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Der für seine sensiblen Kinder- und Familienszenen bekannte Künstler Hugo Bürkner (1818 Dessau – 1897 Dresden) zeigt hier ein Familienidyll in der guten Stube mit Vater am Piano und Mutter bei der Handarbeit im Schein einer Tischlampe. Das kleinste der Kinder steht auf einem Stuhl beim Vater am Klavier. Die beiden größeren Mädchen halten sich an den Händen und tanzen zur Musik.
Bürkner war Schüler des Hofmalers Heinrich Beck. Er studierte an der Kunstakademie Düsseldorf bei Karl Ferdinand Sohn. Mit Eduard Bendemann und Julius Hübner, zwei wichtigen Vertretern der Düsseldorfer Malerschule, verband ihn eine inspirierende und gute Freundschaft. In Dresden wurde er Professor und Leiter der Holzschneidekunst an der Kunstakademie und hatte Kontakte zu Ludwig Richter. Gemeinsam mit Robert Reinick arbeitete er am Deutschen Jugendkalender 1847 und 1848 mit. Bürkner trug entscheidend zur Entwicklung des Holzschnitts in Deutschland bei. Die rund 11.000 von ihm herausgegebenen Holzschnitte zierten zahlreiche Kinder- und Jugendbücher.
Aus: Bilder aus dem Familienleben in vierzehn Original-Radierungen mit Texten von Franz Bonn, verlegt von Alphons Dürr, gedruckt bei Fr. Felsing München.

Werkangaben

Werkbeschreibung und Zuschreibung: , Frankfurt am Main

Künstler
Hugo Bürkner
Ausführung
Kupferstich auf Papier
Jahr
1854
Signatur
links unten in der Druckplatte ligiert monogrammiert "HB" und datiert "54", darunter bezeichnet "Weilenadit[?]"

Maße

Werk
11 x 13,3 cm (Darstellung)
Platte
15,3 x 17,5 cm (Plattenmaß)
Angabe
Weitere Größen: Papier: 27,1 x 35 cm . 15,3 x 17,5 cm (Plattenmaß)

Zustand

Sehr guter Zustand. Auf dem Blattrand sind geringfügige Verfärbungen in Form einer ehemaligen Rahmung zu erkennen. Oben mittig und unten links sind großflächige Flüssigkeitsflecken sichtbar. Die obere und rechte Blattkante sind durch einzelne Stoßs

Hugo Bürkner

1818 – 1897·Deutschland·19. Jahrhundert

Deutscher Illustrator, Holzschneider und Radierer, geboren am 24. August 1818 in Dessau, gestorben am 17. Januar 1897 in Dresden. Zeichnen, Malen und Holzschneiden lernte er im Privatunterricht bei dem Dessauer Hofmaler Heinrich Beck. 1837 ging er nach Düsseldorf in das Atelier von Karl Ferdinand Sohn; dort schloss er Freundschaft mit Eduard Bendemann und Julius Hübner. Die Mitarbeit an den Illustrationen zu Athanasius Graf Raczynskis Geschichte der deutschen Kunst gab den Ausschlag, sich ganz der Illustration und dem Holzschnitt zu widmen. 1840 folgte er Bendemann und Hübner nach Dresden und schnitt dort 1840/41 nach deren Zeichnungen das Nibelungenlied, sein erstes bedeutendes Werk. Bei Anton Krüger ließ er sich zum Radierer ausbilden. 1846 wurde er erster Lehrer, 1855 Professor des neu gegründeten Dresdner Ateliers für Holzschneidekunst.

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