen als Hinweis auf sein Schaffen als Porträtist zu verstehen; zum anderen spiegelt sich darin möglicherweise das im galanten 18. Jahrhundert beliebte Motiv der Huldigung an die Frau des Künstlers als Quelle künstlerischer Inspiration - ein auf den antiken Mythos von Apelles und Kampaspe zurückgehendes Motiv: Apelles, der berühmteste Maler Griechenlands, verliebt sich in die schöne Kampaspe, die Geliebte Alexanders des Großen, während er sie für den Herrscher malt. Nachdem Apelles das Gemälde vollendet hat, erhält er Kampaspe von Alexander als Geschenk. |tw
Werkangaben
Werkbeschreibung und Zuschreibung: H. W. Fichter Kunsthandel, Frankfurt am Main
- Künstler
- Carl Hermann Pfeiffer
- Technik
- Kupferstich
- Ausführung
- Kupferstich auf Papier auf Karton aufgezogen
- Jahr
- vor 1800
- Epoche
- Romantik
- Darstellung
- Künstlerdarstellung
- Signatur
- Unterhalb der Darstellung in der Druckplatte signiert und bezeichnet: "Dessiné par luimeme – et gravé par C. Pfeiffer | Joseph Grassi | Peintre. | A Vienne chez F X Stöckl."
Maße
- Werk
- 24 x 20,3 cm (Darstellung)
- Platte
- 38,5 x 27,4 cm (Plattenmaß)
- Angabe
- Weitere Größen: Papier: 42,4 x 31,5 cm . 38,5 x 27,4 cm (Plattenmaß)
Zustand
Sehr guter Zustand. Leicht berieben und beschmutzt, über die gesamte Fläche schwach fleckig.
Carl Hermann Pfeiffer
Kupferstecher, geboren 1769 in Frankfurt am Main, gestorben am 26. März 1829 in Wien. Er kam als Kind nach Wien, wo sein Vater als Sekretär tätig war, und erhielt seine erste Ausbildung an der kaiserlichen Akademie der bildenden Künste. Fortgesetzt wurde sie bei dem Landschaftsmaler Johann Christian Brand, der ihn zum Radieren ermunterte. Nach erfolgreichen Versuchen machte er die Kupferstechkunst zu seinem Beruf und arbeitete vorzugsweise in der englischen Punktiermanier; Radierungen und Grabstichelarbeiten blieben demgegenüber in der Minderzahl. Den größten Teil seines Werkes bilden Bildnisse.
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