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Künstler

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  • Hermann Seeger (1857–1945) war ein deutscher Maler, der vor allem für seine lichtdurchfluteten Sommerlandschaften, Genreszenen und Porträts bekannt ist. Seegers Werke fangen die heitere Stimmung der wilhelminischen Ära ein und zeigen die Freizeitkultur des Bürgertums. Als Schüler der Berliner Kunstakademie bei Paul Thurmann und Carl Gussow malte er idyllische Refugien, die an das Wohlstandsempfinden und den Frieden der Belle Époque erinnern.
    August Seidel wurde am 5. Oktober 1820 in München geboren. Wie zuvor sein älterer Bruder Franz Seidel (1818–1903) entschied er sich für eine Laufbahn als Landschaftsmaler. Auf das Studium an der königlichen Akademie der Künste in München folgte die Ausbildung bei Carl Rottmann. Anschließend avancierte er zu einem äußerst gefragten Münchner Maler. 1845 reiste er mit Friedrich Voltz nach Italien und malte dort, und später noch unter diesem bleibenden Eindruck, eine Vielzahl italienischer Landschaften. Nach der Rückkehr in seine Heimatstadt verbesserte sich nochmals die Auftragslage und das Ansehen des Malers zu seinen Gunsten. 1863 hielt er sich in Paris auf. Im Verlauf seines weiteren Schaffens lässt sich eine deutliche Hinwendung zu impressionistischen Bildern barbizonischer Prägung beoachten. August Seidel verstarb am 2. September 1904 in München.
    Künstlerische Ausbildung bei Karl von Piloty in München, ab 1873 Lehrer an der Münchner Akademie Buchenwald, Illustrator für die Zeitschrift "Jugend", bekannt für Landschaftsbilder und allegorische Darstellungen
    Joseph Selleny war ein Weltenbummler. In Wien geboren und dort Schüler des weit gereisten Landschaftsmalers Thomas Ender, erkundete er bald nach dem Studium an der Akademie das eigene Land sowie den Norden Italiens. 1854 ermöglichte ihm ein Stipendium der Wiener Akademie die Studienreise über Rom bis nach Neapel. Doch war dieser Reise-Radius schon lange nicht mehr aussergewöhnlich, gehörte beinahe pflichtmäßig zur Karriere des bildenden Künstlers im 19. Jahrhundert. Erst durch die Bekanntschaft mit dem Erzherzog Ferdinand Maximilian und dessen Vermittlung zu der von Kommodore Bernhard von Wüllerstorf geleiteten "Novara-Expedition", tat Selleny einen weiten Schritt, der ihn weit über den europäischen Kontinent hinaustrug. Die Fregatte SMS Novara sollte die gesamte Welt umsegeln und dabei wissenschaftliche Untersuchungen anstellen und ein Bild entfernter Weltregionen erstellen. Maler und Zeichner dieses Bildes, sowohl zur Illustration der wissenschaftlichen Entdeckungen als auch zur Veranschaulichung der Reise für Volk und Kaiser, war Joseph Selleny. Mit über 2.000 während der knapp 28 Monate dauernden Expedition entstandenen Werken, vermittelte Selleny ein lebendiges Bild der Reise, deren Ergebnis breites Interesse generierte. Nicht zuletzt der Erfolg dieser Arbeit führte dazu, dass der erwähnte Erzherzog Ferdinand Maximilian, Sellenys Begleitung auf einer eigenen Nordafrika-Expedition und bis nach Brasilien wünschte.Durch unendliches Naturstudium und die Eindrücke der unterschiedlichsten Landschaftsformen, wurde Selleny zu einem der beliebtesten Landschaftsmaler seiner Zeit und erhielt sogar Aufträge vom Kaiserhof. Auch als er sich zu Beginn der 1870er Jahre nach Südtirol zurückzog, malte er noch Landschaften nach der dortigen gebirgigen Natur. Eine Nervenkrankheit traf den kaum 50 Jahre alten Maler und zwang ihn während seiner letzten Lebensmonate in eine Heilanstalt in Wien. Dort verschied er im Alter von 51 Jahren.
    deutscher Künstler, um 1900 und im frühen 20. Jahrhundert in München tätig
    ab 1869 Studium an der Akademie in Wien unter Anselm Feuerbach, 1876 Studienreise nach Rom, 1881 beauftragt im kaukasischen Museum in Tiflis Wandbilder zu schaffen, später als Illustrator in München tätig, später auch Maler von Genreszenen sowie mit monumentalen Wandbildern beauftragt
    Punktierstecher französischer Herkunft mit britischer Staatsangehörigkeit, geboren um 1764, gestorben 1813. Geboren in London, war er Schüler von Picot und Lehrer von Jean Godefroy. 1802 siedelte er nach Paris über, wo er bis zu seinem Tod blieb; sein Nachlass wurde dort als feindliches Eigentum beschlagnahmt. Er fertigte Zeichnungen an, die Ruotte zwischen 1802 und 1808 punktierte, und stach eigene Platten für den Verleger Ostervald.
    Als Giorgio Sommer 1834 in Frankfurt am Main geboren wurde, hatte sich die Fotografie als, die Wirklichkeit abbildende, Technik bereits seit einigen Jahren gut entwickelt. Deutsche, englische und französische Pioniere der Fotografie hatten bis etwa 1840 Methoden entwickelt, mithilfe lichtempfindlicher Materialien und mehr oder weniger präzisen Optiken, die Natur im Sinne unserer heutigen Fotografie wiederzugeben. Zur Mitte des Jahrhunderts entstanden überall kleine fotografische Ateliers, oft ehemalige lithographische Anstalten, die die neue Technik gleichsam als Fortentwicklung ihres bisherigen Metiers sahen. Giorgio Sommer, der sich zunächst einer Ausbildung zum Kaufmann widmete, gehört zu den frühesten erfolgreichen Fotografen. Um 1856 ging er nach Italien und eröffnete 1857 ein eigenes Atelier für Fotografie in Neapel. Er bereiste Italien und folgte dabei nicht zuletzt den Spuren der Grand Touristen, die seit dem 18. Jahrhundert den Kanon der sehenswürdigen Orte und Monumente in Italien festgelegt hatten. Populäre Ziele wie die antiken Reste des alten Rom, Ruinen in der malerischen Campagna und die herrlichen Landschaften und Städte am Golf von Neapel zogen auch Giorgio Sommer an. In den dort aufgenommenen Fotografien hoffte er, auch den Geschmack der zeitgenössischen Reisenden zu treffen. Aber auch Alltagsszenen hielt er im Foto fest, die uns heute wegen ihrer historischen Entfernung zwar fremd anmuten, wegen der Schärfe und Genauigkeit der Abbildung jedoch äußerst vertraut erscheinen. Sogar den Ausbruch des Vesuv im Jahre 1872 fotografierte Sommer und schuf damit zugleich ein gewaltiges Zeitdokument der Naturkatastrophe. Ebenso dokumentierte er die Folgen eines Erdbebens und die noch heute anrührenden Spuren des verschütteten Pompeji und der freigelegten Abgüsse menschlichen Lebens. Zwischen 1867 und 1874 arbeitete er mit dem deutschen Fotografen Edmond Behles zusammen und betrieb ein gemeinsames Atelier. In den 1870er-Jahren fertigte Sommer ausserdem Repliken antiker Statuen in Bronze, Terrakotta und Marmor, die dank ihrer guten Gussqualität und Genauigkeit in der Abbildung weite Verbreitung fanden. Festgehalten auf Glasplatte und Albuminpapier lässt der beinahe objektive Blick des Fotografen auf das Italien des 19. Jahrhunderts noch heute erstaunen.
    deutscher Künstler, um 1900 und im frühen 20. Jahrhundert in München tätig, bekannt als Landschaftsmaler und Druckgrafiker
    Edmund Steppes wurde 1873 in Burghausen geboren und besuchte von 1893 bis 1895 die Münchner Akademie. Bald erlangte er Berühmtheit und stellte seine Werke im In- und Ausland aus. Als Landschaftsmaler wurde er für einen innovativen Stil aus impressionistischen Impulsen mit konservativen Tendenzen bekannt. Die Weltkriege prägten das Schaffen des Malers: 1914 vom Wehrdienst befreit, war er in den 1930er und 1940er Jahren auf der „Großen Deutschen Kunstausstellung“ vertreten. Er stellte zwar die politische Akzeptanz seiner Kunst unter Beweis, durch die Absenz ideologisch überhöhender Szenen und Figuren lässt sich in den Landschaften allerdings keine Instrumentalisierung für Propagandazwecke erkennen. 1945 wurden Atelier und ein Großteil seiner Werke zerbombt und Steppes siedelte nach Ulrichsberg. Nach Kriegsende wurde er als Mitläufer zu einer Geldstrafe verurteilt, jedoch von der Anklage befreit. 1948 zog er nach Tuttlingen und er erfuhr diverse Ehrungen, darunter das Bundesverdienstkreuz am Bande. Drei Jahre vor seinem Tod ging Steppes zurück nach Ulrichsberg und verstarb dort 1968.
    Studium an der Akademie in Kassel, dem Städelschen Kunstinstitut in Frankfurt am Main und der Düsseldorfer Akademie, verfasste und illustrierte diverse Jugendzeitschriften, bekannt für märchenhafte Genre- und Tierbilder
    Als einen „der vorzüglichsten jetzt lebenden Maler“ bezeichnet Georg Caspar Nagler den aus Altona stammenden Maler Heinrich Friedrich Tank, der von Hamburg über Kopenhagen nach München zog, wo er bis zu seinem Tod 1872 lebte. Naglers Einschätzung mag Erstaunen hervorrufen, denn heute ist Tank wie so viele Maler des 19. Jahrhunderts weitgehend vergessen, doch ist seine Wiederentdeckung nicht ohne Reiz. Aus Altona gebürtig, das damals noch dem dänischen Königreich angehörte, ging Tank nach Kopenhagen, wo die dortige Akademie, an der bereits die großen aus Norddeutschland stammenden Romantiker Philipp Otto Runge und Caspar David Friedrich Ende des 18. Jahrhunderts ihre Karriere gestartet hatten, in den späten 1820er Jahren nichts von ihrer Attraktivität als Ausbildungsstätte eingebüßt hatte. Über Tanks Tätigkeit dort ist allerdings wenig bekannt, doch muss er seine Studien zügig vorangetrieben haben, denn 1827 erhielt er eine Silbermedaille und 1828 bewarb er sich erfolglos um ein Reisestipendium. Offensichtlich etablierte er sich aber in der Folge in Kopenhagen als Maler von Seestücken und auch als Porträtist und beteiligte sich wiederholt in den frühen 1830er Jahren an den Frühjahrsausstellungen auf Schloss Charlottenborg 3, bevor er 1835 nach einem längeren Zwischenstopp in Hamburg nach München ging.
    Österreichischer Künstler und Puppenspieler, der als Erneuerer des Figurentheaters mit seinen symbolistisch geprägten Stabpuppen, kunstvoll gestalteten Bühnenbildern und dem „Goldenen Schrein“ eine einzigartige Verbindung von bildender Kunst, Theater und Musik schuf.
    Deutscher Maler und Grafiker, der als zentrale Figur des deutschen Spätromantizismus und Symbolismus gilt. Seine Werke verbinden idealisierte Naturdarstellungen und mythologische Motive mit einer schlichten, zeitlos wirkenden Formensprache.
    Der Zittauer Künstler gehört zum Kreis der spannenden und noch zu entdeckenden Schüler Ludwig Richters.
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