Die Acqua Aurea in Tivoli
»Die Acqua Aurea in Tivoli« ist ein Werk von Jakob Wilhelm Mechau aus dem Jahr 1794, ausgeführt als Radierung auf Papier und misst 25,2 x 35,1 cm (Darstellung).
Kaum wahrnehmbar, dicht bedeckt von Vegetation im Schatten liegend, ragt der Ponte l'Acquoria ins Bild, der unterhalb von Tivoli über den Anio führt; Reinhart hat ihn von der Ostseite dargestellt. Die Auffahrt zur Brücke liegt im Licht der … weiterlesen ›
Kaum wahrnehmbar, dicht bedeckt von Vegetation im Schatten liegend, ragt der Ponte l'Acquoria ins Bild, der unterhalb von Tivoli über den Anio führt; Reinhart hat ihn von der Ostseite dargestellt. Die Auffahrt zur Brücke liegt im Licht der Morgensonne. Die Quelle, an der ein Bauer seine Tiere tränkt, befindet sich unter dem ersten Brückenbogen.
Zu Serie "Mahlerisch radirte Prospecte von Italien"
Diese Radierung ist im Rahmen der Serie "Mahlerisch radirte Prospecte von Italien" entstanden, die durch den Nürnberger Verleger Johann Friedrich Fraunholz und den Künstler Johann Christian Reinhart (1761-1847) initiiert wurde. Mit dem Ansatz, eine Serie "[...] von den schönsten römischen Prospecten und Ruinen[...]" (Schmid 1998, S.161) als Sammlung herauszugeben, beauftragte Fraunholz neben Reinhart auch Albert Christoph Dies (1755-1822) und Jakob Wilhelm Mechau (1745-1808). Die drei Künstler hatten nur geringe Erfahrung in der Herstellung von Druckgraphiken und wurden als Maler vor allem ihrer Fähigkeit wegen ausgesucht, Landschaften und Architekturen feinfühlend und eben "mahlerisch" abzubilden. Von Beginn an war das Ziel der Serie die kunstvolle Darstellung der italienischen Landschaft, abseits der bis dato vorherrschenden Veduten und Ansichten der berühmtesten Sehenswürdigkeiten und touristischen Ziele. Im Vordergrund sollte die Landschaft Italiens stehen, Orte bewundernswerter Naturschauspiele sowie Ruinen, die den Künstlern bekannt, jedoch noch nicht zum Anziehungspunkt aller Italienreisender geworden waren. Besonders den Kunstsammlern in Deutschland sollte somit eine neue Seite des Sehnsuchtslandes aufgezeigt werden. So wurden die Darstellungen schließlich auch in italienischer Sprache betitelt, nicht nur da viele der Örtlichkeiten schlicht nicht zu übersetzen wären, sondern auch um ihnen den gewissen Klang der Exotik nicht zu nehmen.
Werkangaben
Werkbeschreibung und Zuschreibung: H. W. Fichter Kunsthandel, Frankfurt am Main
- Künstler
- Jakob Wilhelm Mechau
- Technik
- Radierung
- Ausführung
- Radierung auf Papier
- Jahr
- 1794
- Epoche
- Klassizismus
- Darstellung
- Genre
- Signatur
- in der Platte signiert, datiert und bezeichnet: "J. Mechau fece Roma 1794" und bezeichnet: "Fontana Blandusia volgarmente detta Aqua aurea a Tivoli"
- Werkverzeichnis
- Nagler 8, Nr. 21, Fichter Nr. 39
- Serie
- Mahlerisch radirte Prospecte von Italien, von Johann Christian Reinhart, Jakob Wilhelm Mechau und Albert Christoph Dies
Maße
- Werk
- 25,2 x 35,1 cm (Darstellung)
- Angabe
- Weitere Größen: 39,4 x 49 cm (Papier). 28,4 x 37,5 cm (Plattenmaß)
Zustand
Sehr guter Zustand. Entlang der Kanten schwach verschmutzt. Die Blattecken sind durch Stoßspuren beschädigt. Die linke obere Blattecke ist minimal eingerissen. Rechts unten befindet sich ein minimaler Randeinriss.
Jakob Wilhelm Mechau
Mehr aus der Werkgruppe
Ähnliche Werke
angegebenen Zeit, keine Kopien oder
Reproduktionen!
spezielles Klapp-Passepartout aus Karton nach
Museumsstandard geschützt!
Monats kostenlos zurückgeben!