Staudamm im Zillertal
»Staudamm im Zillertal« ist ein Werk von Georg Wiesend aus dem Jahr 1861, ausgeführt als Aquarell auf Papier.
Imposante Staudämme aus geschichteten Holzbalken zwischen Felsen. Wohl im Zillertal bei Zell am Ziller entstanden. Das Bild zeigt eine idyllische Berglandschaft mit einem Wasserfall, der über eine hölzerne Konstruktion fließt. Im Vordergrun… weiterlesen ›
Imposante Staudämme aus geschichteten Holzbalken zwischen Felsen. Wohl im Zillertal bei Zell am Ziller entstanden. Das Bild zeigt eine idyllische Berglandschaft mit einem Wasserfall, der über eine hölzerne Konstruktion fließt. Im Vordergrund sind Felsen und üppige Vegetation zu sehen, die sich harmonisch in die Szenerie einfügen. Die Komposition führt den Blick des Betrachters von den detailliert dargestellten Bäumen und Büschen im Vordergrund über den Wasserfall hin zu den majestätischen Bergen im Hintergrund. Die Lichtverhältnisse sind klar und hell, was auf einen sonnigen Tag schließen lässt. Die Farbpalette ist erdig und natürlich, mit dominierenden Grüntönen, die die üppige Vegetation betonen. Die Szenerie wirkt ruhig und einladend, ohne menschliche Präsenz, was die unberührte Natur in den Vordergrund stellt.
Werkangaben
Werkbeschreibung und Zuschreibung: H. W. Fichter Kunsthandel, Frankfurt am Main
- Technik
- Aquarell
- Ausführung
- Aquarell auf Papier
- Jahr
- 1861
- Epoche
- Realismus
- Darstellung
- Landschaft
- Land
- Österreich
- Signatur
- Unten rechts datiert: "Zeller Mühl[?] 18 Aug 1861". Unten rechts nummeriert: "M. II Heft 6".
- Verso
- Genreskizze von Arbeitern auf dem hölzernen Staudamm.
Weitere Angaben
- Rückseite
- Genreskizze von Arbeitern auf dem hölzernen Staudamm.
Zustand
Akzeptabler Zustand. Die rechte untere Blattecke ist mehrfach grob geknickt. Entlang der oberen Blattkante lange Knickspuren. Alle Kanten leicht wellig und bestoßen sowie etwas verschmutzt. Ganz vereinzelt winzige Randeinrisse. Im unteren Bereich ver
Georg Wiesend
Nach seiner Ausbildung stand Wiesend zunächst zwischen der Entscheidung für eine Künstlerlaufbahn oder eine Beamtenkarriere. 1830 trat er schließlich in den bayerischen Staatsdienst ein und arbeitete fortan in verschiedenen Ämtern – unter anderem in Miesbach, Landshut, Tittmoning, Burghausen, Traunstein und Landau an der Isar. Parallel zu seiner juristischen Laufbahn blieb er künstlerisch aktiv. Besonders in den Jahren zwischen 1828 und 1835 stellte er regelmäßig Ölgemälde in der Akademie und im Kunstverein München aus, bevor er sich aufgrund seiner beruflichen Verpflichtungen zunehmend der Aquarellmalerei zuwandte.
Wiesend unternahm nahezu jährlich ausgedehnte Studienreisen, die ihn in die Alpenregionen, nach Tirol, Oberitalien, in die Schweiz und ins Salzkammergut führten. Dabei entstanden zahlreiche Aquarelle mit topographisch genauen Ansichten, die vor allem die Bergwelt, Wasserfälle und ländliche Motive festhalten. Seine Werke zeichnen sich durch eine detailreiche Naturbeobachtung und eine der spätromantischen Stimmung verpflichtete Bildsprache aus. Obwohl er zeitlebens künstlerisch aktiv blieb, wurde er von der Kunstgeschichte weitgehend vergessen.
Neben seiner Malerei zeigte Wiesend Interesse für Archäologie und Heimatpflege – er führte Grabungen durch, veröffentlichte seine Funde und engagierte sich für die Erhaltung historischer Denkmäler. Von Zeitgenossen wurde er als "Dilettant von ernstem, redlichem Streben" geschätzt – im Sinne eines kunstliebenden Laien mit hohem Anspruch.
Nach seinem Ruhestand 1879 lebte er in Berchtesgaden, wo er am 19. Juni 1881 starb. Sein künstlerisches Erbe umfasst mehrere hundert Studien und Aquarelle, von denen heute nur ein Bruchteil erhalten ist.
Weitere Werke von Georg Wiesend
Ähnliche Werke
angegebenen Zeit, keine Kopien oder
Reproduktionen!
spezielles Klapp-Passepartout aus Karton nach
Museumsstandard geschützt!
Monats kostenlos zurückgeben!