Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen

Um die Mitte des 19. Jahrhunderts reisten immer mehr Touristen aus bürgerlichen Kreisen nach Italien. Fotografien konnten damals nur mit hohem zeitlichem Aufwand und einer teuren, unhandlichen Apparatur entstehen. Umso dankbarer griffen viele Touristen auf die Arbeiten der professionellen Fotografenateliers vor Ort zurück, um den Zuhausegebliebenen ein Souvenir aus der Ferne mitzubringen oder sie als Erinnerungsstücke zu sammeln. Berühmt gewordene Fotografen wie Carlo Naya, Giorgio Sommer oder die Gebrüder Alinari lichteten die bekanntesten Sehenswürdigkeiten ihrer Heimatstädte ab und begaben sich selbst auf Reisen, um die beliebtesten Ziele ihrer Kunden zu fotografieren und als Albuminabzug anzubieten. Die Via Appia wurde durch den Censor Appius Claudius Caecus Ende des 4. Jh. v. Chr. erbaut und erstreckte sich von Rom bis Capua. Die besterhaltene der großen römischen Straßen eignet sich bestens für die wissenschaftliche Dokumentation der Ruinen antiker Infrastrukturen. Die Aufnahme folgt kompositorischen Regeln. Die Via Appia teilt die Landschaft als diagonale Linie, die im Vordergrund von links unten in die Tiefe nach rechts oben führt. Dazu bilden die zwei markanten Pinien eine Senkrechte, die vertikal durch die Mitte verläuft. Während im Vordergrund eine freie Wiese zu sehen ist, erstreckt sich im Hintergrund das antike Aquädukt, eines der beliebtesten Motive der frühen archäologischen Fotografie. Um die historische Straße zu beleben und eine malerische Wirkung zu erzielen, hat der Fotograf Kutschen und Staffagefiguren in den Bildmittelgrund eingefügt. Die beiden Pinien sowie die Komparsen werfen lange Schatten und definieren den Raum.

Werkangaben

Werkbeschreibung und Zuschreibung: , Frankfurt am Main

Ausführung
Albuminpapierabzug
Jahr
um 1880
Darstellung
Landschaft

Maße

Werk
Albuminpapier: 19,5 cm x 25,3 cm

Zustand

Guter Zustand. Altersbedingt leicht verfärbt. Blattecken sind aufgrund der Befestigung geknickt. Entlang der Kanten mit blassen Verfärbungen. Am Blattrand rechts mittig mit blassen Stockflecken. Abrieb der Oberfläche rechts unten am Rand.

Zu sehen in Italiens Licht

Fratelli Alinari

Deutschland·19. Jahrhundert
"Fratelli Alinari" in Florenz sind das älteste noch bestehende fotografische Unternehmen der Welt: gegründet im Jahr 1852, gut zwei Jahrzehnte nachdem es dem französischen Erfinder Joseph Nicéphore Niépce gelungen war, ein Bild auf eine Zinnplatte zu bannen. Die Gebrüder Alinari waren Romualdo (1830-1891), Leopoldo (1832-1865) und Guiseppe (1836-1892). Leopoldo begann bereits in der Daguerreotypiezeit zu fotografieren und arbeitete für den Lithographen Guiseppe Bardi, mit dem er 1850 ein gemeinsames Fotoatelier gründete. 1854 kaufte Leopoldo die Anteile Bardis und mit seinen Brüdern zusammen entstand daraus das Atelier Fratelli Alinari. Es wurde eines der bedeutendsten italienischen Ateliers des 19. Jahrhunderts und später eines der größten Fotoarchive der Welt, das heute noch besteht.
Alle Werke von Fratelli Alinari ansehen ›

Weitere Werke von Fratelli Alinari

Aus derselben Ausstellung

Ähnliche Werke

Höchste Qualität
Bei uns erwerben Sie nur Originale aus der
angegebenen Zeit, keine Kopien oder
Reproduktionen!
Besonderer Schutz
Alle Kunstwerke auf Papier sind durch ein
spezielles Klapp-Passepartout aus Karton nach
Museumsstandard geschützt!
Ein Monat Rückgaberecht
Alle Ihre Einkäufe können Sie innerhalb eines
Monats kostenlos zurückgeben!
Schneller Versand
Alle unsere Kunstwerke und Bücher sind vorrätig und werden innerhalb von einem Tag nach Ihrer Bestellung verschickt!