Bäume am Waginger See
»Bäume am Waginger See« ist ein Werk von Georg Wiesend aus dem Jahr 1846, ausgeführt als Aquarell auf Papier.
Bestechendes Naturstück mit sanftem Lichteinfall auf das hellgrüne Laub der Bäume am Waginger See. Das Aquarell zeigt eine idyllische Landschaft mit einem See im Vordergrund und einer hügeligen, bewaldeten Region im Hintergrund. Zwei große,… weiterlesen ›
Bestechendes Naturstück mit sanftem Lichteinfall auf das hellgrüne Laub der Bäume am Waginger See. Das Aquarell zeigt eine idyllische Landschaft mit einem See im Vordergrund und einer hügeligen, bewaldeten Region im Hintergrund. Zwei große, detailreich gemalte Bäume dominieren die linke Bildhälfte und bieten einen natürlichen Rahmen. Die Äste sind mit lebhaftem Grün bedeckt und werfen zarte Schatten auf das Gras darunter. Der Himmel ist in sanften Pastelltönen gehalten, mit leichten Wolken, die eine friedliche Stimmung erzeugen. Im Hintergrund erstreckt sich eine Bergkette, die dem Bild Tiefe verleiht. Rechts am Ufer ist eine kleine Kirche zu erkennen, die als einziges architektonisches Element einen Kontrast zur Natur bildet. Die Lichtverhältnisse deuten auf einen sonnigen Tag hin, was die Farben aufhellt und das gesamte Werk harmonisch wirken lässt.
Werkangaben
Werkbeschreibung und Zuschreibung: H. W. Fichter Kunsthandel, Frankfurt am Main
- Technik
- Aquarell
- Ausführung
- Aquarell auf Papier
- Jahr
- 1846
- Epoche
- Realismus
- Darstellung
- Landschaft
- Land
- Deutschland
- Signatur
- Unten rechts datiert: "37. Waginger-See 1846". Oben rechts eigenhändig bezeichnet: "Waginger See".
Zustand
Akzeptabler Zustand. Entlang der Kanten etwas verbräunt. Verso entlang der Kanten Reste einer alten Montierung. Oben links blass fleckig. Die Blattecken sind geringfügig bestoßen und geknickt. Die rechte obere Blattecke fehlt. Entlang der unteren Bla
Georg Wiesend
Nach seiner Ausbildung stand Wiesend zunächst zwischen der Entscheidung für eine Künstlerlaufbahn oder eine Beamtenkarriere. 1830 trat er schließlich in den bayerischen Staatsdienst ein und arbeitete fortan in verschiedenen Ämtern – unter anderem in Miesbach, Landshut, Tittmoning, Burghausen, Traunstein und Landau an der Isar. Parallel zu seiner juristischen Laufbahn blieb er künstlerisch aktiv. Besonders in den Jahren zwischen 1828 und 1835 stellte er regelmäßig Ölgemälde in der Akademie und im Kunstverein München aus, bevor er sich aufgrund seiner beruflichen Verpflichtungen zunehmend der Aquarellmalerei zuwandte.
Wiesend unternahm nahezu jährlich ausgedehnte Studienreisen, die ihn in die Alpenregionen, nach Tirol, Oberitalien, in die Schweiz und ins Salzkammergut führten. Dabei entstanden zahlreiche Aquarelle mit topographisch genauen Ansichten, die vor allem die Bergwelt, Wasserfälle und ländliche Motive festhalten. Seine Werke zeichnen sich durch eine detailreiche Naturbeobachtung und eine der spätromantischen Stimmung verpflichtete Bildsprache aus. Obwohl er zeitlebens künstlerisch aktiv blieb, wurde er von der Kunstgeschichte weitgehend vergessen.
Neben seiner Malerei zeigte Wiesend Interesse für Archäologie und Heimatpflege – er führte Grabungen durch, veröffentlichte seine Funde und engagierte sich für die Erhaltung historischer Denkmäler. Von Zeitgenossen wurde er als "Dilettant von ernstem, redlichem Streben" geschätzt – im Sinne eines kunstliebenden Laien mit hohem Anspruch.
Nach seinem Ruhestand 1879 lebte er in Berchtesgaden, wo er am 19. Juni 1881 starb. Sein künstlerisches Erbe umfasst mehrere hundert Studien und Aquarelle, von denen heute nur ein Bruchteil erhalten ist.
Weitere Werke von Georg Wiesend
Ähnliche Werke
angegebenen Zeit, keine Kopien oder
Reproduktionen!
spezielles Klapp-Passepartout aus Karton nach
Museumsstandard geschützt!
Monats kostenlos zurückgeben!