nach Martin von Molitor: Abendlandschaft
»nach Martin von Molitor: Abendlandschaft« ist ein Werk von Benedikt Piringer aus dem Jahr 1804, ausgeführt als Aquatinta auf Papier, montiert auf Papier und misst 48 x 65 cm (Darstellung).
Als ob wir in einem dunklen Zuschauerraum säßen, schauen wir aus einem abgedunkelten Vordergrund auf die Bühne des Bildes, eine Wiesenlichtung mit Wasserstelle. Unser Blick fällt auf die wie von Scheinwerfern angestrahlte Bauernfamilie, die… weiterlesen ›
In Martin von Molitors Arbeiten wird das Bild zur Bühne und die Natur zum Garten. Elemente wilder Natur werden so komponiert, dass sie den ästhetischen Ansprüchen entsprechen. Obgleich der kommenden Wirklichkeitsmalerei der Weg bereits vorgezeichnet war, entsprach auch nach 1800 die Wiedergabe der Ideallandschaft dem offiziellen Kunstgeschmack. Molitor gilt als Vertreter dieses Landschaftstypus, der noch über drei Generationen bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts tradiert wurde. |at
Werkangaben
Werkbeschreibung und Zuschreibung: H. W. Fichter Kunsthandel, Frankfurt am Main
- Künstler
- Benedikt Piringer
- Technik
- Radierung
- Ausführung
- Aquatinta auf Papier, montiert auf Papier
- Jahr
- 1804
- Epoche
- Romantik
- Darstellung
- Landschaft
- Signatur
- Unterhalb der Darstellung in der Druckplatte signiert, bezeichnet und datiert: "Gezeichnet von Molitor. | Gest. von Piringer. | Gedruckt von Senn. Gest. | Abend-Landschaft. | im Verlage des Kunst und Industrie Comptoirs zu Wien 1804."
Maße
- Werk
- 48 x 65 cm (Darstellung)
- Platte
- 56 x 70,7 cm (Plattenmaß)
- Angabe
- Weitere Größen: Papier: 56,3 x 71,3 cm . 56 x 70,7 cm (Plattenmaß)
Zustand
Sehr guter Zustand. Stellenweise leicht fleckig und minimal gebräunt.
Benedikt Piringer
Kupferstecher und Radierer, geboren 1775 in Wien, gestorben am 29. November 1826 in Paris. Nach dem Studium an der Wiener Akademie der bildenden Künste bei Friedrich August Brand arbeitete er am Wiener Industrie-Comptoir, für das er Landschaftsradierungen nach eigenen und fremden Entwürfen schuf, auch in Folgen. Um sich künstlerisch weiterzubilden, lebte er ab 1809 in Paris und gab auch dort radierte Landschaftsfolgen heraus. Zu seinen Blättern zählen Landschaften nach Brand, Ferdinand Kobell, Christian Wilhelm Ernst Dietrich, Nicolas Poussin und Martin von Molitor. Er ist nicht mit dem gleichnamigen Stecher (1774–1805) zu verwechseln.
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