Belgische Malerin und Grafikerin, die sich als Künstlerin im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert etablieren konnte. Ihre Radierungen und Gemälde zeigen häufig Frauen, Interieurs und Alltagsszenen und spiegeln ihre Arbeitsbedingungen sowie ihren Blick auf das zeitgenössische Leben wider.
Französischer Zeichner, Grafiker und Maler des 19. Jahrhunderts, der mit seinen scharfzüngigen Karikaturen und sozialkritischen Darstellungen das politische und gesellschaftliche Leben seiner Zeit prägte.
war ein österreichischer Lithograf und Porträtkünstler, der vor allem in Wien tätig war. Bekannt wurde er durch zahlreiche Porträtlithografien bedeutender Persönlichkeiten des 19. Jahrhunderts aus Politik, Wissenschaft und Kultur.
war ein französischer Kupferstecher, Grafiker und Verleger des 17. Jahrhunderts, der in Paris tätig war. Bekannt wurde er vor allem durch Porträtstiche bedeutender Persönlichkeiten
spanischer Zeichner und Landschaftskünstler aus Cádiz. Er ist vor allem für Ansichten der Küstenlandschaft und Hafenregionen Andalusiens bekannt, die häufig als Vorlagen für Aquatinten und andere Druckgrafiken des frühen 19. Jahrhunderts dienten.
Französischer Maler, Zeichner, Stecher, Lithograph und Kunstschriftsteller, geboren bei Paris, gestorben in Paris. Ab 1815 Ausbildung im Atelier von Pierre Narcisse Guérin, ab 1816 an der École des Beaux-Arts in Zeichnung, Malerei und graphischer Technik. Er gilt als Hauptvertreter der französischen Romantik.
Deutscher Maler des 19. Jahrhunderts, der vor allem als Historien- und Porträtmaler im akademischen Kontext tätig war. Als Professor an der Kunstschule Karlsruhe prägte er die süddeutsche Malerei seiner Zeit nachhaltig.
Französischer Maler, Zeichner, Lithograph und Illustrator, in Paris geboren und gestorben. Älterer Bruder von Eugène Devéria, mit dem er mehrfach zusammenarbeitete. Schüler des Vignettenzeichners Louis Lafitte und des Malers Anne-Louis Girodet-Trioson. 1822 Salondebüt; bis 1850 stellte er dort fast jährlich aus, vor allem Gemälde und Aquarelle mit religiösen, historischen und mythologischen Szenen sowie Porträts.
Britischer Schabkunst- und Kupferstecher, Zeichner, Verleger und Kunsthändler, geboren 1746 oder 1747 in London, gestorben im Sommer 1823 in Paris. Zunächst arbeitete er für den Maler Robert Edge Pine, nach dessen Gemälde er 1766 ein Bildnis Georgs II. schabte; 1767 erhielt er eine Prämie der Londoner Society of Arts. Ab 1773 veröffentlichte er eigene Arbeiten, vor allem Bildnismezzotinten nach Joshua Reynolds. Von 1776 bis 1781 bestand eine Partnerschaft mit Thomas Watson, mit dem er ab 1779 humoristische Punktierstiche nach Henry William Bunbury herausgab. Zwischen etwa 1783 und 1793 stach er nur noch selten selbst und verlegte statt dessen Arbeiten anderer, darunter seines Schülers George Keating, von Charles Knight und – als einer der ersten – Genreszenen von George Morland.
Stets gilt der 1755 in Hannover geborene Künstler als Autodidakt, der durch das Kopieren angesehener Landschaftskünstler, darunter Claude Lorrain, seine Fertigkeiten schulte. Wie viele seiner Zeitgenossen zog Dies nach Rom, wo er ab 1775 ansässig war und durch den Verkauf erschwinglicher Kopien nach Hackerts beliebten Landschaften erste Erfolge feierte. Mit kolorierten Stichen für etablierte Grafikmanufakturen, darunter jene von Giovanni Battista Piranesi, fand er weithin Anerkennung und selbst Johann Wolfgang von Goethe lobte in seinem Reisebericht das Geschick des Künstlers. Wenngleich sein eigenständiges graphisches Werk bisweilen auf Kritik stieß, so zeugen die Hinterlassenschaften von einem vielseitig begabten Künstler, der sich aufgrund der politischen Unruhen 1796 wieder nach Wien begab und seinen Lebensabend als Biograph von Joseph Haydn verbrachte.
Deutscher Maler und Illustrator, geboren am 13. Februar 1836 in Dresden, gestorben dort am 3. Juni 1919. Ab 1851 Schüler der Dresdner Akademie bei Eduard von Bendemann und Julius Hübner, das Landschaftszeichnen lernte er bei Ludwig Richter. Seit 1861 arbeitete er freischaffend in Dresden. 1864 gewann er das Große Akademische Reisestipendium und verbrachte zwei Jahre in Italien, wo er mit deutschen Landschaftsmalern im Albaner- und Sabinergebirge zeichnete. Nach der Rückkehr lehrte er an der Dresdner Kunstgewerbeschule, ab 1885 figürliches Zeichnen an der Architekturklasse der Akademie. Seit den 1870er Jahren erschloss er sich die Wandmalerei in Wachs- und Mineralfarben sowie das Sgraffito und entwarf Glasfenster. Zusammen mit Julius Scholtz und Hugo Bürkner lieferte er zahlreiche Illustrationen für Jugendzeitschriften; zwischen 1856 und 1904 entstanden mehr als 220 Bildnisse.
Deutscher Maler, Zeichner, Radierer, Lehrer und Galeriedirektor, geboren am 26. Dezember 1759 in Gmain bei Dorfen, gestorben am 28. September 1841 in München. Ältester Sohn eines Revierförsters, studierte er zunächst Theologie in Ingolstadt und empfing 1782 die Priesterweihe; 1786 ließ er sich vom geistlichen Dienst dispensieren und studierte an der Münchner Zeichnungsakademie bei Ignaz Oefele und Johann Jakob Dorner dem Älteren. Den Lebensunterhalt verdiente er mit Zeichenunterricht in adeligen Familien und fand darüber Zugang zur Münchner Hofgesellschaft. Graf Rumford förderte seine Begabung für die Landschaft und beauftragte ihn, die bayerischen Gebirgsgegenden aufzunehmen. Ab 1794/95 unternahm er zahlreiche Italienreisen, daneben Reisen nach Prag, Dresden und Wien.
Böhmischer Kupfer- und Stahlstecher sowie Zeichner, in Prag geboren und in Karolinenthal gestorben. Studium an der Prager Akademie bei Josef Bergler, danach in der Landschaftsschule bei Karl Postl. Tätig in Prag, wo er seine Stiche im eigenen Verlag herausgab; ab 1837 Lehrer an der Stecherschule des Polytechnischen Instituts und an der Akademie. Er galt als der bedeutendste böhmische Reproduktionsstecher seiner Zeit und wandte den Stahlstich mit Erfolg an.
1846-49 Jurastudium, autodidaktische Beschäftigung mit der Malerei, ab 1852 Mitglied des Münchner Kunstvereins, Studienreisen durch Bayern und die Schweiz, ab1862 in München tätig, bekannt für Landschaftsbilder und Ausblicke im Alpenraum sowie stimmungsvolle Winterbilder
Dreber besuchte zwischen 1836 und 41 die Dresdener Akademie, und wurde 1840 Richters erster Atelierschüler. Ein einmonatiger Ausflug führte ihn 1839 nach Böhmen und in die Gegend um Aussig. Zeichenexkursionen in der Umgegend von Dresden 1840 und Franken (1841/42) folgten. Nach einem kurzen Aufenthalt in München im Herbst 1842 bei Julius Schnorr von Carolsfeld kehrte er nach Dresden zurück, um sich dort abermals in die Akademie einzuschreiben. 1843 erhielt der Künstler in Dresden für zwei Ölgemälde die Große Goldene Medaille. Mit einem Erbe seiner Urgroßmutter von ca. 2000 Talern reiste Dreber 1843 nach Italien und bezog eine Dachwohnung in der Via Felice in Rom. Im Sommer 1844 arbeitete er erstmals in der Gegend von Olevano, im darauffolgenden Jahr im Albanergebirge. Ab etwa 1847 zeichnete er seine Studien vornehmlich mit Bleistift. Zahlreiche Zeichnungen stammen aus der Gegend von Cervara, Olevano und Subiaco, überdies malte er bei Olevano im Freien. Mit der „Landschaft mit dem barmherzigen Samariter“ entstand nach dem „Gang zur Quelle“ (1846) sein zweites großformatiges Bild. Die Zeichnung von einer „Landschaft vor der Porta del Popolo bei Rom“ fällt in die Zeit um 1850, als Arnold Böcklins in Rom eintraf, den Dreber in Olevano bald kennenlernte. Dieses Treffen mündete in der Folgezeit in eine intensive Zusammenarbeit der beiden Künstler. 1851, im Geburtsjahr des Sohnes Fortunato, arbeiteten Dreber und Böcklin in Albano, zeichneten gemeinsam am Nemisee. 1852 reiste er mit Böcklin, dem Dichterfürsten Paul Heyse und anderen Teilnehmern ins Tal der Egeria. 1854 starb seine Frau Aloysia Vignoli an der Cholera, an der er auch schwer erkrankte. Im Herbst 1855 hielt sich der Künstler kurz in Deutschland auf. Um diese Zeit entstanden auch erste Arbeiten mit mythologischen Themen. Dreber konzentrierte sich zunehmend auf die Malerei und zeichnete vom Ende des Jahrzehnts an kaum noch nach der Natur. Aus jener Zeit rührt auch das Gemälde „Der Sänger und sein Publikum“. 1859 begegnete er bei einem Aufenthalt in Olevano Friedrich Preller d. Ä. und dessen Sohn Friedrich Preller d. J.. 1860 lehnte Dreber wie Feuerbach eine Berufung an die Kunstschule in Weimar ab. 1864 machte Dreber die Bekanntschaft mit Graf Adolf Friedrich von Schack und lernte Richard Schöne, den Autor der ersten Dreber-Monographie, in Rom kennen. 1865 erkrankte er an Typhus, Drebers Sohn Fortunato wurde zum Schulbesuch nach Kassel geschickt. 1867 führte ihn eine Reise nach Neapel, Caserta und Ischia: Zwei Jahre später heiratete er seine ehemalige Schülerin Faustina Orioli und unternahm im selben Jahr eine kurze Reise nach Assisi und Perugia. 1874 wurde Dreber zum Mitglied der Accademia di San Luca in Rom ernannt und hielt sich in Anticoli und Olevano auf. Am 3. August 1875 starb Dreber in Anticoli di Campagna (heute Fiuggi) und wurde am 6. August in Rom auf dem protestantischen Friedhof beigesetzt.
Französischer Zeichner, Radierer und Maler des späten 18. Jahrhunderts, der als äußerst produktiver Illustrator insbesondere durch seine zahlreichen, teils dokumentarischen Darstellungen der Französischen Revolution bekannt wurde.
Deutscher Bildnis- und Genremaler, geboren am 28. August 1809 in Leipzig, gestorben am 25. Oktober 1884 in München. Nach ersten Studien an der Leipziger Akademie bei Julius Schnorr von Carolsfeld kam er 1824 nach München, wo ihn zunächst sein Onkel, der Hofmaler Joseph Karl Stieler, weiter ausbildete; später besuchte er die Münchner Akademie. Seit 1828 trat er mit Bildnissen an die Öffentlichkeit, 1836/37 führte ihn eine Studienreise nach Rom und Florenz. Ab 1840 porträtierte er in München zahlreiche Mitglieder des bayerischen Hofes, 1849 in Stockholm die schwedische Königsfamilie. Etwa ab 1860 wandte er sich verstärkt der Genre- und Kostümmalerei zu.
Französischer Maler, Aquarellist, Zeichner, Radierer und Lithograph, geboren 1758, gestorben 1832. In Paris Schüler und später Werkstattmitarbeiter von Francesco Casanova, in dessen Manier er Schlachtenbilder malte. Während der Französischen Revolution emigrierte er nach Dresden, wo er zur Landschaftsmalerei fand; von 1794 bis 1824 lebte er in Wien, ab 1801 als Mitglied der dortigen Akademie. Sein technisch vielseitiges Werk umfasst Gemälde, Aquarelle, Radierungen, Lithographien und Zeichnungen, vor allem Landschaften, Schlachten und Genreszenen aus dem Hirtenmilieu.
Studium an der Akademie in Stuttgart unter Johann Friedrich Dieterich und Gottlob Friedrich Steinkopf, ab 1846 Bekanntschaft mit Eduard Schleich d.Ä. und Carl Spitzweg in München, Zuwendung zur Landschaftsmalerei, 1851 Studienreise nach Paris, 1857 Studienreise nach Rom, bekannt für ein innovatives Verständnis der modernen Kunstströmungen seiner Zeit
Deutscher Kupferstecher, Radierer und Maler, geboren in Königsberg, gestorben in Berlin. Studium an der dortigen Kunstakademie beim Kupferstecher Robert Trossin, ab 1863 in Berlin, wo er 1869 eine eigene Werkstatt gründete. Der Stich nach Tizians „Zinsgroschen" (1870–1874) begründete seinen Ruf als einer der versiertesten Reproduktionsstecher des Kaiserreichs. 1884 Professor, 1885 Gründer und Vorsitzender des Vereins für Original-Radierung in Berlin.
Mit dem Begriff des Kunstbillets wird vorallem der Name des Wiener Münzgraveurs Joseph Endletsberger, dessen Initialen viele der aufwendigsten Exemplare schmücken, in Verbindung gebracht. Geboren 1779 in St. Pölten in Niederösterreich, verdingte er sich anfangs als Graveur in Wien und Prag. Von ihm gingen vermutlich die ersten, anonymen Inserate für Kunstbillets aus. Bereits in dieser Zeit muss er erste Glückwunschbillets gestaltet haben. Ab 1820 gab sich „J. E.“ ausdrücklich als deren „Erfinder und Verfertiger“ zu erkennen. Dass er seine Kunstbillets signierte, zeigt nicht nur sein Selbstbewusstsein, sondern auch das seinerzeit hohe Ansehen dieser Kunstgattung, was sich auch in zahlreichen Fälschungen seiner Werke ausdrückte. Mit der Signatur reagierte er vermutlich nicht einzig auf Plagiate, sondern auch auf die Tatsache, dass mit den Initialen „J. R.“ für Joseph Riedl ein fast ebenbürtiger Konkurrent auf den Plan getreten war. Johann Joseph Endletsberger verstarb 1856 in Wien.