Hügellandschaft bei Sebusein
»Hügellandschaft bei Sebusein« ist ein Werk von Rudolf Schuster aus dem Jahr 1870, ausgeführt als Lavierte Federzeichnung auf Papier und misst Papier: 18,4 cm x 27,7 cm.
Ludwig Richters Nachfolger an der Dresdner Kunstakademie, Friedrich Preller d. J., nannte Rudolf Schuster einst den größten Landschaftsmaler der Gegenwart. Schuster stammte aus einer Instrumentenhändler-Familie und wandte sich bereits früh … weiterlesen ›
Ludwig Richters Nachfolger an der Dresdner Kunstakademie, Friedrich Preller d. J., nannte Rudolf Schuster einst den größten Landschaftsmaler der Gegenwart. Schuster stammte aus einer Instrumentenhändler-Familie und wandte sich bereits früh dem Zeichnen von Landschaften sowie Bildnissen seiner Familienmitglieder zu. Im Alter von 15 Jahren nahm er Unterricht in der Unterklasse der Akademie. Bedingt durch den Deutschen Bruderkrieg im Jahr 1866, hielt sich Schuster vermehrt in seiner Heimatstadt Markneukirchen auf. Im selben Jahr entstand u. a. die Zeichnung Mädchen mit Zöpfen, eine akribische Portraitstudie einer jungen Frau mit feinen Schattierungen. Im Folgejahr wurde Schuster Student in Ludwig Richters Landschaftsatelier, nachdem er bereits fakultativ an seinem wöchentlichen Unterricht teilgenommen hatte. Bis 1873 studierte er bei Richter und fertigte zahlreiche Landschaftsdarstellungen und Studien auf seinen Wanderungen in der Sächsischen und Fränkischen Schweiz sowie dem Böhmischen Mittelgebirge an. Das Werk Natureindrücke nahe einer gotischen Höhenburg gibt dabei ein aufschlussreiches Zeugnis von Schusters Vorgehensweise: Auf der Aquarellzeichnung einer Gebirgslandschaft, die Schuster wohl vor Ort anfertigte, ist ein ganzseitiges Raster für die spätere Übertragung auf Leinwand aufgezeichnet. Um 1870 begann die Förderung Schusters durch Oskar Pletsch, der das Amt der künstlerischen Leitung der Zeitschrift Deutsche Jugend bekleidete und insgesamt 68 Zeichnungen bei Schuster in Auftrag gab. Weitere Förderung erhielt der junge Landschaftsmaler ebenfalls durch seinen Lehrer: Richter empfahl Schuster an Hugo Bürkner für die Anfertigung von Landschaftszeichnungen als Vorlagen für Holzschnitte. Als er das Munckelsche Reisestipendium gewann, zog Schuster nach seinem Studium 1873 nach München und nahm sich die Landschaftsmaler Adolf Heinrich Lier und Eduard Schleich zum Vorbild, die ihn an die Formensprache der Schule von Barbizon heranführten. Das Angebot, 1880 den Lehrstuhl für Landschaftsmalerei an der Akademie in Stuttgart zu übernehmen, lehnte er ab und hielt sich bis zu seinem Tod im Jahr 1902 in Berlin, Dresden, Weimar und Meran auf.
Werkangaben
Werkbeschreibung und Zuschreibung: H. W. Fichter Kunsthandel, Frankfurt am Main
- Künstler
- Rudolf Schuster (1848 Markneukirchen - 1902 ebd.)
- Technik
- Federzeichnung
- Ausführung
- Lavierte Federzeichnung auf Papier
- Jahr
- 1870
- Epoche
- Realismus
- Darstellung
- Landschaft
- Land
- Deutschland
- Signatur
- Unten rechts datiert: "Sebusein d. 10 Oct. 1870".
Maße
- Werk
- Papier: 18,4 cm x 27,7 cm
Zustand
Guter Zustand. Entlang der Blattkanten sind Verfärbungen und leichte Verschmutzungen sichtbar. Die Farbigkeit ist frisch erhalten. Die Darstellung macht einen tadellosen Eindruck.
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