Forum Romanum mit Säulen des Dioskurentempels
»Forum Romanum mit Säulen des Dioskurentempels« ist ein Werk eines unbekannten Künstlers aus dem Jahr um 1710, ausgeführt als Aquarellierte Federzeichnung auf Papier, Wasserzeichen Lilie im Wappen unter Krone über Beizeichen und misst 13,5 x 20,7 cm (Darstellung).
Sowohl der Blick durch die Säulen des Dioskuren-Tempels über die Via Sacra und das Kapitol als auch die Ansicht der Ruinen des Saturntempels neben dem Septimius-Severus-Bogen gehören zu den beliebtesten und wichtigsten Motiven der künstleri… weiterlesen ›
Sowohl der Blick durch die Säulen des Dioskuren-Tempels über die Via Sacra und das Kapitol als auch die Ansicht der Ruinen des Saturntempels neben dem Septimius-Severus-Bogen gehören zu den beliebtesten und wichtigsten Motiven der künstlerischen Italienrezeption seit dem 17. Jahrhundert.
Die erste Zeichnung zeigt uns den Zustand des nahezu ländlich anmutenden Areals des Forums als Campo Vaccino mit den drei Säulen des Castortempels links im Vordergrund. Der Blick durch die Säulen fällt links auf das Kapitol, die Rückseite des Senatorenpalastes und die Säulen des Saturntempels. Rechts, etwas weiter entfernt, hinter dem Brunnen mit dem schalenförmigen Becken, ragen aus dichtem Blattwerk die Kuppel der Kirche SS. Luca e Martina und der Giebel der Curia Iulia. Die zweite Darstellung (Nr. 8) zeigt die Überreste des Saturntempels rechts im Vordergrund. Der Durchblick durch die Säulen des Tempels gibt die Sicht auf die in geringer Entfernung stehende Phokas-Säule frei. Rechts am Bildrand führt der Künstler unseren Blick über die Via Sacra hin zum Dioskurentempel. Links, gesäumt von Bäumen auf hügeligem Terrain erhebt sich majestätisch der Baukörper des Septimius-Severus-Bogens.
Das auf 1707 zu datierende Wasserzeichen beider Blätter lässt eine Eingrenzung der Entstehungszeit der Zeichnungen auf das frühe 18. Jahrhundert zu. Auch der Zustand des Castortempels deutet auf diesen Zeitraum hin, denn er ist noch vor den ersten konservatorischen Maßnahmen dargestellt: es fehlen die charakteristischen Zuganker im oberen Drittel der Säulen, die in Darstellungen um die Mitte des 18. Jahrhunderts zu sehen sind.
Unsere frühen Blätter bestechen durch die zeichnerische Genauigkeit, die aber den malerischen Reiz der Szene nicht unberücksichtigt lässt. Entgegen der häufig anzutreffenden Belebung der Flächen durch Tier und Mensch konzentriert sich der Künstler hier gänzlich auf die kraftvolle Wirkung der architektonischen Fragmente.1
1??Vgl. Ausst.-Kat. Römische Skizzen, Staatsbibliothek Berlin 1988. Vgl. auch Ausst.-Kat. Roma antica, Museum für Kunst und Kulturgeschichte Dortmund 1994.
Werkangaben
Werkbeschreibung und Zuschreibung: H. W. Fichter Kunsthandel, Frankfurt am Main
- Künstler
- Unbekannter Künstler
- Technik
- Aquarell
- Ausführung
- Aquarellierte Federzeichnung auf Papier, Wasserzeichen Lilie im Wappen unter Krone über Beizeichen
- Jahr
- um 1710
- Epoche
- Klassizismus
- Darstellung
- Architektur
Maße
- Werk
- 13,5 x 20,7 cm (Darstellung)
Zustand
Guter Zustand. Das Blatt ist altersbedingt geringfügig verfärbt und blass stockfleckig. Rechts mittig befindet sich eine kleine Druckstelle im Papier.
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