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Das Aquarell zeigt eine Wand der sogenannten "Casa del Naviglio" (Nr. VI. 10.11), genauer die südliche Wand der süd-östlichen Ecke des Atriums. Von der Wand hat sich nur ein Umriss-Stich des Mittelfeldes erhalten. Die Darstellung des Bacchus mit dem Thyrsosstab wurde bereits kurz nach der Ausgrabung des Hauses im Jahre 1826 abgenommen und befindet sich heute im Archeologischen Museum in Neapel (Inv. Nr. 9456).

Werkangaben

Werkbeschreibung und Zuschreibung: , Frankfurt am Main

Technik
Aquarell
Ausführung
Aquarell auf Papier
Jahr
1826/32
Epoche
Romantik
Darstellung
Architektur
Signatur
unten mittig signiert und datiert: "gez. von F. Peipers Architect 1826/32"; unten mittig bezeichnet: "Wandgemälde aus dem hause der Bachantinnen"
Werkverzeichnis
Katalog "Landschaft im Auge des Architekten", Nr. 19

Maße

Werk
19,6 x 17,8 cm (Papier)

Zustand

Tadelloser Zustand. in den oberen Ecken minimale Beschädigungen durch Knicke und Einstiche des Künstlers.

Jakob Friedrich Peipers

1805 – 1878·Deutschland·19. Jahrhundert
Der 1805 in Elbersfeld geborene Peipers musste bereits in jungen Jahren den Tod beider Eltern verkraften. 1821 verließ er die Heimat um bis 1825 an der privaten Architekturschule Friedrich Weinbrenners in Karlsruhe zu studieren. Kurz darauf folgte die praktische Ausbildung bei Franz Christian Gau in Paris. Bis 1829 verblieb er in Frankreich und reiste von dort aus mehrfach nach Italien, eine Destination die ihn auch im weiteren Leben immer wieder anziehen sollte. Ein Jahr später ließ er sich in Frankfurt als Architekt nieder. Von 1840 bis 1844 führte er die heute lediglich im Skulpturenschmuck erhaltene alte Börse am Paulsplatz in Frankfurt aus und wurde indessen in die Britische Architektenkammer (RIBA) aufgenommen. Angesichts der Tatsache, dass ein selbstständiges architektonisches Werk Peipers‘ heute nicht mehr greifbar ist, erscheinen die zahlreichen in Italien entstandenen Zeichnungen umso wertvoller, denn gleichwohl sie nicht die Architektur zum primären Inhalt haben, begriff sich Peipers stets als Architekt, der stolz mit "Peipers, Architekt" signierte. Anerkennung für sein Werk erhielt er durch den mehrfachen Vorsitz der Frankfurter Künstlergesellschaft. Er verstarb 1878 in seiner Wahlheimat Frankfurt am Main.
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