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Künstler

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  • Kupferstecher und Radierer, geboren 1775 in Wien, gestorben am 29. November 1826 in Paris. Nach dem Studium an der Wiener Akademie der bildenden Künste bei Friedrich August Brand arbeitete er am Wiener Industrie-Comptoir, für das er Landschaftsradierungen nach eigenen und fremden Entwürfen schuf, auch in Folgen. Um sich künstlerisch weiterzubilden, lebte er ab 1809 in Paris und gab auch dort radierte Landschaftsfolgen heraus. Zu seinen Blättern zählen Landschaften nach Brand, Ferdinand Kobell, Christian Wilhelm Ernst Dietrich, Nicolas Poussin und Martin von Molitor. Er ist nicht mit dem gleichnamigen Stecher (1774–1805) zu verwechseln.
    Deutscher Lithograph und Kupferstecher, geboren in Leipzig, gestorben in Dresden. Schüler von Kretzschmar und Moritz Müller-Steinla. 1847/48 in Rom, 1866 in Mailand, wo eine große Kreidezeichnung nach Leonardos Abendmahl entstand. Im Dresdner Kupferstichkabinett haben sich Bildniszeichnungen von und nach ihm erhalten.
    Künstlerische Ausbildung bei Karl von Piloty, ab 1878 Lehrer an der Akademie in Karlsruhe, bekannt als Genre- und Bildnismaler
    Geboren am 9. Juli 1812 in Düsseldorf, erste künstlerische Ausbildung beim Vater Ludwig Pose, ab 1829 Studium an der Kunstakademie zu Düsseldorf bei Carl Friedrich Lessing und Andreas Achenbach, 1836 Wechsel nach München und Lehre bei Carl Rottmann, 1837-39 Aufenthalte in Tirol und Paris, 1838 zeitweise wieder in Düsseldorf tätig, 1842-45 Studienreisen in Italien, hauptsächliche Aufenthalte in Rom und Süditalien, ab 1845 in Frankfurt am Main tätig, später im Umkreis der Kronberger Maler aktiv, seine Lanschaften lösen sich von vedutenhafter Treue und erscheinen durch Farbkomposition und Lichteffekte überhöht und idealisiert, er gilt als einer der wichtigsten Vertreter der 2. Generation der Düsseldorfer Malerschule, verstarb am 14. März 1878 in Frankfurt am Main.
    Olga Potthast von Minden, 1869 im friesischen Sanderbusch geboren, entstammte einer Beamtenfamilie und erhielt ihre Grundausbildung in den Bildenden Künsten an der Akademie in Berlin unter Anton von Werner. Später wurde sie Schülerin von Julius Preller, dem Neffen des einflussreichen Weimarer Landschaftsmalers Friedrich Preller (1804-1878). Während sie in ihren künstlerischen Anfängen Porträts schuf, sorgte der Einfluss Prellers für eine lebenslange Hinwendung zur Landschaftsmalerei. Die Malerin unternahm Studienreisen in die Lüneburger Heide, in die Vogesen, die Eifel, sowie auf Inseln der Nord- und Ostsee. Ihre Gemälde zeigen naturalistische Heimatlandschaften, ohne jegliche Staffage, die durch den pastosen Pinselauftrag mitunter impressionistisch anmuten. Die Lichtführung und das intensive Farbspiel verleihen den Werken eine poetische Wirkung. Potthast von Minden gab ihre künstlerische Leidenschaft an ihre Tochter Ellen weiter. Sie starb 1942 in Varel.
    in München tätiger Künstler um 1900 und im frühen 20. Jahrhundert
    Geboren am 1. September 1838 in Weimar als Sohn des berühmten Malers und Radierers gleichen Namens, nahm er ab 1851 Unterricht bei seinem Vater. Im Alter von 17 Jahren begleitete er diesen 1855 zu einer ersten gemeinsamen Studienreise nach Norddeutschland, zwischen 1859 und 1862 reisten sie gemeinsam nach Rom. Von dort aus unternahm er zahlreiche Ausflüge entlang der italienischen Küste und bis nach Sizilien. Nur zwei Jahre nach seiner Rückkehr nach Deutschland, begab Preller sich von 1864 bis 1866 erneut nach Italien. Erst danach ließ er sich in Dresden nieder und richtete sich ein eigenes Atelier ein. 1879 entstanden zwölf Zeichnungen zur Illias, die unter dem Einfluß der landschaftlichen Eindrücke seiner Italienreisen standen. Im Jahr 1880 wurde Preller zum Professor an der Dresdner Akademie berufen. Erneut begab er sich zu Studienreisen nach Italien, 1887 bereiste er Rügen. Erst 1891 brach er zu einer Reise nach Griechenland auf, dem Entstehungsort der von ihm hoch geschätzten klassischen Epen von Homer. Bis zu seinem Lebensende arbeitete er in Dresden und verstarb am 21. Oktober 1901 in Blasewitz bei Dresden.
    Leo Primavesi wurde 1871 in Köln geboren. Darüber hinaus existieren nur wenige gesicherte biographische Angaben. Sicher verbrachte er viele Jahre in Italien, sein Name lässt die italienischen Wurzeln erahnen. Am Golf von Neapel und auf der Insel Capri schuf er Zeichnungen und Aquarellskizzen von Landschaften, Architekturen und vor allem Bildnisse von jungen Italienierinnen in der volkstümlichen Tracht. In seinen Zeichnungen, nicht zuletzt den Bildnissen nahestehender oder flüchtig bekannter Frauen, findet sich eine momenthafte, innige Schönheit. Während des 1. Weltkriegs wurde der Künstler von 1914 bis 1919 in ein Internierungslager auf der bretonischen Île Longue gebracht. Die Gefangenschaft hatte für Primavesi eine ambivalente Bedeutung, war er doch mit zahlreichen Intellektuellen und Künstlern gemeinsam eingesperrt. Zusammen arbeiteten diese an der Herausgabe einer Lagerzeitung und waren kulturell sowie künstlerisch tätig. Gleichwohl lässt seine Hinwendung zum Symbolismus die Sehnsucht nach Freiheit erahnen.
    Studium an der Akademie in New York und in München unter Ferdinand Piloty, um 1900 und im frühen 20. Jahrhundert in München tätig
    Studium an der Akademie in München unter Wilhelm von Diez, danach in München tätig als Bildnismaler sowie Maler von Historien- und Genreszenen
    Deutscher Maler der Gegenwart, der als Hauptvertreter der Neuen Leipziger Schule mit rätselhaft-narrativen Bildwelten, figürlicher Malerei und Anspielungen auf Geschichte, Ideologie und kollektives Gedächtnis internationale Bekanntheit erlangte.
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