Ruinen auf dem Palatin in Rom
»Ruinen auf dem Palatin in Rom« ist ein Werk eines unbekannten Künstlers aus dem Jahr 19. Jahrhundert, ausgeführt als Aquarell und Kreide auf Papier.
Nach den Pilgern, Kavalieren und wohlsituierten Bürgern kamen die Künstler. In Rom hielten sich in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts über 500 deutsche Maler, Bildhauer, Architekten und Schriftsteller auf. Obwohl die Faszination für Ita… weiterlesen ›
Nach den Pilgern, Kavalieren und wohlsituierten Bürgern kamen die Künstler. In Rom hielten sich in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts über 500 deutsche Maler, Bildhauer, Architekten und Schriftsteller auf. Obwohl die Faszination für Italien mehrere Kunstepochen umspannte, blieb die Sehnsucht nach dem Idealbild in ihren Werken immer sichtbar. Sowohl die Klassizisten, mit ihrer historisierenden Betrachtung der Antike, als auch die Romantiker, mit der Verherrlichung der italienischen Natur, teilten diese Auffassung. Das Aquarell eines unbekannten deutschen Künstlers stellt ein interessantes Gegenbeispiel dieser Betrachtung dar. Mit seinem gedeckten Kolorit und dem Verzicht auf jegliche Staffage trägt es beinahe realistische Züge. Es zeigt den Palast des Septimus Severus auf dem Palatin, dem Gründungsort Roms. Der Legende nach haben die Götter Romulus durch zwölf Geier, die über den Palatin flogen, ein Zeichen zur Gründung der neuen Stadt gegeben. Das sogenannte Domus Severiana entstand um 200 n. Ch. und diente dem späteren Kaiser Septimus Severus als Residenz, der einerseits als guter Herrscher in die Geschichte einging, andererseits aber für die Verfolgung der Christen verantwortlich war. Seine Residenz wurde so gefährlich nahe am Rande des Hügels gebaut, dass sie mit mächtigen Bogen gestützt werden musste. Betrachtet man das in seinen Details äußerst zurückhaltende Werk, so scheint es, als wollte uns der Künstler all die Hintergründe, mitsamt den düsteren Kapiteln der Geschichte, vermitteln. Der Himmel über der Ewigen Stadt war nicht immer azurblau, was das Aquarell umso interessanter macht.
Werkangaben
Werkbeschreibung und Zuschreibung: H. W. Fichter Kunsthandel, Frankfurt am Main
- Künstler
- Unbekannt (19. Jahrhundert)
- Technik
- Aquarell
- Ausführung
- Aquarell und Kreide auf Papier
- Jahr
- 19. Jahrhundert
- Epoche
- Romantik
- Darstellung
- Architektur
- Land
- Italien
- Signatur
- Unten links eigenhändig bezeichnet: "Rom".
- Stempel
- Verso Sammlerstempel, Lugt Nr. 3549. Erhard Oskar Kaps (1915 Leipzig - 2007 Leipzig) . Leipzig. 20. Jahrhundert, Verso Sammlerstempel; Lugt Nr. 3549. Erhard Oskar Kaps (1915 Leipzig - 2007 Leipzig) . Leipzig. 20. Jahrhundert
Weitere Angaben
- Stempel
- Verso Sammlerstempel, Lugt Nr.: 3549. Erhard Oskar Kaps (1915 Leipzig - 2007 Leipzig) . Leipzig. 20. Jahrhundert
Zustand
Akzeptabler Zustand. Altersgemäßer Zustand. Entlang der Kanten und in den Ecken leichte Knick- und Knitterspuren. Im Himmel streifenförmige Bereibungen sichtbar.
Unbekannt
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