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Die Namensbezeichnung stammt von Berthel Thorvaldsen selbst. \"Drei Jahre nach seiner Rückkehr in die Heimat war Thorvaldsen im Mai 1841 noch einmal für sechs Monate nach Italien aufgebrochen. Die Reise führte über Mecklenburg und Berlin zunächst nach Dresden. Die Gesellschaft machte auf Einladung des Majors Friedrich Anton von Serre (1789-1863) Mitte Juni 1841 für eine Woche Station in Maxen, einem bei Pirna gelegenen Rittergut Serres, das zu einem vielbesuchten Treffpunkt von Künstlern und Gelehrten geworden war. Dort traf der dänische Bildhauer nach vielen Jahren seinen Dresdner Künstlerkollegen Rietschel und ließ sich am 20. Juni 1841 von ihm porträtieren (offensichtlich hat auch Carl Christian Vogel von Vogelstein an dieser Sitzung teilgenommen, denn das Dresdner Kupferstichkabinett bewahrt ein am selben Tag entstandenes Thorvaldsen-Porträt seiner Hand). Die Baronin Stampe, die Thorvaldsen auf dieser Reise begleitet hatte, berichtet von einer anrührenden Geste, die sie beobachten konnte: \"In Dresden sah ich eines Tags einen jungen Menschen verstohlen ein Haar nehmen, das hinten auf Thorwaldsens Kragen lag, und es umständlich und mit Liebe innen hinter seinem Uhrglas verwahren. Das rührte mich, und ich gab ihm Tags darauf eine ordentliche Locke. Das war Professor Rietschel, der Bildhauer, von dem Thorwaldsen fand, er habe mehr Genie als Rauch.\" (aus: Schulte-Arndt, Monika; Ernst Rietschel als Zeichner. Mit einem Werkkatalog, Mainz 1995, S. 114)

Werkangaben

Werkbeschreibung und Zuschreibung: , Frankfurt am Main

Technik
Bleistift
Ausführung
Bleistift auf Papier
Jahr
1841
Epoche
Romantik
Land
Deutschland
Signatur
Unten rechts signiert: "ERietschel gez.". Unten links von fremder Hand bezeichnet: "Albert Thorwaldsen / Maxen d. 20. Juni 1841 [Autograph Bertel Thorvaldsen]".
Werkverzeichnis
Schulte-Arndt, Monika Ernst Rietschel als Zeichner. Mit einem Werkkatalog; Mainz 1995; S. 114. Werkverzeichnis Nr. 148.
Provenienz
Ernst Ehlers (1835 Lüneburg - 1925 Göttingen). Verkauf C. G. Boerner, Leizpig, Versteigerung der Sammlung E. Ehlers, 1935, Lot 248, Abb. Taf XII; 27. 11. 1935.;

Weitere Angaben

Provenienz
Ernst Ehlers (1835 Lüneburg - 1925 Göttingen) . Verkauf: C. G. Boerner, Leizpig, Versteigerung der Sammlung E. Ehlers, 1935, Lot 248, Abb. Taf XII; 27. 11. 1935.
Literatur
Schulte-Arndt, Monika: Ernst Rietschel als Zeichner. Mit einem Werkkatalog; Mainz 1995; S. 114. Werkverzeichnis Nr.: 148.
Werkverzeichnis
Schulte-Arndt, 148

Zustand

Guter Zustand. Gereinigt, die Ecken angeschrägt. kleiner Fleck oben rechts.

Ernst Friedrich Rietschel

1804 Pulsnitz – 1861 Dresden·Deutschland·19. Jahrhundert
Deutscher Bildhauer des Klassizismus, der vor allem durch seine idealisierten, zugleich lebensnahen Denkmäler und Porträtbüsten bedeutender Persönlichkeiten des 19. Jahrhunderts bekannt wurde.
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