Künstler

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    Gotthelf Leberecht Glaeser
    <ul><li>Geboren am 11. Juli 1784 in Pegau bei Leipzig</li><li>Sohn von Johann Friedrich Gotthelf Glaeser (Kantor und Schuldirektor) und Christiane Hübler&nbsp;</li><li>Schüler von Friedrich August Tischbein an der Leipziger Kunstakademie, beeinflusst von Anton Graff&nbsp;</li><li>ab 1812 als großherzoglicher Hofmaler in Darmstadt tätig&nbsp;</li><li>lebte von 1820 bis 1823 in Frankfurt am Main&nbsp;</li><li>Mitglied der Freimaurerloge Johannes Evangelist zur Eintracht in Darmstadt&nbsp;</li><li>Spezialisiert auf Porträtmalerei und allegorische Darstellungen&nbsp;</li><li>Sein Stil wurde von Kunsthistoriker Heinrich Ragalle als "beseelter Realismus" beschrieben&nbsp;</li><li>Bekannte Porträtierte: Christiane Schumann (Mutter des Komponisten Robert Schumann), Großherzogin Luise, Prinz Christian von Hessen-Darmstadt, Schriftsteller August Schumann&nbsp;</li><li>Werke im Schlossmuseum Darmstadt, Hessischen Landesmuseum Darmstadt und Jewish Museum in New York&nbsp;</li><li>Verstorben am 19. Mai 1851 in Langen bei Darmstadt</li></ul>
    Angilbert Göbel
    War ein deutscher Maler, Kupferstecher und Bildrestaurator aus Frankfurt am Main. Er gehörte zum Kreis Frankfurter Künstler um Anton Burger und Jacob Fürchtegott Dielmann und gilt als Vertreter des Realismus im 19. Jahrhundert.
    Carl Wilhelm Götzloff
    1799 in Dresden-Neustadt geboren, trat Götzloff 1814 das Studium unter renommierten Malern wie Caspar David Friedrich an der Königlichen Kunstakademie in Dresden an. Die siebenjährige Lehre endete mit dem Erhalt einer akademischen Auszeichnung. Ganz Kind seiner Zeit zog es Götzloff 1821 mit einer Leidenschaft nach Italien. Stipendien und royale Aufträge ermöglichten ihm in den nächsten Jahren Aufenthalte und Studien in allen wichtigen Kunstzentren darunter Rom, Neapel und Sizilien. Vielfach traf er Künstlerkollegen ´wie Joseph Anton Koch und etablierte sich und seine Kunst an den europäischen Adelshöfen. Er arbeitete als Hofmaler für das Königreich beider Sizilien und die russische Kaiserin. Auf diese glücklichen, erfolgreichen Zeiten folgten in den letzten Lebensjahren allerdings Misserfolge und Schicksalschläge. In der Zeit nach dem Tod der Ehefrau 1855 versuchte Götzloff vergeblich in Deutschland erneut Fuß zu fassen. Er starb 1866 in Neapel.
    Josef Grassi
    Josef Grassi wurde als Sohn des Goldschmiedes Ottilio Grassi 1757 in Wien geboren und schon im Alter von 11 Jahren an der Wiener Akademie aufgenommen. Bald erlangte er als Porträtmaler hohes Ansehen beim Wiener Adel. Im Jahre 1791 siedelt er nach Warschau über, kehrte allerdings aufgrund der kriegerischen Unruhen nach vier Jahren nach Wien zurück. Es folgten zahlreiche Reisen, bis Grassi 1799 zum Professor für Poträtmalerei der Dresdner Akademie ernannt wurde. Die Jahre zwischen1808 bis 1810 und 1816 bis 1821 lebte er erneut in Rom und bekleidete dort das Amt des Studiendirektors der königlich sächsischen Pensionäre. Er wurde mehrfach ausgezeichnet und gehörte verschiedenen Akademien an. Grassis Œuvre ist in erster Linie von Adelsporträts bestimmt, die sich meist an englischen Vorbildern orientierten. Er starb im Januar 1838 in Dresden.
    Hanns Lautensack
    Deutscher Zeichner, Kupferstecher und Radierer der Renaissance, der vor allem für seine Landschaften, Porträts und ornamentalen Entwürfe bekannt ist und in Wien wirkte.
    Georg Emil Libert
    Georg Emil Libert war ein dänischer Landschaftsmaler des 19. Jahrhunderts, der für seine detailreichen Naturdarstellungen bekannt wurde. Nach seiner Ausbildung an der Königlich Dänischen Kunstakademie unternahm er zahlreiche Reisen, die ihn nach Deutschland, Italien und in die Schweiz führten, wo er seine Motive fand. Seine Werke, geprägt von einem feinen Gespür für Licht und Atmosphäre, machten ihn zu einem bedeutenden Vertreter der romantischen Landschaftsmalerei in Dänemark.
    Friedrich Loos
    Friedrich Loos wurde 1797 in Graz geboren. Obgleich aus einer wenig wohlhabenden Handwerkerfamilie stammend, erkannte bereits zu Schulzeiten ein Lehrer das Talent und erteilte ihm kostenfrei den ersten Zeichenunterricht. 1816 bis 1821 besuchte er die Wiener Akademie der bildenden Künste und wurde von Joseph Mössmer und Josef Fischer in der Landschaftsmalerei unterwiesen. Johann Friedrich Leybold brachte ihm die Technik der Radierung bei, der er sich in den Folgejahren widmete. Auf Anregung Johann Nepomuk Schödlbergers hin schuf Loos schließlich vermehrt Arbeiten in Öl. Zwischen 1825 und 1826 lebte er in Leipzig bei der Familie Speck von Sternburg, um deren Kunstsammlung graphisch zu katalogisieren. Währenddessen entstanden zahlreiche Werke nach der sächsischen Natur. Mit der Rückkehr nach Wien konnte er große Erfolge als Landschaftsmaler verbuchen und stellte regelmäßig in den Akademieausstellungen aus. Einen weiteren Karrierehöhepunkt bildete der Aufenthalt in Rom 1846 bis 1852, in dem vielbeachtete Panoramen und Einzelwerke entstanden. Nach zwei Jahren in Bremen lebte er bis zu seinem Tod 1890 in Kiel.
    Ádám Mányoki
    Ungarischer Maler des Barock, der als bedeutender Porträtist des frühen 18. Jahrhunderts vor allem durch fein ausgearbeitete Bildnisse des europäischen Adels und durch seine Tätigkeit an deutschen Höfen bekannt ist.
    Conrad Martin Metz
    Ein süddeutscher Künstler der Spätaufklärung, der neben Porträts auch akademische Figuren- und Allegoriendarstellungen in Zeichnung und Malerei schuf und stilistisch zwischen Spätbarock und frühem Klassizismus steht.
    Carl Millner
    Carl Millner kam am 25. März 1825 in Mindelheim auf die Welt. Im Jahre 1841 begann er an der königlichen Akademie in München zu studieren. Mit dem Weggang des Peter von Cornelius im selben Jahr wurde ihm die Studienerlaubnis wieder aberkannt, nach einer Prüfung konnte er jedoch das Studium an der Akademie wieder aufnehmen. Dabei wurde er stark von Eduard Schleich und Carl Rottmann beeinflusst. Er etablierte sich in der Folge als gefragter Landschaftsmaler. 1858 folgten weitere Studien bei Julius Lange. Auf vielfachen Studienreisen nach Tirol, Niederbayern, die Schweiz, und in die Umgebung Merans perfektionierte er seine Darstellung alpenländischer Landschaften. 1853 bis 54 bezog er eine gemeinsame Wohnung mit dem Landschafts- und Architekturmaler Wilhelm Gail. Zwei Jahre später ließ sich Millner endgültig in München nieder und gründete ein eigenes Atelier. Er verstarb am 19. Mai 1895 in München.
    Viktor Paul Mohn
    Aus dem illustren und umfangreichen Schülerkreis Ludwig Richters sticht Viktor Paul Mohn besonders hervor. Er und Albert Venus hatten sowohl künstlerisch als auch menschlich die engste Bindung an den Lehrer und Mohn übernahm 1869 stellvertretend dessen Amt an der Dresdner Kunstschule. Den enormen Einfluss, den Richter als Künstler auf Mohn hatte, kann man an vielen seiner Aquarelle und Illustrationen ablesen. Die erste Italien-Reise, die er 1866 zusammen mit Albert Venus unternahm, stand ganz im Zeichen des Lehrers: Die Künstler besuchtet nicht nur dieselben Orte, die diesen Jahrzehnte zuvor so beeindruckt hatten. Sie orientierten sich auch in ihrer Arbeitsweise an Richter. Dessen graphische Präzision, gepaart mit einem sensiblen Gespür für atmosphärische Stimmungen, wurde auch für Mohn und Venus in Italien bestimmend, auch wenn ihre Interpretation durch vielfältige Übersteigerungen dieser Grundelemente einen ganz eigenen, häufig schon über-idealisierten Charakter bekam. Als Mohn 1868 erneut in Italien weilte und dort wieder auf seinen Freund Albert Venus traf, zeigte er sich enttäuscht von dessen Abkehr von den Richterschen Idealen der klaren Linie. „Der Teufel reitet ihn, sein zweites Wort ist – Achenbach.“ Malerische Freiheit, Dominanz der Farbe, impressionistische Verwirbelungen: all dies entsprach nicht Mohns Kunstweg. Doch dass auch er auf Seitenpfaden wandelte, die sich von seinem großen Vorbild entfernten, wird auch heute noch zu wenig beachtet. Zwar hat er nie den malerischen Effekt über die Klarheit der zeichnerischen Aussage gestellt, doch manche Aquarelle zeigen in der Komposition eine ganz eigene Tendenz der Bilderfindung, die nicht aus dem Œuvre des Lehrers heraus zu erklären ist. Die enge Bindung an Richter blieb aber bestehen. So heiratete Mohn 1873 die Enkelin des Meisters und übernahm 1875 die stellvertretende Leitung des Richterschen Ateliers. 1880 wurde Viktor Paul Mohn zum Professor der Dresdner Kunstakademie ernannt. Nur drei Jahre später kehrte er Dresden den Rücken, um in Berlin in preußische Dienste zu treten. Auch dort erhielt er einen Professorentitel und unterrichtete ab 1895 an der Königlichen Kunsthochschule, deren Direktor er 1905 wurde. Viktor Paul Mohn verstarb im Februar 1911 in Berlin.
    Michael Mohr
    Michael Mohr malt die Landschaft. Nicht nur, wie er sie sieht oder empfindet, sondern auch mit einem der Romantik vertrauten Auge. Florian Illies drückte es in einer Würdigung Mohrs so aus: "Es ist, als hätte er die Seherfahrung und Kunstfindungen des 19. Jahrhunderts selbst gemacht." So liegt den Werken des 1964 in Fulda geborenen Künstlers das grundlegende Verständis der romantischen Kunst inne. Jedoch wiederholt er nicht bloß eine Innovation oder imitiert den Prozess der Ideenfindung, sondern er schafft authentische Landschaftsbilder in seinem individuellen und über Jahre entwickelten Stil. Begonnen hat er seine künstlerische Laufbahn in einer Fuldaer Restaurierungswerkstatt. Nach dieser Lehre ging er nach Frankfurt, wo er von 1982 bis 1988 an der Städelschule Malerei studierte. In ihrer Abstraktheit lassen die Bilder Michael Mohrs die sinnliche Erfahrung des romantischen Landschaftsmalers, des Impressionisten unter freiem Himmel und den zeitgenössischen Künstler mit eigener, starker Ausdruckskraft eins werden.
    Giuseppe Moricci
    Als Maler von Veduten und Genrebildern vermittelt uns der gebürtige Florentiner Giuseppe Moricci ein lebendiges Bild von Florenz in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Viele der Orte, die er mit großer Genauigkeit und Hingabe für seine Heimatstadt abzeichnete, wurden im späteren Jahrhundert zerstört und stadtplanerisch überformt. So zeigen uns seine Werke oftmals die noch engen Gassen und Straßenzüge der historischen Stadt, belebt durch ihre Bewohner. Diese stellte Moricci stets so lebendig dar, als habe er zu jedem eine gute Bekanntschaft oder gar persönliche Beziehung unterhalten. Aber auch die bis heute unveränderten Stadtteile und Gebäude, die seit der Renaissance nichts von ihrer Anziehungskraft auf Reisende verloren haben, stellte er genauestens dar. Seine ersten Studien erfuhr er am Collegio degli Scolopi, 1828 wurde eine seiner Zeichnugnen bei der Triennale der Akademie (Accademia de Belle Arte die Firenze) prämiert. Zur Mitte des Jahrhunderts gehörte er zum engen Kreis der Künstler und Literaten, die sich im historischen Caffè Michelangiolo trafen. Während des Risorgimento wurde das Caffè zu einem Anlaufpunkt für Intellektuelle, Patrioten und politisch Verfolgte. Wie viele seiner dortigen Künstlerfreunde beschäftigte auch Moricci sich weiterhin mit dem Zeichnen von Karikaturen. Ab 1870 wurde er wegen seiner vielseitigen und virtuosen Zeichnungskunst zum Lehrer für Zeichnung an die Accademia de Belle Arte berufen. Er starb im Januar 1879 in Florenz.
    Carl Friedrich Mylius
    Pionier der Architekturfotografie in Frankfurt. Carl Friedrich Mylius dokumentierte mit seinen Fotografien das historische Frankfurt im 19. Jahrhundert. Seine Aufnahmen von Römerberg, Eschenheimer Turm und Zeil sind wertvolle Zeitdokumente und zeigen die Stadt vor den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs. Als einer der Wegbereiter der Architekturfotografie wird sein Werk heute wiederentdeckt. <br>
    Olga Potthast von Minden
    Olga Potthast von Minden, 1869 im friesischen Sanderbusch geboren, entstammte einer Beamtenfamilie und erhielt ihre Grundausbildung in den Bildenden Künsten an der Akademie in Berlin unter Anton von Werner. Später wurde sie Schülerin von Julius Preller, dem Neffen des einflussreichen Weimarer Landschaftsmalers Friedrich Preller (1804-1878). Während sie in ihren künstlerischen Anfängen Porträts schuf, sorgte der Einfluss Prellers für eine lebenslange Hinwendung zur Landschaftsmalerei. Die Malerin unternahm Studienreisen in die Lüneburger Heide, in die Vogesen, die Eifel, sowie auf Inseln der Nord- und Ostsee. Ihre Gemälde zeigen naturalistische Heimatlandschaften, ohne jegliche Staffage, die durch den pastosen Pinselauftrag mitunter impressionistisch anmuten. Die Lichtführung und das intensive Farbspiel verleihen den Werken eine poetische Wirkung. Potthast von Minden gab ihre künstlerische Leidenschaft an ihre Tochter Ellen weiter. Sie starb 1942 in Varel.
    Raffaello Sanzio da Urbino
    Einer der bedeutendsten Meister der Hochrenaissance, berühmt für die vollkommene Harmonie, Klarheit und Ausgewogenheit seiner Kompositionen. Sein Werk, geprägt von idealer Schönheit und humanistischem Geist, beeinflusste die europäische Kunst nachhaltig bis weit über seine Zeit hinaus.
    Heinrich Friedrich Tank
    Als einen „der vorzüglichsten jetzt lebenden Maler“ bezeichnet Georg Caspar Nagler den aus Altona stammenden Maler Heinrich Friedrich Tank, der von Hamburg über Kopenhagen nach München zog, wo er bis zu seinem Tod 1872 lebte. Naglers Einschätzung mag Erstaunen hervorrufen, denn heute ist Tank wie so viele Maler des 19. Jahrhunderts weitgehend vergessen, doch ist seine Wiederentdeckung nicht ohne Reiz. Aus Altona gebürtig, das damals noch dem dänischen Königreich angehörte, ging Tank nach Kopenhagen, wo die dortige Akademie, an der bereits die großen aus Norddeutschland stammenden Romantiker Philipp Otto Runge und Caspar David Friedrich Ende des 18. Jahrhunderts ihre Karriere gestartet hatten, in den späten 1820er Jahren nichts von ihrer Attraktivität als Ausbildungsstätte eingebüßt hatte. Über Tanks Tätigkeit dort ist allerdings wenig bekannt, doch muss er seine Studien zügig vorangetrieben haben, denn 1827 erhielt er eine Silbermedaille und 1828 bewarb er sich erfolglos um ein Reisestipendium. Offensichtlich etablierte er sich aber in der Folge in Kopenhagen als Maler von Seestücken und auch als Porträtist und beteiligte sich wiederholt in den frühen 1830er Jahren an den Frühjahrsausstellungen auf Schloss Charlottenborg 3, bevor er 1835 nach einem längeren Zwischenstopp in Hamburg nach München ging.