Santa Maria della Catena, Palermo
»Santa Maria della Catena, Palermo« ist ein Werk von Albert Berg aus dem Jahr 19. Jahrhundert, ausgeführt als Aquarell auf Karton.
Die Kirche Santa Maria della Catena in Palermo, deren Vorhalle Albert Berg in seinem Aquarell wiedergibt, wurde zwischen dem späten 15. und frühen 16. Jahrhundert erbaut. Das von Matteo Carnilivari im Stile der katalanischen Spätgotik mit f… weiterlesen ›
Die Kirche Santa Maria della Catena in Palermo, deren Vorhalle Albert Berg in seinem Aquarell wiedergibt, wurde zwischen dem späten 15. und frühen 16. Jahrhundert erbaut. Das von Matteo Carnilivari im Stile der katalanischen Spätgotik mit frühneuzeitlichen Elementen errichtete graziöse Kirchengebäude liegt am Rande des alten palermitanischen Hafens \"La Cala\". Aus der Lage am Hafen leitet sich der sonderbare Name der Kirche ab, denn das Hafenbecken wurde früher allabendlich von der Kirche aus mit einer großen Kette zur offenen See hin verschlossen. Die Ansicht des Platzes vor der Kirche zeigt einige architektonische Elemente, die heute nicht mehr vorhanden sind. Das kleine Gebäude direkt an der Treppe unterhalb des Portikus ist heute verschwunden. Auch der Torbogen links, der die Szene einfasst und hinter dem einige Bootsmasten schemenhaft zu erkennen sind, existiert nicht mehr. Es scheint, als habe der heute nicht minder wirksame Reiz der überaus eleganten Architektur den Künstler in seinen Bann gezogen, denn er gab die baulichen Elemente des Portikus besonders sorgfältig wieder, was sich am nuancierten Kolorit ablesen läßt. In diesem für ihn interessanten Bereich der Architektur verwendet er in seiner Wiedergabe die kräftigsten Farben wenig verdünnt. Die Wände der umstehenden Gebäude gleißen im hellen Sonnenlicht Süditaliens auf und verschwimmen zum Rande hin mit der Tönung des Blattes. Der Künstler betont die als Säulenhalle ausgestaltete Vorhalle durch den farblichen Akzent einer dunkelblau-violetten Fläche, die wohl die verschatteten Hänge des Monte Pellegrino umschreibt. Albert Berg, der eigentlich im Jahre 1842 mit einem auf den diplomatischen Dienst vorbereitenden Jurastudium begonnen hatte, reiste ein Jahr später in die Schweiz, nach Oberitalien und Südfrankreich. Dieses Erlebnis war für ihn ausschlaggebend, sich ganz der Landschaftsmalerei zu verschreiben. Unser Aquarell stammt von einer Exkursion, die Berg kurz nach dieser Wandlung unternommen haben muß, etwa Mitte der vierziger Jahre des 19. Jahrhunderts, denn nach der Tour 1843 und vor einer späteren Reise 1849 nach Südamerika soll er in Konstantinopel, Malta und Sizilien gemalt haben.
Werkangaben
Werkbeschreibung und Zuschreibung: H. W. Fichter Kunsthandel, Frankfurt am Main
- Technik
- Aquarell
- Ausführung
- Aquarell auf Karton
- Jahr
- 19. Jahrhundert
- Epoche
- Romantik
- Darstellung
- Architektur
- Land
- Italien
- Signatur
- unten rechts unkenntlich bezeichnet: "Palermo 13 [..]."
Zustand
Insgesamt guter Zustand, zwei leichte restaurierte Schnitte in der Mitte.
Albert Berg
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