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Der prächtigste antike Landsitz bei Tivoli ist die von Hadrian im Jahre 125 begonnene Sommerresidenz der römischen Kaiser. Über Jahrhunderte als Steinbruch genutzt, begannen systematische Ausgrabungen erst 1950. Die hier dargestellte Partie der ausgedehnten Ruine entzieht sich einer eindeutigen Zuordnung; vielleicht ist die sogenannte Piazza d’Oro gemeint.

Werkangaben

Werkbeschreibung und Zuschreibung: , Frankfurt am Main

Technik
Radierung
Ausführung
Radierung auf Papier
Jahr
1795
Epoche
Romantik
Darstellung
Architektur
Land
Italien
Signatur
Unterhalb der Darstellung in der Druckplatte signiert, datiert und bezeichnet: "A. C. Dies incise Roma 1795 | Tempio di Giove Olimpico in Villa Adriana"
Werkverzeichnis
Andresen III, Nr. 24; Fichter Nr. 67
Serie
Mahlerisch radirte Prospecte von Italien, von Johann Christian Reinhart, Jakob Wilhelm Mechau und Albert Christoph Dies

Maße

Werk
24,5 x 35,3 cm (Darstellung)
Angabe
Weitere Größen: 39,2 x 49,2 cm (Papier). 28,1 x 37,6 cm (Plattenmaß)

Weitere Angaben

Literatur
– Andresen, Andreas: Die deutschen Maler-Radirer des 19. Jahrhunderts nach ihren Leben und Werken. Bd. I-V; Hildesheim 1971. Werkverzeichnis Nr.: III, 24. – H.W. Fichter Edition: Spaziergänge in Italien. Gedruckte Kunst; Frankfurt am Main; Berlin 1994; Kat. Nr. 64.
Werkverzeichnis
Andresen, III, 24
Quelle
Mahlerisch radirte Prospecte von Italien, von Johann Christian Reinhart, Jakob Wilhelm Mechau und Albert Christoph Dies | Graphikfolge, Landschaft

Zustand

Sehr guter Zustand. Mittig geringfügig wellig. Auf dem Blattrand schwach verschmutzt. Die Blattecken sind minimal bestoßen. Die rechte obere Blattecke ist minimal beschädigt. Unten mit diversen Bezeichnung in Bleistift von fremder Hand.

Albert Christoph Dies

1755 – 1822·Deutschland·18. Jahrhundert, 19. Jahrhundert
Stets gilt der 1755 in Hannover geborene Künstler als Autodidakt, der durch das Kopieren angesehener Landschaftskünstler, darunter Claude Lorrain, seine Fertigkeiten schulte. Wie viele seiner Zeitgenossen zog Dies nach Rom, wo er ab 1775 ansässig war und durch den Verkauf erschwinglicher Kopien nach Hackerts beliebten Landschaften erste Erfolge feierte. Mit kolorierten Stichen für etablierte Grafikmanufakturen, darunter jene von Giovanni Battista Piranesi, fand er weithin Anerkennung und selbst Johann Wolfgang von Goethe lobte in seinem Reisebericht das Geschick des Künstlers. Wenngleich sein eigenständiges graphisches Werk bisweilen auf Kritik stieß, so zeugen die Hinterlassenschaften von einem vielseitig begabten Künstler, der sich aufgrund der politischen Unruhen 1796 wieder nach Wien begab und seinen Lebensabend als Biograph von Joseph Haydn verbrachte.
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