Gebirgslandschaft in den Chiemgauer Alpen
»Gebirgslandschaft in den Chiemgauer Alpen« ist ein Werk von Georg Wiesend aus dem Jahr 1865, ausgeführt als Aquarell über Bleistift auf Papier.
Malerische Gebirgslandschaft, vermutlich in den Chiemgauer Alpen. Der Künstler hielt sich im Sommer 1865 in der Gegend um Ruhpolding auf und malte Panoramen der umliegenden Täler und Gebirge. Das Aquarell zeigt eine weitläufige Alpenlandsch… weiterlesen ›
Malerische Gebirgslandschaft, vermutlich in den Chiemgauer Alpen. Der Künstler hielt sich im Sommer 1865 in der Gegend um Ruhpolding auf und malte Panoramen der umliegenden Täler und Gebirge. Das Aquarell zeigt eine weitläufige Alpenlandschaft mit sanften Hügeln und majestätischen Bergen im Hintergrund. Die Szenerie ist in sanftem Morgen- oder Abendlicht getaucht, was die Berge in warmen, rosafarbenen Tönen erstrahlen lässt. Im Vordergrund befinden sich grüne Wiesen und vereinzelte Baumgruppen, die durch feine Pinselstriche detailliert dargestellt sind. Eine kleine Kirche oder ein Gebäude ist in der Mitte des Bildes zu erkennen, was der Komposition eine narrative Tiefe verleiht. Die Raumtiefe wird durch die geschickte Staffelung der Landschaftselemente betont. Das Lichtspiel und die sanfte Farbpalette verleihen dem Werk eine ruhige, idyllische Atmosphäre.
Werkangaben
Werkbeschreibung und Zuschreibung: H. W. Fichter Kunsthandel, Frankfurt am Main
- Technik
- Aquarell
- Ausführung
- Aquarell über Bleistift auf Papier
- Jahr
- 1865
- Epoche
- Realismus
- Darstellung
- Landschaft
- Land
- Deutschland
- Signatur
- Oben rechts datiert: "Hausberg[?] 1865". Unten eigenhändig bezeichnet: "[unkenntlich]".
Zustand
Akzeptabler Zustand. Oben mittig längerer rückseitig restauratorisch fixierter Randeinriss. Entlang der rechten Blattkante unbeschnitten. Die rechte untere Blattecke fehlt. Die linke untere Blattecke ist diagonal geknickt und rückseitig angebrochen.
Schlagworte
Georg Wiesend
Nach seiner Ausbildung stand Wiesend zunächst zwischen der Entscheidung für eine Künstlerlaufbahn oder eine Beamtenkarriere. 1830 trat er schließlich in den bayerischen Staatsdienst ein und arbeitete fortan in verschiedenen Ämtern – unter anderem in Miesbach, Landshut, Tittmoning, Burghausen, Traunstein und Landau an der Isar. Parallel zu seiner juristischen Laufbahn blieb er künstlerisch aktiv. Besonders in den Jahren zwischen 1828 und 1835 stellte er regelmäßig Ölgemälde in der Akademie und im Kunstverein München aus, bevor er sich aufgrund seiner beruflichen Verpflichtungen zunehmend der Aquarellmalerei zuwandte.
Wiesend unternahm nahezu jährlich ausgedehnte Studienreisen, die ihn in die Alpenregionen, nach Tirol, Oberitalien, in die Schweiz und ins Salzkammergut führten. Dabei entstanden zahlreiche Aquarelle mit topographisch genauen Ansichten, die vor allem die Bergwelt, Wasserfälle und ländliche Motive festhalten. Seine Werke zeichnen sich durch eine detailreiche Naturbeobachtung und eine der spätromantischen Stimmung verpflichtete Bildsprache aus. Obwohl er zeitlebens künstlerisch aktiv blieb, wurde er von der Kunstgeschichte weitgehend vergessen.
Neben seiner Malerei zeigte Wiesend Interesse für Archäologie und Heimatpflege – er führte Grabungen durch, veröffentlichte seine Funde und engagierte sich für die Erhaltung historischer Denkmäler. Von Zeitgenossen wurde er als "Dilettant von ernstem, redlichem Streben" geschätzt – im Sinne eines kunstliebenden Laien mit hohem Anspruch.
Nach seinem Ruhestand 1879 lebte er in Berchtesgaden, wo er am 19. Juni 1881 starb. Sein künstlerisches Erbe umfasst mehrere hundert Studien und Aquarelle, von denen heute nur ein Bruchteil erhalten ist.
Weitere Werke von Georg Wiesend
Ähnliche Werke
angegebenen Zeit, keine Kopien oder
Reproduktionen!
spezielles Klapp-Passepartout aus Karton nach
Museumsstandard geschützt!
Monats kostenlos zurückgeben!