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Geburt / Tod
1725 / 1797
land
Deutschland
zeit
18. Jahrhundert
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Indem sich Bernhard Rode seit seiner Studienzeit bei dem reformorientierten Carle Vanloo in Paris bevorzugt drastischen oder berührenden, jedenfalls zur moralischen Bewertung und Parteinahme auffordernden Bildthemen widmete, stellte er sein Schaffen dezidiert in den Dienst der Aufklärung. Denn wie die Forschung hervorgehoben hat, entsprach das von Rode vor allem in seiner Druckgraphik entfaltete Spektrum belehrender, abschreckender oder vorbildlicher, mit einem Bildungswert versehener Inhalte den Aufgaben, welche die Philosophie der Aufklärung der Kunst zunächst zugedacht hatte. Mit dem Kreis der Berliner Aufklärer, aber auch mit den Schweizern Jakob Bodmer und Johann Georg Sulzer war der Künstler gut vernetzt. Allerdings lässt sich sein Werk weder stilistisch noch inhaltlich mit einer Kunst der Aufklärung völlig gleichsetzen: schon die Auftragslage verlangte dem mit seinen Ambitionen in Deutschland verfrühten Maler, Zeichner und Radierer große Flexibilität ab. Seine Produktivität auf dem Gebiet der Allegorie war für Dekorationsentwürfe vielfältig nutzbar, doch für die Verwirklichung politischer Programmbilder boten sich spärliche Möglichkeiten. Vom Hof Friedrichs des Großen wurden repräsentative und galante, nicht etwa an das bürgerliche Selbstbewusstsein appellierende Werke nachgefragt. Selbst Rodes mit patriotischen Motiven während des Siebenjährigen Krieges geschaffener Gemäldezyklus zur Verherrlichung der Geschichte Brandenburg-Preußens blieb unverkauft, auch wenn 1763 nach seinen Zeichnungen die von Johann David Schleuen gestochenen "Denkwürdigkeiten Friedrichs des Großen" erschienen; nachdem er 1793 Direktor der Berliner Akademie geworden war, schuf er 1778-1795 auch eine Gemäldefolge zum Leben Friedrichs. Es war aber vielmehr Adolph Menzel, der Friedrich in der Zeit der Reaktion als ersten Bürger des Staates deutete und dabei auch eine Vorlage Rodes durch den Wechsel der Perspektive in diesem Sinn veränderte

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